Heer

Von Druck und Dichte – Wetterdienstsoldaten

Von Druck und Dichte – Wetterdienstsoldaten

  • Artillerie
  • Heer
Datum:
Ort:
Altengrabow
Lesedauer:
1 MIN

Wenn im Artillerielehrbataillon 325 Fragen zum Wetter aufkommen, ist Hauptfeldwebel Robert Conrad genau der richtige Mann. Das Wetter ist seit 15 Jahren sein Element. Die 2. Batterie des Verbandes ist sein zu Hause. Der 35-Jährige ist Wetterdienstsoldat. Mit seiner Wettergruppe, die zehn Männer und Frauen umfasst, sammelt er Informationen aus Höhen von bis zu 30 Kilometern. „Werden unsere Wetterdaten beachtet und entsprechend gehandelt, treffen die Geschütze bereits mit dem ersten Schuss. Hier bei der Übung White Eagle in Altengrabow überschießen die Panzerhaubitzen die übenden Soldaten. Mit unseren Daten werden die Flugbahnen und Trefferlagen der Granaten genau vorberechnet.“

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Zwei Soldaten laufen durchs Gelände. Einer hält einen roten Wetterballon in der Hand.

Das Wissen über die Wetterdaten macht das Schießen mit den weitreichenden Waffen sicher und effektiv. Die Granaten oder Raketen legen sehr lange Wegstrecken zurück und werden von den thermodynamischen Zustandsgrößen, wie Druck und Dichte, der Atmosphäre stark beeinflusst.

Bundeswehr/Marco Dorow
Im Inneren einer Kabine sitzen zwei Soldaten an einem Schreibtisch, einer von ihnen vor einem Laptop.

Aus verschiedenen Wetterdaten, vom Boden und aus der Luft, entsteht die Wettermeldung. Digital werden die Wetterdaten über das digitale Führungs- und Waffensystemeinsatzsystem Adler allen Beteiligten zur Verfügung gestellt.

Bundeswehr/Marco Dorow
An einem Baum hängt ein Gerät der Meteorologie. Ein Soldat liest Werte ab, ein anderer notiert sie.

Das Aspirationspsychrometer misst unbeeinflusst von der Sonnenstrahlung, Temperatur und Luftfeuchtigkeit am Boden. Daraus wird die Dichte der Luft bestimmt. Dieser Messwert ist sehr wichtig für die Artillerie.

Bundeswehr/Marco Dorow
Zwei Soldaten knien auf einer Wiese und übertragen Messewerte aus Unterlagen.

Alle Wetterdaten vom Boden werden für die Wettersonde als „Startpunkt“ festgelegt. Aus der Luft kommen weitere Wetterdaten dazu. So entsteht eine komplexe Wettermeldung bis in einer Höhe von 30 Kilometern.

Bundeswehr/Marco Dorow
Ein Soldat kniet auf einer Wiese und füllt einen großen, roten Wetterballon mit einem Gasfüllschlauch.

Helium ist der Stoff, der den Ballon aufsteigen lässt. 480.000 Liter hat die Wettergruppe vor Ort verfügbar. Ein Ballon wird mit fast 1.000 Litern gefüllt. Beim Aufsteigen wird der Ballon größer und größer. Vor dem Platzen hat er Hausgröße.

Bundeswehr/Marco Dorow
Zwei Soldaten stehen auf einer Wiese und lassen den roten Wetterballon mit einer kleinen Sonde unter dem Ballon steigen.

Bis zum Zerplatzen des Wetterballons in der Atmosphäre liefert die kleine, an ihm befestigte Sonde ihre Wetterdaten an die Bodenstation. Danach fällt sie gebremst an einem kleinen Fallschirm zu Boden. Ein Zettel erklärt dem Finder, was sie ist.

Bundeswehr/Marco Dorow

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von René Hinz

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