Die VJTF 2023
Die Panzergrenadierbrigade 37 ist 2023 Teil der Schnellen Eingreiftruppe der NATO, der Very High Readiness Joint Task Force (VJTF).
Die Panzergrenadierbrigade 37 „Freistaat Sachsen“ ist 2023 der Leitverband der Schnellen Eingreiftruppe der NATO, der Very High Readiness Joint Task Force (VJTF). Vom 9. bis 16. März trainiert die Brigadeführung im Gefechtssimulationszentrum Heer in Wildflecken, wie man Verbände verschiedener Nationen im Verbund führt.
Im Gefechtssimulationszentrum Heer in Wildflecken übt vom 9. bis 16. März die Brigadeführung der Panzergrenadierbrigade 37
Bundeswehr/Maximilian SchulzStrategisches Ziel der Übung ist es, das Zusammenwirken des Brigadestabes mit den Stäben der unterstellten Verbände zu festigen. Die Panzergrenadierbrigade 37 bereitet sich mit dieser Übung, die nur eine einer ganzen Reihe multinationaler Übungen ist, darauf vor, für potenzielle Konflikte in einem unbekannten Territorium die ersten Kräfte zu stellen.
Bündnisverteidigung: 2023 wird die Panzergrenadierbrigade 37 „Freistaat Sachsen“ den Leitverband für die multinationalen Landanteile der VJTF stellen
Bundeswehr/Bill DrechslerDeutschland wird 2023 mit der Panzergrenadierbrigade 37 die Führung für die multinationalen Landanteile der VJTF, der sogenannten Speerspitze der NATO, übernehmen und leistet damit einen Beitrag zur Reaktionsfähigkeit des Verteidigungsbündnisses. Der mechanisierte Großverband wird in mehreren Übungen bis dahin befähigt, im VJTF-Jahr 2023 bis zu 12.000 Soldatinnen und Soldaten zu führen. Ein großer Anteil dieses Großverbandes gehört schon in der Grundstruktur der Panzergrenadierbrigade 37 an. Der übrige Anteil der eingesetzten Soldaten wird durch weitere militärische Organisationsbereiche der Bundeswehr sowie truppenstellenden NATO-Staaten beigesteuert.
Es geht darum, die multinationalen Strategien miteinander zu verknüpfen
Bundeswehr/Aufklärungsbataillon 13Multinationale Fähigkeiten müssen sich einspielen. Workshops, computergestützte Übungen bis zu Volltruppenübungen bauen aufeinander auf. Im Herbst 2020 war der Startschuss der Übungsreihe. Seitdem bereitet sich die Panzergrenadierbrigade 37 intensiv auf den VJTF-Auftrag unter dem Dach der NATO Response Force (NRF) vor. Jetzt im März 2022 ist die Gefechtsstandübung Stolzer Wettiner im Gefechtssimulationszentrum Heer der Auftakt von bisher sechs geplanten Übungen in diesem Jahr. Kooperierende Truppensteller werden mit ihren Führungseinrichtungen an den Brigadegefechtsstand der Panzergrenadierbrigade 37 angeschlossen. So wird das Zusammenwirken im Informations- und Kommunikationsverbund innerhalb der VJTF geübt.
In Vorbereitung auf die VJTF 2023 gilt: Stetige Ausbildung ist das A und O. In einem nächsten Schritt, bei der Übung Wettiner Schwert, wird dann wieder mit Volltruppe geübt.
Bundeswehr/PIZ Heer„Als Leitverband für den Landanteil der VJTF übernehmen wir eine koordinierende Rolle“, beschreibt Oberst Alexander Krone, Kommandeur der Brigade. Es komme darauf an, so Krone weiter, alle Elemente in Ausbildung, Übung, Steuerung und Zertifizierung so zusammenzusetzen, dass aus den einzelnen Fähigkeiten das große Ganze wird. Die Übung Stolzer Wettiner funktioniert als computergestützte Simulation. Strategisches und taktisches Verständnis und multinationale Befehlsgebung sind die Schwerpunkte – zunächst steht die Strategie auf dem Prüfstand. Die Bataillonskommandeure erhalten fiktive Aufträge durch den Brigadestab und führen diese in der Simulation aus.
In einem nächsten Schritt wird sich der deutsche Gefechtsverband im April bei der Übung Wettiner Schwert in der Letzlinger Heide mit Volltruppe einer weiteren Übung stellen.
von René Hinz