Trinationale Führung
Der deutsche Brigadegeneral Alexander Krone (r.) kommandiert die Very High Readiness Joint Task Force doch auch die Niederlande und Norwegen sind in der Brigadeführung vertreten.
Die Landes- und Bündnisverteidigung innerhalb der NATO ist immer eine multinationale Herausforderung. Im Heer wird die Vernetzung mit Partnernationen seit jeher vorangetrieben und immer weiter vertieft. Die NATO-Übung Wettiner Heide zeigt, wie das funktioniert.
Der deutsche Brigadegeneral Alexander Krone (r.) kommandiert die Very High Readiness Joint Task Force doch auch die Niederlande und Norwegen sind in der Brigadeführung vertreten.
Gefechtsverband: Norwegen verstärkt die VJTF mit Kampfpanzern des Telemark-Bataillons aus Rena, Pionieren aus Skjold und Sanitätern aus Setermoen
Die belgischen Artilleristen sind mit der Feldhaubitze 105 mm vertreten und verstärken die Bereiche ABC-Abwehr, Militärpolizei, Operative Kommunikation und zivil-militärische Zusammenarbeit
Wettiner Heide zeigt mehr als nur Gefecht. Kampfunterstützung und Logistik werden real abgebildet. Das Versorgungsbataillon umfasst Soldaten aus Nationen.
Den niederländischen Gefechtsverband verstärken litauische Infanteristen mit ihrem GTK Boxer. Litauen nutzt die Version als Infanteriekampffahrzeug mit der 30 Millimeter Bordmaschinenkanone.
Die Tiger des Kampfhubschrauberregimentes 36 hovern möglichst tief hinter den Soldaten am Boden. Wenn sie angreifen, steigen sie blitzschnell aus dem Schwebeflug auf und bekämpfen den Gegner.
Die deutsch-niederländische Kooperation im Heer ist nicht neu. Eine niederländische Brigade ist bereits einer deutschen Division unterstellt. Mit der VJTF wird diese Zusammenarbeit nochmals erweitert.
Damit im Ernstfall alles funktioniert: Mit Fahrzeugkränen sind die Soldaten der Instandsetzung sehr flexibel. Immer wieder üben sie auch das Heben von schwierig, zu hebenden Lasten.
Im Ernstfall nutzen Sanitäter auch zivile Infrastruktur wie Sportplätze. Sanitäter betreiben dort ihre Role1, vergleichbar einer Notaufnahme, und erklären den Jüngsten, was ihre Aufgabe ist.
Es ist das erste Mal, dass die VJTF in dieser Größe und komplexen Zusammenstellung trainiert. In Duellsituationen verfügen die Soldaten über Lasertechnik und üben, wo es geht, mit Gefechtsmunition.
Wenn er auftaucht, gibt es für die Kampftruppe am Boden kein Halten. Der Kampfhubschrauber Tiger unterstützt die Soldaten am Boden mit unmittelbarem Feuer aus der Luft.
Aus Hülse mit Treibladung, Geschoss und Zünder setzen belgische Artilleristen ihre Munition zusammen. Sie können mit ihren Haubitzen auch im direkten Richten schießen. Das bedeutet, sie zielen direkt.
Auch das ist Multinationalität. Alle Fahrzeuge gehen durch die Tierseuchenprophylaxe, um die Ausbereitung von Krankheiten über Ländergrenzen hinweg zu verhindern.