Heer

Mobil im luftgestützten Einsatz

Mobil im luftgestützten Einsatz

  • Ausbildung
  • Heer
Datum:
Ort:
Celle-Wietzenbruch
Lesedauer:
2 MIN

Parallel zur laufenden Großübung Green Griffin 2021 üben Soldatinnen und Soldaten des Fallschirmjägerregiments 26 aus Zweibrücken im Ausbildungs- und Übungszentrum Celle den luftgestützten Einsatz. An der Wehranlage Oppershausen findet eine Air Assault Operation, eine Luftangriffsoperation, statt.

Ein Hubschrauber landet in einem Feld. Dort liegen mehrere Soldaten und sichern die Umgebung mit ihren Gewehren.

Die Landezone wird durch Fallschirmjäger gesichert und die Kommunikation zur Bordbesatzung des Mehrzweckhubschraubers NHNATO-Helicopter-90 mit Sanitätsausstattung steht.

Bundeswehr/Ruven Wolf

Die Aller, der größte Nebenfluss der Weser, ist für Militärfahrzeuge ein Hindernis, das nur mit viel Aufwand zu überwinden ist. „Die Wehranlage bei Oppershausen haben wir als Gewässerübergang im freien Gelände zum ersten Mal ausgewählt“, erklärt der Leitende des Durchgangs, Oberstleutnant Moritz Stones. Solche Angriffsziele seien immer komplex. Wo Infanterie sonst locker über kurze Distanzen angreift, lägen hier ein oder auch mal zwei Wasserläufe dazwischen, so Stones. Ein Angriff übers Wasser würde zu lange dauern. Da sind andere Lösungsansätze gefragt, es muss in weiteren Dimensionen geplant und gedacht werden. „Mit Tempo, Überraschung und Reichweite können hier die Stärken eines luftgestützten Einsatzes für die Landes- und Bündnisverteidigung sehr gut abgebildet werden“, so der Leitende.

Schwerpunkt: Zusammenarbeit mit Luftfahrzeugen

Ein Verwundeter liegt auf einer Trage, um ihn herum hocken Ersthelfer. Im Hintergrund landet ein Hubschrauber.

Qualifizierter Patientenlufttransport (Forward Aeromedical Evacuation) mit einem Mehrzweckhubschrauber NHNATO-Helicopter-90: Sobald das Go kommt, wird der Verwundete schnellstmöglich in den Hubschrauber gebracht und ausgeflogen.

Bundeswehr/Andrea Neuer

Die Zusammenarbeit mit Luftfahrzeugen und deren Besatzungen ist im Ausbildungs- und Übungszentrum Luftbeweglichkeit der Schwerpunkt. Fragen sind hierbei: Wie viele Soldaten können in einem leichten, wie viele in einem mittelschweren Transporthubschrauber mitfliegen? Welche Ausrüstung kann mitgenommen werden und wo können die Hubschrauber landen? Wie lange braucht ein Hubschrauber mit medizinischem Personal, um mögliche Verwundete auszufliegen? Wie bekommt die Truppe vor Ort Unterstützung von Kampfhubschraubern? Schon die Kommunikation mit den Hubschraubern braucht etwas Übung, denn es werden international verständliche Meldeformate genutzt. In der ersten Woche geht es hauptsächlich um Grundlagenunterricht und simulationsgestützte Ausbildung im Virtual Battle Space und um die Planungsprozesse rund um den luftgestützten Einsatz.

Präzise Absprachen

Ein Soldat weist einen anderen Soldaten in seine linke und rechte Grenze als Wirkungsbereich mit seiner Waffe ein.

Fallschirmjäger sichern die Annährung des Mehrzweckhubschraubers NHNATO-Helicopter-90. Präzise Absprachen untereinander sorgen dafür, dass jeder seinen Auftrag genau kennt.

Bundeswehr/Andrea Neuer

Auf den ersten Blick stechen nur die friedlich weidenden Schafe als weiße Flecken aus dem Grün der Allerwiesen heraus. Auf den zweiten Blick sieht man drei Fallschirmjäger, die konzentriert die hinter der Wiese liegende Waldkante beobachten. Von dort darf kein Feind an eine mögliche Landezone herankommen. Der Auftrag der Fallschirmjäger, die Landezone zu sichern. Die Wehranlage bei Oppershausen muss für einen anrückenden Marschkonvoi passierbar sein. „Ziel war, dass die 5. Kompanie unter einfachen Bedingungen eine Luftangriffsoperation sowohl planen als auch befehligen und gewährleisten kann“, fasst Stones nach den zwei Wochen zufrieden zusammen. „Der Ausbildungsstand wurde harmonisiert, die Handlungssicherheit gesteigert. Die Truppe hat das Übungsziel vollumfänglich erreicht“, resümiert er zufrieden.

von Andrea Neuer

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