Cyber- und Informationsraum
Multinationale Übung

Griffin Shining – Cyber-Reserve übt mit den Niederländern

Griffin Shining – Cyber-Reserve übt mit den Niederländern

Datum:
Ort:
Den Haag
Lesedauer:
3 MIN

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Vom 9. bis zum 12. Mai fand im niederländischen Den Haag die Cyber-Reserve-Übung „Griffin Shining“ statt.  Vier Teams mit insgesamt 60 Cyber-Reservisten und Cyber-Reservistinnen übten gemeinsam das Verteidigen der eigenen Netze.

Soldaten arbeiten an Computern.

Gemeinsam mit den Niederländern wird an verschiedenen Aufgaben gearbeitet

Bundeswehr/Achim Zeumer

„Bei der Übung Griffin Shining bauen wir auf bereits zuvor erworbene Kenntnisse aus anderen gemeinsamen Übungen mit der niederländischen Cyber-Reserve auf“, so der Verantwortliche für die deutsche Delegation, Oberstleutnant August Freudenthal aus dem Kommando Cyber- und Informationsraum. „Denn bereits im Oktober letzten Jahres haben zwölf Angehörige der Cyber-Reserve der Bundeswehr an der Übung „Griffin Rising“ teilgenommen.“ In der damaligen Übung standen militärische Zusammenarbeit im Team, Führungsfähigkeit und soziale Fähigkeiten, die ein Teamleiter braucht, im Vordergrund. „Dieses Mal lagen unter anderem forensische Fähigkeiten im Fokus. Das Meldewesen und die Organisation der eigenen Teams wurden allerdings auch wieder intensiv geübt“, so einer der Leiter der deutschen Teilnehmer, Oberstleutnant der Reserve Marco Graulich. „Zudem wurden nun auch unterschiedliche Plattformen beübt – vereinfacht gesagt: zu Linux kam noch Windows dazu.“

Umfangreiches Szenario

In Den Haag bildeten sich insgesamt vier unterschiedliche multinationale Teams. Zwei Teams standen dabei im militärischen Szenario auf Seiten der NATONorth Atlantic Treaty Organization, zwei auf Seiten der fiktiven Gegner. Für die Teilnehmenden der Übung hieß es, innerhalb dieses Szenarios im Team zu arbeiten, Informationen zusammenzutragen und durch Aktivitäten im Cyber- und Informationsraum Vorteile für das jeweilige Land zu erwirken.

Vielfältige Aufgaben

Soldaten stehen vor einem Rechner

Es galt die multinationale Zusammenarbeit im Cyber- und Informationsraum zu trainieren

Bundeswehr/Achim Zeumer

Die vier Teams bekamen in einem militärischen Szenario verschiedene Aufgaben, die sie gemeinsam lösen mussten und die durch eine Jury bewertet wurden“, so Graulich. „Beurteilt wurden sowohl die klassisches „Capture the Flag“-Aufgaben, aber auch die Befehlsgebung. Auch flossen Ergebnisse aus dem Bereichen OSINTOpen Source Intelligence und ITInformationstechnik-Forensik ein.“ Natürlich stand auch wieder die enge Zusammenarbeit und das Führen von größeren Teams – also die Führungsleistung – und die Kommunikation innerhalb des Teams im Fokus der Übungsziele. „Gerade das multinationale Arbeiten im Team ist für uns als Teilnehmer manchmal neu. Das fängt bei einer gemeinsamen militärischen Sprache an und hört bei einem gemeinsamen Vorgehen auf“, so der Leiter der deutschen Teams. „Diese multinationale Zusammenarbeit weiter zu vertiefen, ist jedoch enorm wichtig, denn im Cyber- und Informationsraum ist ein Zusammenwirken über Staatsgrenzen zwingend erforderlich.“

Deutsche Teilnehmerinnen und Teilnehmer

Die sieben Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf deutscher Seite sind keine aktiven Soldatinnen und Soldaten, sondern Reservistinnen und Reservisten“, so Freudenthal. „Im zivilen Leben sind sie Fachleute mit hohem beruflichem Standing und auf unterschiedlichste Weise breit aufgestellt – das reicht vom ITInformationstechnik-Administrator bis hin zum mittelständischen Unternehmer.“ Jede und jeder kann und soll seine Kompetenzen und Fähigkeiten gewinnbringend in die Bearbeitung der einzelnen Aufgaben im Szenario einbringen. „Nur im Zusammenspiel dieser Einzelexpertisen ist es den Teams gelungen, die herausfordernden Aufgaben erfolgreich zu lösen“, erklärt Freudenthal.

Weitere Übungen geplant

Ein Gruppenbild von Soldaten

Die deutschen Teilnehmer auf der Griffin Shining

Bundeswehr/Marco Graulich

Um diese Zusammenarbeit weiter zu stärken und immer tiefer in die Fachlichkeit einzusteigen, sind weitere Übungen mit den Niederländern geplant. „Denn Wissen kommt durch Übung“, sagt Graulich. „Bereits Mitte des Jahres 2022 freuen wir uns, die niederländischen Cyber-Reservistinnen und Reservisten in Deutschland in München begrüßen zu können“, ergänzt Freudenthal. „Dort werden wir gemeinsam bei der Übung „Cyber Phoenix“ an der Cyber-Range der Universität der Bundeswehr München unsere gemeinsamen Fähigkeiten in der Cyberverteidigung trainieren.“

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