Heer
Nordostflanke der NATO

Immer gemeinsam

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Datum:
Ort:
Estland
Lesedauer:
3 MIN

Generalleutnant Jürgen-Joachim von Sandrart, Kommandeur des Multinationales Corps Nordost, hat Estland besucht. Vom 15. bis 18. Februar sprach der General mit regionalen Akteuren und Verbündeten sowie mit Soldatinnen und Soldaten, die seinem Corps unterstellt sind. Der dänische Generalmajor Flemming Mathiasen, Kommandeur der Multinationalen Division Nord, begleitete von Sandrart auf seiner Reise.

Auf einem verschneiten Feld stehen Soldaten in einer Gesprächsrunde.

Gespräche mit Verbündeten: Der Kommandeur des Multinationales Corps Nordost, Generalleutnant Jürgen-Joachim von Sandrart (3.v.l.), besucht vom 15. bis 18. Februar, Soldatinnen und Soldaten in Estland.

Bundeswehr/MNC NE PAO

„Die estnischen Streitkräfte sind hoch angesehene Partner und eine treibende Kraft bei der Aufrechterhaltung der Stabilität im gesamten Baltikum, besonders in diesen schwierigen Zeiten. Unsere bewährte Zusammenarbeit wird auch weiterhin zur Verbesserung der Sicherheitslage in der gesamten Region beitragen“, so von Sandrart zu Beginn der Gespräche.

Besuch auf Augenhöhe

Zwei Soldaten stehen nebeneinander in einem Büro und schauen freundlich in die Kamera.

Der militärische Befehlshaber der estnischen Streitkräfte, Generalleutnant Martin Herem (r.), begrüßt Generalleutnant Jürgen-Joachim von Sandrart.

Bundeswehr/MNC NE PAO

Der militärische Befehlshaber der estnischen Streitkräfte, Generalleutnant Martin Herem und Kusti Salm, ständiger Sekretär im estnischen Verteidigungsministerium, begrüßten den deutschen General. Die Gespräche dienten der Stärkung der Verteidigungspartnerschaften und der Erörterung neuartiger Bedrohungen im Baltikum. Von Sandrart betonte die Beständigkeit der Beziehungen zwischen dem Corps und den estnischen Verbündeten.

Kräftemultiplikator

Zwei Männer zum Foto an einem Schreibtisch

Colonel Mart Vendla (r.) Kommandeur des NATO Force Integration Unit, im Austausch mit Generalleutnant Jürgen-Joachim von Sandrart

Bundeswehr/MNC NE PAO

Während seines Aufenthalts in Estland besuchte von Sandrart auch die dem Corps unterstellten Verbände. Ihm war sehr daran gelegen, bei diesem Anlass mit den Angehörigen der NATO Force Integration Unit in Estland (NFIUNATO Force Integration Units EST) zu sprechen, die unter der Führung des estnischen Obersts Mart Vendla stehen. Der Deutsche lobte die Soldatinnen und Soldaten für ihre herausragende Arbeit und ihren Beitrag zur regionalen Sicherheit. „Die NATO Force Integration Unit in Estland fungiert als Kräftemultiplikator, der es den Verbündeten ermöglicht, sich auf den Kernauftrag zu konzentrieren, wenn sie nach Estland verlegen. Ihre Kompetenz und hervorragende Arbeit in Estland sind Ausdruck einer verbesserten regionalen Stabilität“, so der Korpskommandeur.

Die 2015 aufgestellte NFIUNATO Force Integration Units EST ist Teil der permanenten Präsenz der NATO im Baltikum. Ihr Kernauftrag besteht darin, die schnelle Verlegung von Bündniskräften nach Estland, die kollektive Verteidigungsplanung und die Koordination von Ausbildungs- und Übungsvorhaben zu unterstützen. Gleichzeitig ist die NFIUNATO Force Integration Units EST die wichtigste Schnittstelle zwischen der Host Nation und allen verbündeten Streitkräften, sei es als Bestandteil der NATO oder bei sonstigen Verteidigungsvereinbarungen.

Nahtlose Integration

In einer Halle stehen mehrere Soldaten auf einem Panzer und sprechen miteinander.

In Tapa und Tartu sind die 1. und 2. Brigade der estnischen Streitkräfte stationiert. In Tapa spricht Generalleutnant Jürgen-Joachim von Sandrart mit einer Panzerbesatzung.

Bundeswehr/MNC NE PAO

Weiterhin standen Besuche bei der 1. und 2. Brigade der estnischen Streitkräfte in Tapa und Tartu an. Der Korpskommandeur war von ihren Fähigkeiten beeindruckt. „Die estnischen Soldatinnen und Soldaten verkörpern die Kerntugenden Professionalität, Integrität und Engagement. Ich bin stolz, an Ihrer Seite zu dienen“, sagte von Sandrart.

Innerhalb der anerkannten Mission enhanced Forward Presence (eFPenhanced Forward Presence) besteht eine der Hauptaufgaben der 1. Infanteriebrigade, die britisch geführte multinationale Battlegroup in die Struktur der estnischen Streitkräfte einzugliedern. „Diese nahtlose Integration verbessert die taktischen Fähigkeiten des Multinational Corps Northeast und ist Ausdruck der Interoperabilität innerhalb des Bündnisses“, so der Kommandeur.

Schule für die Zukunft

Zahlreiche Soldaten sitzen in einer Halle, vor ihnen steht ein General und spricht zu ihnen.

Die Baltische Verteidigungsakademie wurde 1999 in Tartu gegründet. In der Militärakademie werden Stabsoffiziere der baltischen Republiken ausgebildet.

Bundeswehr/MNC NE PAO

Besondere Bedeutung kam dem Besuch des Generals beim Baltic Defence College in Tartu und dem International Centre for Defence and Security (ICDS) in Tallinn zu. Von Sandrart unterstrich die wichtige Rolle des Defence College mit seiner regionalen Ausrichtung: „Sie ebnen den Weg in die Zukunft, indem Sie die neuen Führungskräfte der Region ausbilden.“ Der General drückte auch dem Personal des ICDS seinen Dank aus und betonte die Bedeutung ihrer Expertise für das Lagebewusstsein des Corps: „Ich bin von Ihrem Fachwissen und Ihren detaillierten Einblicken in die Komplexität der Sicherheitslage im Baltikum beeindruckt“, fasste von Sandrart abschließend zusammen.

von MNC NE PAO

über das Corps

  • Auf blauem Grund kreuzen sich drei goldene Schwerter, darauf der rote Kopf eines Greifs, darunter drei silberne Wellen.

    Multinational Corps Northeast

    Erfahren Sie mehr über das Multinational Corps Northeast aus Szczecin (Stettin) in Polen, die Soldaten und ihre Aufträge.

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