Heer
Technik- und Schießunterricht

Artilleristen bilden Richtschützen für den Marder aus

Artilleristen bilden Richtschützen für den Marder aus

Datum:
Ort:
Weiden
Lesedauer:
2 MIN

Die Joint-Fire-Support-Teams im Artilleriebataillon 131 nutzen für ihre Aufgaben den Spähwagen Fennek, vor allem aber den Schützenpanzer Marder 1A3. Während er bei den Panzergrenadieren durch den neuen Schützenpanzer Puma ersetzt wird, nutzt die Artillerie das bewährte Modell immer noch. Die Vorteile: Er ist hochbeweglich und bietet nötigen Schutz.

Vier Soldaten auf einem Panzer: Ein Ausbilder erklärt, die anderen bauen die Bordmaschinenkanone aus dem Turm aus.

Der Ausbilder erklärt, die Soldaten packen an: So baut man die Waffenanlage des Schützenpanzers aus.

Bundeswehr/Mario Hönig

Um dieses „schwere Auto“ bewegen zu können, bedarf es außer dem Kraftfahrer allerdings noch einiges mehr als nur aufzusitzen und loszufahren. Da der Schützenpanzer mit einer Bordmaschinenkanone im Kaliber 20 Millimeter ausgestattet ist, muss auch diese Waffenanlage von der Besatzung bedient werden können. Dazu werden pro Fahrzeug je ein Richtschütze und ein Kommandant benötigt. Deshalb bildet die 5. Kompanie des Artilleriebataillons 131 in Weiden in der Oberpfalz für das ganze Bataillon acht Wochen lang Richtschützen aus. Acht Soldaten des Artilleriebataillons, darunter fünf Feldwebel, durchlaufen diesen Ausbildungsdurchgang.

Übungen im Simulator 

Rückenaufnahme: Zwei Soldaten sitzen in einem Panzer.

Im Inneren des Simulators sitzen Richtschütze und Kommandant auf ihren Plätzen und folgen den Anweisungen des Ausbilders

Bundeswehr/Mario Hönig

Unterrichtseinheiten und praktische Ausbildungen sind vergleichbar mit einer Erstausbildung an Handfeuerwaffen. So werden die technischen Daten, Sicherheitsbestimmungen, Baugruppen, die Funktion und Wirkungsweise, das Zerlegen und Zusammensetzen, das Beseitigen von Störungen sowie der richtige Ein- und Ausbau der Bordmaschinenkanone vermittelt. Neben den theoretischen Einweisungen liegt der Schwerpunkt jedoch bei der praktischen Ausbildung, um so Handlungssicherheit bei der Bedienung der komplexen Waffenanlage zu erlangen.

Zum Abschluss wird scharf geschossen

Ein Panzer steht auf einer Betonplatte der Schießbahn, im Vordergrund ist der Turm eines weiteren Panzers zu sehen.

Auf der Schießbahn steuert der Leitende vom Schützenpanzer aus die Schießübungen der Besatzungen, insbesondere die der Richtschützen

Bundeswehr/Mario Hönig

Nach den zahlreichen Ausbildungen an der Waffenanlage und den Übungen im Simulator wird das Erlernte im scharfen Schuss unter Beweis gestellt. Die angehenden Richtschützen müssen verschiedene Schießübungen erfüllen, um zu bestehen. Dazu müssen stehende Ziele bekämpft werden, aber auch solche, die sich bewegen. Zur Auswahl stehen das Turm-Maschinengewehr und die Bordmaschinenkanone des Schützenpanzers.
Auch die Zusammenarbeit mit dem Kommandanten bei der Aufklärung, Zuweisung und Bekämpfung der Ziele wird bei diesen Schießübungen geschult. Bei Tag und Nacht gilt es, präzise und schnell zu handeln, um im Gefecht erfolgreich zu sein.

Nach erfolgreicher Ausbildung zum Richtschützen ist die Ausbildung zum Kommandanten am Schützenpanzer Marder nun der nächste Schritt. Diese durchlaufen die Artilleristen mittels eines Lehrgangs an der Panzertruppenschule in Munster.

Blick auf die Schießbahn, rechts ein Schützenpanzer, dessen Bordmaschinenkanone gerade feuert. Rauch steigt auf.

Auf der Schießbahn: Dem Richtschützen werden verschiedene Ziele in unterschiedlichen Entfernungen präsentiert. Er entscheidet, mit welcher Waffe und mit welcher Munitionsart er die Ziele bekämpft.

Bundeswehr/Mario Hönig


von Mario Hönig

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