Der Neue Wehrdienst
Der Dienst ist freiwillig, die Musterung wird Pflicht. Was hinter dem Neuen Wehrdienst steckt.
Nach dem Inkrafttreten des Gesetzes zum Neuen Wehrdienst erhalten in diesen Tagen rund 700.000 junge Menschen in Deutschland den Fragebogen der Bundeswehr. In einem Tagesbefehl ordnen Verteidigungsminister Boris Pistorius und Generalinspekteur Carsten Breuer die Bedeutung des Neuen Wehrdienstes für die Zukunft der Streitkräfte ein.
Minister Pistorius und Generalinspekteur Breuer erklären im Tagesbefehl, warum der neue Wehrdienst wichtig für die Zukunft der Bundeswehr ist
Bundeswehr/Tom TwardySoldatinnen und Soldaten,
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,
zum Jahresbeginn ist das Gesetz zur Modernisierung des Wehrdienstes in Kraft getreten. Das ist ein wichtiger Schritt. Doch das Gesetz allein erhöht noch nicht unsere Einsatzbereitschaft. All das entsteht erst durch unser weiteres gemeinsames und entschlossenes Handeln.
700.000 Frauen und Männer ab dem Geburtsjahrgang 2008 erhalten in diesen Tagen einen Fragebogen. Wir werden so ihre Eignung und ihre Bereitschaft für den Neuen Wehrdienst in den Streitkräften erfassen. Bereits in den darauffolgenden Monaten werden die ersten Freiwilligen ihren Dienst antreten.
Unsere gemeinsame Aufgabe ist klar: Aufnehmen. Ausbilden. Einbinden. Der Erfolg des Neuen Wehrdienstes entscheidet sich nicht auf dem Papier, sondern im Alltag der Truppe: im Umgang mit den jungen Menschen, die zu uns kommen, in der Qualität der Ausbildung, in der Verlässlichkeit von Abläufen und im Vorbild der Führung.
Wer junge Menschen gewinnen will, muss sie ernst nehmen. Wer Leistung fordert, muss Sinn vermitteln.
Lassen Sie die jungen Menschen erleben, was Kameradschaft ist. Zeigen Sie, wie bereichernd der Dienst in der Bundeswehr ist. Gestalten Sie den Neuen Wehrdienst so interessant, fordernd und so, dass viele von ihnen sich länger zu diesem wichtigen Dienst an unserem Land verpflichten.
Der Neue Wehrdienst braucht eine Bundeswehr, die geschlossen hinter ihm steht. Jede und jeder ist Botschafterin oder Botschafter der Bundeswehr: im Dienst, in Gesprächen in Familie, Freundeskreis und Nachbarschaft, aber besonders im Umgang mit denjenigen, die sich für diesen Dienst interessieren.
Uns ist bewusst: Der Neue Wehrdienst stellt auch hohe materielle und organisatorische Herausforderungen. Wir brauchen mehr Infrastruktur, mehr Ausrüstung, zusätzliche Unterkünfte und leistungsfähige Musterungszentren. All das treiben wir bereits seit Monaten voran und werden es weiter tun, um den Neuen Wehrdienst auf ein belastbares und attraktives Fundament zu stellen.
Der Neue Wehrdienst ist mehr als eine gesetzliche Neuregelung. Er ist ein zentraler Baustein für die Zukunftsfähigkeit unserer Bundeswehr und für die Sicherheit unseres Landes. Der Neue Wehrdienst ist entscheidend für die Einsatzbereitschaft, den Aufwuchs und die Durchhaltefähigkeit unserer Streitkräfte. Er soll und wird jungen Menschen einen attraktiven, modernen und sinnstiftenden Dienst ermöglichen – und zugleich unsere Streitkräfte personell und strukturell stärken.
Das alles duldet keinen Aufschub. Packen wir es gemeinsam an. Mit Haltung, mit Professionalität und dem festen Willen, den Neuen Wehrdienst zu einem Erfolg zu führen. Für das Jahr 2026 wünschen wir Ihnen und Ihren Angehörigen alles Gute, Gesundheit und Zuversicht. Danke für Ihren Dienst!
Boris Pistorius
Bundesminister der Verteidigung
Carsten Breuer
Generalinspekteur der Bundeswehr
Verteidigungsminister Boris Pistorius und Generalinspekteur Carsten Breuer informieren über den Neuen Wehrdienst.
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