Heer

Inspekteur zum Wechsel der NATO-Speerspitze

Inspekteur zum Wechsel der NATO-Speerspitze

  • Landes- und Bündnisverteidigung
  • Heer
Datum:
Ort:
Strausberg
Lesedauer:
1 MIN

Im Februar 2021 endet die gut dreijährige Bereitstellungsphase der multinationalen Schnellen Eingreiftruppe der NATO, der Very High Readiness Joint Taskforce 2019 (VJTFVery High Readiness Joint Task Force 2019), für die Deutschland den Leitverband stellte. Der Heereschef, Generalleutnant Alfons Mais, bilanziert in seinem Inspekteurbrief zum Beginn des neuen Jahres die bei diesem Auftrag gemachten Erfahrungen und gibt einen Ausblick auf die VJTFVery High Readiness Joint Task Force 2023.

Kampfpanzer fahren über eine verschneite Straße durch einen Wald.

Bei der Übung Trident Juncture in Norwegen Ende 2018 stellte die aktuelle Schnelle Eingreiftruppe der NATO ihre Einsatzbereitschaft unter Beweis.

Bundeswehr/Marco Dorow

Seit über drei Jahren steht die VJTFVery High Readiness Joint Task Force bereit für den Ernstfall, den Einsatz zur Landes- und Bündnisverteidigung. An der NATO-Speerspitze, die durch Deutschland geführt wird, beteiligen sich insgesamt neun Nationen mit circa 8.000 Soldatinnen und Soldaten, darunter fast 5.000 deutsche Soldaten.
Mit der Großübung Trident Juncture Ende 2018 in Norwegen bewies der Gefechtsverband erfolgreich die Verlegefähigkeit und die verlässliche Einsatzbereitschaft. Bereits seine Aufstellung war eine enorme Herausforderung. Rund 30.000 Artikel – vom Kampfpanzer bis zur Nachtsichtbrille – mussten an den Leitverband, die Panzerlehrbrigade 9, aus anderen Bereichen des Heeres abgegeben werden, um die anspruchsvolle Auftragserfüllung gewährleisten zu können. Insgesamt konnten „(..) wichtige Erfahrungen bei der Refokussierung auf die Landes- und Bündnisverteidigung gewonnen werden“, resümiert der Inspekteur des Heeres, Generalleutnant Alfons Mais, in seinem Inspekteurbrief Anfang des neuen Jahres.

Auf dem richtigen Weg

Kampfpanzer stehen vor ihrer Verladung in Reihe auf einer Betonfläche.

Digitaler, schneller, stärker: Die Panzergrenadierbrigade 37 bereitet sich aktuell auf ihren Auftrag bei der VJTFVery High Readiness Joint Task Force 2023 vor.

Bundeswehr/Renzo Di Leo

Für 2023, bei der nächsten Bereitstellung eines Leitverbandes, „… werden wir weitere Verbesserungen in der Materialausstattung sehen“, so Generalleutnant Mais. Das neue digitale Führungsinformationssystem sowie das Waffensystem Leopard 2A7V würden deutliche Fortschritte in der Führungsfähigkeit und Durchsetzungsfähigkeit bringen, um weiterhin die Voraussetzungen für die Einsatzbereitschaft einer verstärkten Brigade bei der Landes- und Bündnisverteidigung zu schaffen. Die Panzergrenadierbrigade 37 „Freistaat Sachsen“ mit Sitz im sächsischen Frankenberg wird als Leitverband die Führung der Eingreiftruppe übernehmen. Mit der VJTFVery High Readiness Joint Task Force kann die NATO schnell und flexibel auf sicherheitspolitische Entwicklungen reagieren.

von Peter Müller

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