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Panzerstarke Reserve in der Senne

Panzerstarke Reserve in der Senne

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Datum:
Ort:
Augustdorf
Lesedauer:
2 MIN

Auf dem Truppenübungsplatz Senne bei Paderborn heißt es für die 6. Kompanie des Panzerbataillons 203 „Feuer frei!“. Oberfeldwebel Helmut Kröger, der die Bundeswehr vor 20 Jahren verlassen hat, ist jetzt wieder Kommandant auf dem Kampfpanzer Leopard. „Die Handgriffe sitzen noch, auch nach 20 Jahren“, sagt er.

Ein Kampfpanzer steht auf freier Fläche und feuert. Der Mündungsblitz ist orangerot und sehr groß.

Die Reservisten der 6. Kompanie des Panzerbataillons 203 aus Augustdorf bringen beim scharfen Schuss mit dem Leopard 2 die Erde zum Beben.

Bundeswehr/Carl Schulze

Vor rund einem Jahr wurde die 6. Kompanie feierlich in Dienst gestellt. Seitdem haben Kompaniechef Jürgen Behlke und Kompaniefeldwebel Thomas Minnich zahlreiche ehemalige Soldaten für die Einheit gewonnen. 28 Reservistendienstleistende frischen in zweieinhalb Wochen erstmal ihre Ausbildung rund um den Leopard 2 auf. Zuerst werden in den Schießsimulatoren der Augustdorfer Rommel-Kaserne alle Handgriffe geübt. „Wir müssen quasi unser Wissen entstauben“, so Kröger, der acht Jahre im Panzerbataillon 214 gedient hat. Das Bataillon war bis zum Jahresende 2002 in Augustdorf stationiert. Frank Wichmann-Glaser ist als Ladeschütze in der „Sechsten“ eingesetzt. Für ihn ist der Dienst als Reservist ein echtes Heimspiel. „Die Senne ist sozusagen meine Heimat. Ich wohne am Rand des Truppenübungsplatzes.“ Die Kameradschaft sowie die Begeisterung für die Technik sind für den 49-Jährigen der Grund, sich aktiv als Reservist im Augustdorfer Panzerbataillon 203 einzubringen.  

Panzermann für immer

Zwei Soldaten stehen vor einem Kampfpanzer Leopard 2, zwei weitere hocken auf ihm. Die Kanone des Panzers ragt nach unten.

Die Reservisten der 6. Kompanie des Panzerbataillons 203 kommen zum scharfen Schuss mit dem Leopard 2, Hauptgefreiter Frank Wichmann-Glaser (v .l.), Oberstabsgefreiter Mathias Barthelt, Stabsfeldwebel Martin Dietz und Oberfeldwebel Helmut Kröger.

Bundeswehr/Katharina Flor

Dass die Panzerbesatzungen ihr Handwerk auch nach Jahren noch beherrschen, wird am Ende des Schießtages deutlich. „Reservisten treffen 100 Prozent der Ziele“, gibt Stabsfeldwebel Martin Dietz stolz zu Protokoll. Die Panzer und die notwendige Munition stellt die 2. Kompanie des Panzerbataillons 203 für die Panzermänner der Sechsten bereit. Dietz ist als Kompanietruppführer für die Ausbildungsplanung verantwortlich. Sein Kamerad Mathias Barthelt hat in Bad Frankenhausen die Panzertruppe kennen und lieben gelernt. „Einmal Panzermann, immer Panzermann“, lautet das Motto des Oberstabsgefreiten, der als Richtschütze auf dem Leopard 2 eingesetzt ist. Für die 6. Kompanie endet das erste Ausbildungsjahr mit einem echten Höhepunkt. Helmut Kröger und seine Kameraden stehen erst am Anfang ihrer Arbeit in der Reservekompanie in Augustdorf. Sie freuen sich sehr, Teil dieser militärischen Gemeinschaft zu sein.

von Martin Walthemathe

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