Heer
Gemeinsam bereit

Einzigartige Partnerschaft in der Reserve

Einzigartige Partnerschaft in der Reserve

Datum:
Ort:
Oldenburg
Lesedauer:
2 MIN

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Im März haben Soldaten des Unterstützungsbataillons Einsatz 1 in Bergen-Lohheide gemeinsam mit Kameraden aus Großbritannien und den Niederlanden geübt. Diese zwei sich anbahnenden Partnerschaften sind einzigartig für einen Verband der Reserve im Heer.

Drei Soldaten rennen bewaffnet hintereinander durchs Gelände.

Gefechtsausbildung: Deutsche, britische und niederländische Reservisten trainieren gemeinsam auf dem Übungsplatz Bergen-Lohheide in Niedersachsen

Bundeswehr/Fabian Saak

Das zur 1. Panzerdivision gehörende nicht-aktive Unterstützungsbataillon Einsatz 1 mit Reservisten wurde 2018 aufgestellt und hat mittlerweile zahlreiche seiner Infanteristen in Modulen selbst zu Jägern ausgebildet. Dahinter verbirgt sich viel Arbeit und Herzblut. Doch selbst für diesen Verband war ein Übungswochenende im März in Bergen-Lohheide ein besonderes, denn: Britische und niederländische Kameraden der Reserve waren zu Gast.

Drei britische Kameraden kamen vom 3 Royal Anglian Regiment, ebenfalls einem Reservistenbataillon, das zur leichten Infanterie in Ostengland gehört. Bereits 2022 war die gegenseitige Zusammenarbeit vereinbart worden, sodass nun die ersten Soldaten an einer Übung beim Deutschen Heer teilnehmen konnten: ein Ausbildungsfeldwebel (Colour Sergeant & Senior Permanent Staff Instructor) und zwei Unteroffiziere (Corporals). Natürlich wollten sich die britischen Kameraden keine Blöße geben und schickten ihre besten Leute. Sie schauten sich die Ausbildung an und beteiligten sich am Training. Ein Ausbildungszug absolvierte die Waffen- und Geräteausbildung, so mit den Maschinengewehren MG3 und MG5, dem G36, dem Standardgewehr der Bundeswehr, mit der Granatpistole und der Nachtbildverstärkerbrille Lucie. Teilweise übten die britischen Kameraden auch bei einem Jägerzug mit: das Verhalten eines Panzervernichtungstrupps und die Panzerabwehr aus dem Hinterhalt. Zum Abschluss des Wochenendes erfolgte das Training im Schießsimulator.

Gegenbesuch geplant

Abends nahmen die britischen Soldaten bei Fackelschein an einer Jägertaufe von vier deutschen Soldaten teil. Als ausgebildete Infanteristen gehörten die britischen Kameraden zum Jägerspalier unter sternklarem Nachthimmel. Kein Wunder, dass die Briten mit einem breiten Lächeln im Gesicht zurück auf die Insel flogen. Geplanter nächster Schritt ist die Teilnahme eines deutschen Trupps an einem Patrol Weekend der Briten im Herbst.

Acht Soldaten stehen vor einen Gebäudeeingang im Sonnenschein, links daneben ein Wappenschild.

Das Führungspersonal des niederländischen 10 Natresbataljon und des deutschen Unterstützungsbataillons Einsatz 1 arbeitet eng zusammen

Bundeswehr/Matthias Hammer

Ebenfalls beim Übungswochenende des Unterstützungsbataillons Einsatz 1 mit dabei waren fünf Kameraden vom 10 Natresbataljon der niederländischen 43. Mechanisierten Brigade. Sie ist seit 2016 fester Bestandteil der deutschen 1. Panzerdivision und ihr unterstellt. Von der Division kam auch der Auftrag diese Partnerschaft ebenfalls voranzutreiben. Das 10 Natresbataljon ist vornehmlich mit Objektschutz betraut. Die beiden Kommandeure nutzten das Wochenende, um Schnittmengen auszuloten. Für Juni ist ein Gegenbesuch in den Niederlanden geplant.

Es bleibt spannend und wird zunehmend international beim Unterstützungsbataillon Einsatz 1 ganz im Sinne der Absicht, die Verzahnung der NATONorth Atlantic Treaty Organization-Armeen voranzutreiben, auch in der Reserve. Der deutsche Bataillonskommandeur, Oberstleutnant Marco Wolfermann, resümiert: „Es tut sich was bei uns, nicht erst seit der Zeitenwende. Die Zusammenarbeit mit den Briten und Niederländern ist in der Reserve einmalig. Wir freuen uns auf weitere internationale Übungsvorhaben und verlieren dabei trotzdem unseren Auftrag nicht aus den Augen.“

Das Unterstützungsbataillon Einsatz 1 sucht noch Männer und Frauen, die mit Herzblut Infanteristen sind oder es werden wollen. Geübt wird an mehreren Wochenenden und in ein bis zwei kompakten Ausbildungsblöcken von sieben bis neun Tagen im Jahr.

von Matthias Hammer

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