Heer

Gewinnerreise: Ein Horrido zum Kennenlernen

Gewinnerreise: Ein Horrido zum Kennenlernen

  • Bundeswehr und Gesellschaft
  • Heer
Datum:
Ort:
Mittenwald
Lesedauer:
2 MIN

Was sind Gebirgsjäger? Wozu brauche ich am Berg einen Mastwurf und was macht ein Heeresbergführer? Fragen, die den rund 20 Gewinnern eines Preisausschreibens der Bundeswehr während ihres Aufenthaltes bei den Gebirgsjägern beantwortet werden. Die 14- bis 18-Jährigen konnten fünf Tage lang Einblick in die Arbeit der Gebirgsjägertruppe gewinnen und eigene Eindrücke sammeln.

Drei Jugendliche in Flecktarn schauen an einer Felswand hinauf, zwei sind bereits hinaufgeklettert.

Unter den wachsamen Augen des Heeresbergführers erklimmen die Jugendlichen den Kletterabschnitt.

Bundeswehr/Armin Pletschke

Montag, 12.00 Uhr. Direkt nach der Ankunft im Gebirgsjägerbataillon 233 im schönen Mittenwald werden die Jugendlichen für die erlebnisreiche Woche umgekleidet. Neben Feldanzug, Rucksack und Kopfbedeckung empfangen sie auch einen Satz Kletterausrüstung. „Darauf freue ich mich am meisten. Ich bin sehr gespannt, wie das Klettern mit Uniform ist“, so eine Teilnehmerin. Die Jugendlichen lernen Knoten, das richtige Anlegen des Klettergurtes und das Abseilen. Der Ausbilder, ein erfahrener Heeresbergführer, gibt noch letzte Tipps und Tricks, bevor es in die Berge geht.

Gemeinsamer Marsch durchs Gebirge

Jugendliche in Uniform marschieren in einer Gruppe eine Straße entlang.

Marsch in Formation – eine ungewohnte Art der Fortbewegung für die Jugendlichen.

Bundeswehr/Armin Pletschke

An den nächsten zwei Tagen folgen die eigentlichen Programmpunkte. Die jungen Teilnehmer erfahren am eigenen Leib, wie körperlich anstrengend der Alltag eines Soldaten der Gebirgsjägertruppe sein kann. Gemeinsam überqueren sie eine Schlucht per Seilrutsche, erklimmen den Berg über einen Klettersteig und seilen sich im Anschluss an den Felswänden wieder ab. „Ich hätte nie gedacht, dass Klettern am Berg so viel anstrengender ist als in der Kletterhalle. Aber es macht wahnsinnigen Spaß“, sagt ein junger Mann.

Abseits der Zivilisation

Eine Gruppe Jugendlichen laufen durch ein Flussbett, im Hintergrund Wald und Berge.

Auf dem Weg zum Berg durchqueren die Teilnehmer einen schmalen Bachlauf mit den Gebirgsjägern.

Bundeswehr/Armin Pletschke

Es ist nicht einfach, einen Berg zu erklimmen und kostet einiges an Kraft. Stärkung bekommen die Teilnehmer durch die bundeswehrtypische Einmannpackung, kurz EPa. Das Zubereiten des Verpflegungspaketes mit heißem Wasser ist gewöhnungsbedürftig, aber auf jeden Fall ein Erlebnis und die „Panzerkekse“ schmecken. Apropos Panzer: Obwohl der Gebirgsjäger als Infanterist sehr viel zu Fuß unterwegs ist, gibt es im Gebirgsjägerbataillon 233 auch verschiedene Fahrzeuge. Den Hägglunds, ein kleines geländefähiges, leicht gepanzertes Transportfahrzeug, dürfen die Jugendlichen inspizieren und sogar mal eine Runde mitfahren.

Mit Blick auf die Zugspitze

Drei Jugendliche in Flecktarn klettern in einer Felswand nach oben.

Die Jugendlichen erfahren, wie anstrengend das Klettern an einer Felswand sein kann.

Bundeswehr/Armin Pletschke

Ein Highlight ist der Bergmarsch in Garmisch-Partenkirchen. Vom Hammersbach aus wandert die Gruppe durch die Höllentalklamm, eine Felsschlucht mit 150 Meter hohen ursprünglichen Felswänden und kleineren Wasserfällen. Belohnt wird der Aufstieg mit einem zünftigen Mittagessen und einer einzigartigen Aussicht auf die Zugspitze, dem höchsten Berg Deutschlands. Am Freitag steht nur noch die Abreise auf dem Plan. Die Jugendlichen kehren zurück in alle Teile Deutschlands und nehmen viele Eindrücke mit, aber das Fazit bleibt gleich: „Die Woche bei den Gebirgsjägern war richtig interessant.“

von Lisa Peterson

zum Verband

  • Das quadratisch grüne Wappen zeigt ein modern stilisiertes, silbern-goldenes Edelweiß ähnlich einer Landkarte.
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    Gebirgsjägerbataillon 233

    Erfahren Sie mehr über das Gebirgsjägerbataillon 233 aus Mittenwald in Bayern und seine spezielle Ausrüstung.