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„Blutspenden ist für mich selbstverständlich“

„Blutspenden ist für mich selbstverständlich“

  • Bundeswehr und Gesellschaft
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Datum:
Ort:
Füssen
Lesedauer:
2 MIN

Hauptfeldwebel Christian Kaufmann hat es sich auf einer Liege bequem gemacht. In seinem Arm steckt eine Kanüle, ein Schlauch führt zu einem Kunststoffbeutel. Er und 206 Kameraden und zivile Mitarbeiter spenden Blut – direkt an ihrem Standort, der Allgäu-Kaserne.

Ein Soldat mit Mund-Nasenschutz liegt auf einer Liege. In seinem gestreckten Arm steckt eine Nadel, daran hängt ein Schlauch.

Nach der Voruntersuchung geht es für Hauptfeldwebel Christian Kaufmann auf die Liege.

Bundeswehr/Maria Topp

Die Spendenstation ist in der Sporthalle eingerichtet. Alle freiwilligen Spender und Spenderinnen haben sich vorab angemeldet und einen Zeitpunkt zugeteilt bekommen, denn es soll wegen der Hygieneregeln nicht zu voll in der Halle werden. Im Frühjahr waren Blutkonserven allgemein knapp geworden. Der Füssener Standortälteste, Oberstleutnant Michael Bertram, ergriff die Initiative und brachte die Spendenaktion auf den Weg.

In der Allgäu-Kaserne in Füssen kommen an diesem Tag, Ende Juli, 207 Spender zur Blutspendeaktion. Der Blutspendedienst des Deutschen Roten Kreuzes ist mit medizinischem Personal und Ausrüstung vor Ort, von Formularen über Kanülen bis zu den Liegen für die Spender. Soldatinnen und Soldaten vom Gebirgsaufklärungsbataillon 230 helfen: Beim Fieber messen und am Schluss beim Ausgeben von Getränken und einer kleinen Brotzeit für die Spender. Es gebe gerade jetzt in der Coronakrise einen großen Bedarf an Blutkonserven, am Standort gebe es viele Spendenbereite, so Bertram. Nicht nur sein Bataillon, sondern auch das Gebirgsversorgungsbataillon 8, das Sanitätsversorgungszentrum und die zivilen Mitarbeiter des Standortes unterstützen die Aktion.

Gestaffelter Ablaufplan

Teppich in die Sporthalle verlegen, Bänke und Matten bereitlegen, aufbauen, die Brotzeit bereitstellen und vor allem: ein Hygienekonzept erarbeiten – das waren die Aufgaben des Projektteams aus dem Bataillon. Oberfähnrich Florian Renner hat gemeinsam mit dem Blutspendedienst den nach Zeiten gestaffelten Plan erarbeitet und den Aufbau so gestaltet, dass Abstände eingehalten werden können.

Kleiner Pieks, kurz warten, fertig. „Spenden ist für mich selbstverständlich“, sagt Kaufmann. Der Allgäuer ist Materialdispositionsfeldwebel bei den Gebirgsaufklärern. In seiner Freizeit engagiert er sich bei der Wasserwacht und hat selbst schon häufig Blut gespendet. In der Coronazeit sei ihm dies ein besonderes Anliegen. Kaufmann sagt: „Es tut nicht weh, geht schnell und man hat geholfen.“

Für den Herbst ist bereits die nächste Blutspendeaktion geplant.

von Gebirgsaufklärungsbataillon 230 

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