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Wie alles begann

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Oberleutnant Sara-Christin Beck, Radio Andernach: Es ist der 11. September 2001. Ein Dienstag - eigentlich ein Tag wie jeder andere, doch es war ein Tag, der die Welt verändert hat. Um 8:46 Uhr schlug American-Airlines-Flug 11 in den Nordturm des Word Trade Centers in New York ein. Eine viertel Stunde später schlug United-Airlines-Flug 175 in den Südturm ein. Das explodierende Kerosin hat Brände auf vielen Stockwerken ausgelöst. Um eine Minute vor zehn Ortszeit stürzte der Südturm, eine halbe Stunde später der Nordturm ein. Oberstleutnant Dr. Rudolf Schlaffer ist Historiker am Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften. Dort ist er der Projektleiter Einsatzgeschichte. 2001 war er Chef einer Panzergrenadierkompanie und erinnert sich genau, wie er von dem Anschlag erfuhr. 

Oberstleutnant Dr. Rudolf Schlaffer: Ich saß gerade in der Dienstbesprechung und dann kam mein S3-Feldwebel rein und sagte Chef, die Twin Towers sind angegriffen worden. Danach waren wir erst mal alle kreidebleich, mussten uns etwas Sammeln und letztendlich kam dann das, was eigentlich vorherzusehen war.

Radio Andernach: Als Offizier der Führungsbereitschaft hat Oberstleutnant Dr. Schlaffer das Bataillon alarmiert. Der erste und bisher einzige scharfe Alarm. Er hat eine Sicherheitsreserve aufgestellt und auf weitere Befehle gewartet. 2001 war Gerhard Schröder Bundeskanzler. Er hat ...

Oberstleutnant Dr. Schlaffer: ... die uneingeschränkte Solidarität der Bundesrepublik Deutschland zu den USA erklärt, der Bündnisfall der NATO nach Art. 5 wurde ausgelöst und wir sind damit unserer Bündnisverpflichtung nachgekommen.

Radio Andernach: Zwei Tage vor Weihnachten beschließt der Deutsche Bundestag im Jahr 2001 eine der längsten Missionen, in die die Bundesrepublik Deutschland ihre Streitkräfte schickte. „Wir entscheiden in einer Situation, in der der Frieden in Afghanistan wirklich näher gerückt ist“, ruft Bundeskanzler Gerhard Schröder am 22. Dezember 2001 den Abgeordneten im Berliner Reichstag zu. Zu Beginn war der Einsatz in Afghanistan noch nicht unter Führung der NATO.

Oberstleutnant Dr. Schlaffer: Sondern er war ja unter der Führung verschiedener Nationen im Rahmen des Bündnisfalles. Bundeskanzler Schröder versprach 2001 einen kurzen, gezielten Einsatz der Bundeswehr. Auf sechs Monate war diese Mission zunächst angelegt.

Radio Andernach: Was als sechsmonatige Friedensmission begann, wurde für die Bundeswehr zum langjährigen Kampfeinsatz – mit Verwundeten und Gefallenen.

von Sara-Christin Beck

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