Heer

Gebirgsjäger schießen mit schwerem Kaliber

Gebirgsjäger schießen mit schwerem Kaliber

  • Ausbildung
  • Heer
Datum:
Ort:
Grafenwöhr
Lesedauer:
2 MIN

Schieß- und Gefechtsausbildung bei der 3. Kompanie des Gebirgsjägerbataillons 231: Zehn Tage haben die Soldatinnen und Soldaten auf dem Übungsplatz Grafenwöhr trainiert. Höhepunkt des Schießens war das Zusammenwirken der Infanterie mit dem Gepanzerten Transportkraftfahrzeug Boxer.

Ein Soldat steht mit einer Panzerfaust auf der Schulter hinter einer Steinwand.

„Achtung, Panzerfaust schießt“, ruft der Soldat, kurz bevor er den Abzug betätigt.

Bundeswehr/Achim Keßler

In den letzten Monaten und Wochen war die Kompanie viel beschäftigt: Zunächst wurde nach intensiver einsatzvorbereitender Ausbildung ein Zug in den Auslandseinsatz nach Mali verabschiedet. Anschließend erfolgte die Ausbildung der Soldaten im Gebirgskampf Sommer auf der Reiteralpe. Auf den standortnahen Übungsplätzen bereitete sich die Reichenhaller Jager dann auf den Höhepunkt des Jahres vor – den Übungsplatzaufenthalt in Grafenwöhr.

Vier Soldaten stehen mit ihren Waffen hinter einem Steinwall, dahinter ein großes Areal mit Zielscheiben.

Die 3. Kompanie der Reichenhaller Jager absolviert in Grafenwöhr die Schießausbildung.

Bundeswehr/Achim Keßler

Mit etwa 110 Soldatinnen und Soldaten sowie zahlreichen Fahrzeugen macht sich die Kompanie aus Bad Reichenhall auf den Weg nach Grafenwöhr. In der ersten Schießwoche im Spätherbst steht für die Infanteristen das Gepanzerte Transportkraftfahrzeug (GTKGepanzertes Transport-Kraftfahrzeug) Boxer im Fokus. Das Gebirgsjägerbataillon 231 ist der einzige Verband der Brigade, der dieses Waffensystem hat. Die Soldaten der Kompanie und weitere Soldaten der Brigade sollen für den Einsatz als Waffenbediener auf dem Boxer mit der Granatmaschinenwaffe und dem schweren Maschinengewehr befähigt werden. Geübt wird auch das Schießen mit den Handwaffen der Infanterie: Zielfernrohrwaffen, Granatpistolen und verschiedene Sturmgewehre und Panzerabwehrhandwaffen werden bei Tag und Nacht im scharfen Schuss eingesetzt. Die Gebirgsjäger trainieren zudem den scharfen Handgranatenwurf und den sicheren und taktisch zweckmäßigen Einsatz von künstlichem Nebel.

Training mit einem Waffenmix

Mehrere Soldaten laufen auf die geöffnete Hecktür eines Militärfahrzeuges zu.

Das Gebirgsjägerbataillon 231 verfügt als einziges Bataillon der Gebirgsjägerbrigade 23 über den GTKGepanzertes Transport-Kraftfahrzeug Boxer.

Bundeswehr/Achim Keßler

Das Ausbildungshighlight folgt dann in der zweiten Schießwoche. Im Zusammenwirken mit dem GTKGepanzertes Transport-Kraftfahrzeug Boxer absolvieren die Gebirgsjäger das Gefechtsschießen. Hierzu wird eine Anlage genutzt, die speziell den Kampf im urbanen Gelände abbildet. Gut vorbereitet und mit getarnten GTKGepanzertes Transport-Kraftfahrzeug Boxern beginnt das taktische Gefechtsschießen. Neben dem Waffensystem kämpfen die Soldaten unter anderem auch mit der Granatmaschinenwaffe, dem Scharfschützengewehr G82, dem Maschinengewehr MG5, und mit der Spreng-Splitter-Munition an der Granatpistole und der Panzerfaust im Vollkaliber.

Zum Abschluss des Truppenübungsplatzes stellt der Kompaniechef, Major Christian Houben, fest: „Trotz vieler Unwägbarkeiten aufgrund der Coronalage hat es sich gelohnt, an diesem Vorhaben festzuhalten. Neben der intensiven Gebirgskampfausbildung im Sommer war das der zweite wichtige Meilenstein in diesem Jahr, um die Leistungsfähigkeit der Soldaten der Kompanie gerade im Zusammenwirken mit dem GTKGepanzertes Transport-Kraftfahrzeug Boxer zu erhalten und weiter zu steigern.“ Dieses Urteil teilt auch der Kommandeur der Gebirgsjägerbrigade 23, Oberst Maik Keller, der die Kompanie auf dem Truppenübungsplatz besuchte.

Die 3. Kompanie bereitet sich jetzt auf die Winterkampfausbildung vor. Das nächste Winterbiwak im Hochgebirge hat die Kompanie, nach einer kurzen Verschnaufpause über Weihnachten, fest im Blick.

von Christian Houben

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