Duale Berufsausbildung bei der Bundeswehr
In den Ausbildungswerkstätten erlernen junge Menschen zivile Berufe mit Zukunft.
In der Ausbildungswerkstatt Wittmund werden junge Menschen in den Berufen „IT-System-Elektronik“ und „Elektronik für Geräte und Systeme“ ausgebildet. Ob beim Löten, in der PC-Technik oder bei spannenden Projekten: Hier trifft technisches Geschick auf den Spaß beim Lernen in Gruppen. Ganz ohne Produktionsdruck steht der Lernerfolg im Vordergrund.
Die Auszubildenden in der Ausbildungswerkstatt Wittmund arbeiten unter anderem an modernsten Kampfjets
BundeswehrDie Bundeswehr steht für Sicherheit, Souveränität und Schutz – im In- und Ausland. Damit sie ihre vielfältigen Aufgaben erfüllen kann, braucht sie neben Soldatinnen und Soldaten auch qualifizierte zivile Fachkräfte. In den Ausbildungswerkstätten der Bundeswehr lernen junge Menschen, komplexe Geräte und Systeme zu warten, zu prüfen und instand zu setzen.
Die Ausbildungswerkstatt im niedersächsischen Wittmund bietet jedes Jahr 34 engagierten Schulabgängerinnen und Schulabgängern die Chance, einen technischen Beruf mit Zukunft zu erlernen. Eine moderne technische Ausstattung, barrierefreie Räumlichkeiten, erfahrene Ausbilderinnen und Ausbilder sowie ein positives Umfeld sorgen dafür, dass Theorie und Praxis optimal zusammenfinden und so eine erfolgreiche Ausbildung gewährleistet wird.
Der Standort Wittmund bietet neben modernen Werkstätten und praxisorientiertem Unterricht ein freundliches Lernklima: „Lötzinn, Bytes und Spaß am Lernen!“ Die Auszubildenden profitieren von einer engen Betreuung, klaren Strukturen und der Möglichkeit, früh Verantwortung zu übernehmen. Fahrten im Rahmen der politischen und geschichtlichen Bildung sowie gemeinsamer Dienstsport lockern den Ausbildungsalltag auf. Eine einwöchige Einführungswoche in Berlin erleichtert den Start in die Berufsausbildung bei der Bundeswehr und fördert das Miteinander.
Die ABW Wittmund arbeitet eng mit vielen anderen Bundeswehrdienststellen zusammen. Durch Truppenbesuche und -praktika können Auszubildene die Arbeitsfelder der Bundeswehr direkt erleben. So sehen sie, wie ihre Arbeit später im realen Einsatz Wirkung zeigt – sei es in der Elektronik-Instandsetzung, in der IT-Technik oder in Werkstätten der Bundeswehrverwaltung. Von Anfang an wirken die Auszubildenden an verschiedenen Aktionen für Messen oder Veranstaltungen mit, beispielsweise dem Girls‘ Day sowie dem bundeswehreigenen „Tag der Ausbildung zum Anfassen“.
Seit mehr als 45 Jahren gibt es die Ausbildungswerkstatt in Wittmund bereits. In der Werkstatt zählen Technik, Teamgeist und Spaß am Lernen. Seit Ende 2025 trägt das Gebäude einen neuen Schriftzug.
BundeswehrAuch Schülerinnen und Schülern hat die ABW Wittmund viel zu bieten. Beispielsweise können sie ihre Schulpraktika oder ein Ferienpraktikum in der Ausbildungswerkstatt absolvieren. Für Mädchen lockt die Teilnahme am jährlichen Girls‘ Day. Interessierte können so schon vor dem Ende ihrer Schulzeit Werkstattluft schnuppern.
Elektronikerinnen und Elektroniker für Geräte und Systeme steuern und überwachen Abläufe in der Herstellung und Instandhaltung von Informations- und Kommunikationstechnik. Sie installieren Programme, prüfen Bauteile, nehmen Geräte in Betrieb und beraten Anwenderinnen und Anwender.
In der Ausbildungswerkstatt kommen moderne Messgeräte, Prüfprogramme und Lötstationen zum Einsatz. Die Arbeit erfordert Genauigkeit, Teamgeist und Verantwortungsbewusstsein – vor allem bei elektrischen Anlagen. Der Beruf bietet abwechslungsreiche Aufgaben und beste Perspektiven in einer zunehmend digitalen Arbeitswelt.
Die Ausbildung zur Elektronikerin oder zum Elektroniker für Geräte und Systeme dauert 42 Monate, also knapp dreieinhalb Jahre. Wer in der Schule und im Betrieb gute Leistungen bringt, kann um ein halbes Jahr verkürzen. Die Ausbildung richtet sich nach dem Berufsausbildungsgesetz und den rechtlichen Vorgaben des spezifischen Berufs. Nach erfolgreichem Abschluss ist eine Weiterbeschäftigung bei der Bundeswehr möglich: als ziviler Mitarbeiter oder zivile Mitarbeiterin, in der Beamten- oder in der militärischen Laufbahn.
IT-System-Elektronikerinnen oder -Elektroniker bauen, konfigurieren und nehmen PCs in Betrieb. Sie installieren Programme und Updates, binden Drucker ein und betreuen Server und Netzwerke. Die Fehlersuche an IT-Systemen gehört ebenso zu ihren Aufgabengebieten wie der Kundenkontakt. In der Ausbildungswerkstatt kommen moderne IT-Ausstattungen und Messgeräte zum Einsatz. Die Arbeit, auch an elektrischen Anlagen, erfordert Genauigkeit und Verantwortungsbewusstsein. Die ständigen Entwicklungen in der IT-Branche lassen diesen Beruf nie langweilig werden und ständige Abwechslung ist garantiert.
Die Ausbildung zur IT-System-Elektronikerin oder -Elektroniker dauert 36 Monate, also knapp drei Jahre. Wer in der Schule und im Betrieb gute Leistungen bringt, kann um ein halbes Jahr verkürzen. Die Ausbildung richtet sich nach dem Berufsausbildungsgesetz und den rechtlichen Vorgaben des spezifischen Berufs. Nach erfolgreichem Abschluss ist eine Weiterbeschäftigung bei der Bundeswehr möglich: als ziviler Mitarbeiter oder zivile Mitarbeiterin, in der Beamten- oder in der militärischen Laufbahn.
„Lötzinn, Bytes und Spaß am Lernen!“: In der Ausbildungswerkstatt Wittmund lernt man unter anderem wie man eine Platine in einem Labor herstellt oder wie man eine Platinenfräse bedient
BundeswehrDie Ausbildungswerkstatt Wittmund bietet mehr als ein normaler Betrieb: Über zusätzlichen Unterricht an einer berufsbildenden Schule der Region können Auszubildende mit Mittlerer Reife die Fachhochschulreife erhalten. Damit ist im Anschluss nach der Ausbildung auch ein Fachhochschulstudium möglich – etwa in Elektrotechnik.
Die Abschlussprüfungen von Berufsschule sowie Industrie- und Handelskammer (IHK) finden im Herbst und im Frühjahr statt. Die praktische Prüfung erfolgt dabei am gewohnten Arbeitsplatz in der Ausbildungswerkstatt.
Die Einstellung erfolgt immer zum 1. August eines Jahres. Interessierte bewerben sich über das Bewerbungsportal der Bundeswehr. Infos zum Verfahren gibt es beim Bundeswehr-Dienstleistungszentrum Leer. Das Team der Ausbildungswerkstatt beantwortet gerne Fragen zu Ablauf und Inhalten der Ausbildung.
Voraussetzung für einen Start in der Ausbildungswerkstatt Wittmund ist mindestens ein qualifizierter Haupt- oder Realschulabschluss. Gute Noten in Deutsch, Englisch, Mathematik und Physik sind von Vorteil – ebenso wie Interesse an Technik, handwerkliches Geschick sowie Team- und Kommunikationsfähigkeit.
Wittmund ist eine von 21 Ausbildungswerkstätten der Bundeswehr in Deutschland für Elektronikerinnen und Elektroniker und eine von vier Ausbildungswerkstätten für IT-System-Elektronik. Ob bei der Luftwaffe in Trollenhagen, bei der Marine in Flensburg oder beim Heer in Aachen – überall lernen junge Menschen praxisnah, wie man elektronische Systeme konstruiert und lötet, PCs zusammenstellt, verkabelt und programmiert.
Bundeswehr-Dienstleistungszentrum Leer Bereich Aus- und Fortbildung
Ausbildungswerkstatt Wittmund