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Cyber- und Informationsraum

Sonderausgaben für Ein-Mann-Packung Teil 2

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RA: Bei dem Gedanken an ein fleischfreies EPA oder eines ohne Schweinefleisch, kam bei mir der Gedanke auf, ob es für Hinduisten auch ein auch ein Rindfleisch-freies gibt.

OS: Ich möchte diese Frage nutzen, um hier etwas aufzuklären: Viele von Ihnen kennen ja diese ominösen braunen Packungen mit Bundeswehr-Einmannpackungen, wo jedermann denkt: „Oh, das ist ein neues EPA, das ist eine neue Verpackung!“. Da will ich Sie etwas beruhigen, weil es gab ein bisschen Unruhe – vom Geschmack her und es stand Halāl drauf usw. Das hat natürlich viele Leute verrückt gemacht. Also, das war mal eine sogenannte Zwischenbeschaffung. Die ist von NATO-Partnern beschafft worden…

RA: …erklärt Oberstabsfeldwebel Oliver Sekuli vom Verpflegungsamt der Bundeswehr. Also: Nichts mit neuem EPa – in diesem Fall musste nur schnell gehandelt werden. Zeit ist ein wichtiger Faktor beim EPa.

OS: Die EPa-Zahlen sind nach oben gegangen. Wir haben auf einmal wieder von Landes- und Bündnisverteidigung geredet. NRF stand vor der Tür und der limitierende Faktor ist natürlich immer, dass, wenn wir heute eine Lieferung in Einzelteilen bekommen, der Soldat dies dann frühestens in eineinhalb Jahren das EPa bekommt. Wir müssen dies dann ja noch in Oldenburg packen.

RA: Aber auch andere Situationen wirken sich auf die EPa-Produktion aus, wie zum Beispiel die Corona-Krise.

OS: Da hätte ja auch die Bevölkerung entscheiden können: „Wir müssen die Bevölkerung mit EPa versorgen“. Dann kommen Sie natürlich ganz schnell auf Bestände runter. Es gibt also einige Situationen, die das Lager sehr, sehr leer machen können. Auf der anderen Seite gibt es Situationen, die das Lager sehr, sehr voll machen. Zum Beispiel geht aktuell bei Corona sehr wenig bei uns raus aus dem Lager, obwohl viele Verbände normalerweise auf Übungsplätzen gewesen wären und EPas abgerufen hätten. Eine Flexibilität ist in diesem System manchmal stark (ausgeprägt? Anm. d. Red.).

RA: Und wichtig sind auch die Komponenten des Essens:

OS: Es muss ein funktionales und es muss ein stabiles Lebensmittel sein. Dieses müssen Sie für 36 Monate erst einmal sicherstellen. Deshalb ist auch vieles so „komisch“ in einer Alu-Verpackung verschweißt. Das ist ein Drei-Schicht-System-Aufbau, da sind keine Konservierungsstoffe drinnen. Es ist darin kein schlechtes Lebensmittel. Durch diese Folie bekommen Sie dann eben haltbar.

RA: Und damit sind eine lange Lagerung und dadurch eine bestmögliche und dauerhafte Versorgung sichergestellt.

von Rolf Pauthner
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