Heer

Heer erhält ein Stück Tradition zurück

Heer erhält ein Stück Tradition zurück

  • Infrastruktur
  • Heer
Datum:
Ort:
Strausberg
Lesedauer:
1 MIN

Zum 1. April 2021 wird das Heer einem Teil seiner Ausbildungseinrichtungen den ursprünglichen Namen zurückgeben, aber auch neue Bezeichnungen vergeben. „Die Umbenennungen wirken im Sinne des Traditionserlasses identitätsstiftend und stärken die Bindung an die Truppengattungen des Heeres“, so Generalleutnant Stephan Thomas. Er ist verantwortlich für die Militärische Grundorganisation des Heeres.

Neben dem Kasernentor steht auf einem großen, hellen Betonsockel ein braunes Namenschild mit silbernen Lettern.

Aus dem in Niedersachsen beheimateten Ausbildungszentrum MUNSTER wird wieder die Panzertruppenschule.

Bundeswehr/FMZ Munster

Seit Gründung der Bundeswehr haben sich die meisten Namen der Schulungseinrichtungen der Landstreitkräfte etabliert. Sie waren und sind in der Truppe und in der Gesellschaft akzeptiert und im allgemeinen Sprachgebrauch geläufig. Auch eine Reform, die andere offizielle Namen vergab, konnte daran nichts ändern. Denn im Zuge der Neuausrichtung des Heeres nach dem Plan Heer2011 kam es zu einer umfassenden Umgestaltung der Schul- und Ausbildungslandschaft. Dabei wurden auch aufgrund ministerieller Vorgaben einige der historisch gewachsenen Bezeichnungen aufgegeben und an eine neue Nomenklatur angepasst. Die Umgestaltung führte unter anderem zur Zusammenfassung von Truppenschulen zu Ausbildungszentren sowie die Zuordnung von Ausbildungsbereichen, Ausbildungsstützpunkten und Ausbildungs- und Übungszentren.

Bewährte, einfache Namen

Vor einem modernen Gebäude aus Glas, Beton und Stahl befindet sich ein künstlich angelegter Wasserlauf mit Rasen.

Das neue und modern gebaute Ausbildungszentrum Pioniere in Ingolstadt erhält wieder den traditionellen Namen Pionierschule.

Bundeswehr/FMZ Ingolstadt

Nun erhalten insgesamt zehn Schulungseinrichtungen des Heeres auch offiziell ihren bewährten Namen zurück. Die Umbenennungen folgten dabei den Richtlinien zum Traditionsverständnis und zur Traditionspflege der Bundeswehr. Bemerkenswert sei, dass dabei dem identitätsstiftenden Aspekt der Traditionsnamen bewusst der Vorrang gegenüber einer organisationshierarchisch, durchgängigen Bezeichnungssystematik eingeräumt werde, erklärt der Kommandeur Deutscher Anteil Multinationale Korps und Militärische Grundorganisation.

Keine Rückkehr zu Altstrukturen

Symbolfoto: Vor einer alten Fassade hängt eine aktuelle Truppenfahne.

Die Rückkehr zu den alten Bezeichnungen verbindet Moderne und Tradition in der Bundeswehr.

Bundeswehr/FMZ Ausbildungszentrum Technik Landsysteme

Diese Umbenennungen sind Ausdruck eines Rückgriffs auf die Tradition der Truppengattungen des Heeres und zugleich selbsttragend. Sicherlich wird dieser Vorgang auch bei Ehemaligen, Reservisten, in der Bevölkerung sowie im politisch-parlamentarischen Raum Beachtung finden. Die neuen Bezeichnungen sind ausdrücklich keine Rückkehr zu veralteten Strukturen. Die Maßnahmen der Neuausrichtung sowie die haushälterischen und ministeriellen Vorgaben zum effizienten Einsatz von Ressourcen sind weiterhin gültig.

von PIZ Heer

Neuer Name für …

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das Ausbildungszentrum Infanterie

Aus dem Ausbildungszentrum Infanterie in Hammelburg wird jetzt die Infanterieschule, kurz InfS.

Auf einer grünen Wiese fährt ein Radfahrzeug mit leichter Staubfahne in der Zufahrt.

das Ausbildungszentrum Pioniere

Aus dem Ausbildungszentrum Pioniere in Ingolstadt wird jetzt die Pionierschule, kurz PiS.

Vor einem modernen Gebäude aus Glas, Beton und Stahl befindet sich ein künstlich angelegter Wasserlauf mit Rasen.

das Ausbildungszentrum Technik Landsysteme

Aus dem Ausbildungszentrum Technik Landsysteme in Aachen wird jetzt die Technische Schule des Heeres, kurz TSH.

Symbolfoto: Vor einer alten Fassade hängt eine aktuelle Truppenfahne.

den Ausbildungsstützpunkt Gebirgs- und Winterkampf

Aus dem Ausbildungsstützpunkt Gebirgs- und Winterkampf in Mittenwald wird jetzt die Gebirgs- und Winterkampfschule, kurz Geb/WiKpfS.

Auf einem schneebedeckten Gebirgsgrat klettern vier Soldaten in schneegetarnten Kletteranzügen.

den Ausbildungsstützpunkt Luftlande und Lufttransport

Aus dem Ausbildungsstützpunkt Luftlande und Lufttransport in Altenstadt wird jetzt die Luftlande-/Lufttransportschule, kurz LL/LTrspS.

Am Himmel gleiten Fallschirmjäger an ihren Schirmen zu Boden, im Hintergrund noch das Flugzeug.

den Ausbildungsstützpunkt Kampfmittelabwehr

Aus dem Ausbildungsstützpunkt Kampfmittelabwehr in Stetten am kalten Markt wird jetzt die Kampfmittelabwehrschule, kurz KpfmAbwS.

Im Vordergrund ein Ärmelabzeichen mit dem Schulsymbol dahinter unscharf eine Militärkolonne in der Ausbildung.

das Ausbildungszentrum MUNSTER

Aus dem Ausbildungszentrum MUNSTER in Munster wird jetzt die Panzertruppenschule, kurz PzTrS.

Neben dem Kasernentor steht auf einem großen hellen Betonsockel ein braunes Namenschild mit silbernen Lettern.

den Ausbildungsbereich Panzertruppen

Aus dem Ausbildungsbereich Panzertruppen in Munster wird jetzt die Schule gepanzerte Kampftruppen, kurz SgepKpfTr.

Ein Kampfpanzer schießt. An der Mündung der Kanone entsteht ein riesiger Feuerball.

den Ausbildungsbereich Heeresaufklärungstruppe

Aus dem Ausbildungsbereich Heeresaufklärungstruppe in Munster wird jetzt die Heeresaufklärungsschule, kurz HAufklS.

In der Dämmerung feuert ein gepanzertes Fahrzeug mit Leuchtspurmunition.

den Ausbildungsbereich Streitkräftegemeinsame Taktische Feuerunterstützung/Indirektes Feuer

Aus dem Ausbildungsbereich Streitkräftegemeinsame Taktische Feuerunterstützung/Indirektes Feuer in Idar-Oberstein wird jetzt die Artillerieschule, kurz ArtS.

Drei Panzerhaubitzen stehen in einer Heidelandschaft nebeneinander und feuern zeitgleich, Rauch entsteht.

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