Glossar militärischer Begriffe
Bundeswehr erklärt von A-Z
Sie warten auf Ihren Dienstantritt bei der 3. Kompanie des Heimatschutzregiments 2? Hier finden Sie erste Informationen, mit denen Sie sich persönlich vorbereiten können.
Sehr geehrte Rekrutinnen und Rekruten,
als Kompaniechef der 3. Kompanie des Heimatschutzregiments 2 heiße ich Sie herzlich in Münster willkommen!
Kompaniechef Hauptmann Ilhan Akcay
Bundeswehr/Heimatschutzregiment 2In den kommenden sechs Monaten werden Sie bei uns Ihre Basisausbildung durchlaufen und lernen, was es bedeutet, Soldat zu sein. Sie haben sich bewusst dazu entschieden, sich für die Sicherheit unseres Landes zu engagieren – dafür danke ich Ihnen. Wir freuen uns, Sie im Kreise unserer Kameraden und Kameradinnen aufzunehmen und Sie in den vor uns liegenden Monaten militärisch auszubilden.
Sie werden bei uns in eine völlig neue Welt eintauchen: Soldatische Umgangsformen, gelebte Kameradschaft und das Tragen einer Uniform werden für Sie schnell zur Gewohnheit werden.
Hochmotivierte Ausbilderinnen und Ausbilder werden Ihnen alle militärischen Fertigkeiten vermitteln, die Sie benötigen, um im Ernstfall bestehen zu können. Und genau dafür tun wir das: Denn damit dieser Ernstfall niemals eintritt, brauchen wir eine starke Bundeswehr, die eine glaubhafte Abschreckung herstellt. Und für eine starke Bundeswehr wiederum brauchen wir Sie. Sie haben sich freiwillig für den Dienst an der Waffe gemeldet und leisten damit einen wichtigen Beitrag für unser Land!
Ich will kein Blatt vor den Mund nehmen: Die vor Ihnen liegende Ausbildung wird hart werden. Um Sie bestmöglich auf den Ernstfall vorzubereiten, ist es wichtig, Sie körperlich und psychisch zu fordern. Sie werden lernen, was es heißt, unter Stress einen kühlen Kopf zu bewahren und die richtigen Entscheidungen zu treffen.
Die Erfahrungen, die Sie auf diesem Weg sammeln, werden Sie prägen. Sie werden gemeinsam mit Ihren Kameraden und Kameradinnen unvergessliche Momente erleben. Bleiben Sie am Ball und beißen Sie sich durch, auch wenn es mal schwer wird, damit auch Sie später Geschichten aus Ihrer „Zeit beim Bund“ erzählen können. Es lohnt sich.
Viele Grüße aus Münster
Hauptmann Ilhan Akcay
Hier erhalten Sie einen Einblick, welche Ausbildungsinhalte Ihnen in der Basisausbildung vermittelt werden. Der zeitliche Ablauf und die Reihenfolge der Themen können variieren.
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Einweisung vor der Sportausbildung
Bundeswehr/Versorgungsbataillon 141
Zur Sportausbildung gehören Dehnungs- und Kräftigungsübungen unter Anleitung eines Ausbilders
Bundeswehr/Versorgungsbataillon 141
Der Stützbalken ist eins von zwölf Hindernissen auf der Hindernisbahn, er muss im Lauf übersprungen werden
Bundeswehr/Sven Fischer
Rekrutinnen und Rekruten lernen während der Waffenausbildung unter anderem, wie ein Gewehr G36 aufgebaut ist und wie es funktioniert
Bundeswehr/Heimatschutzregiment 2
Bei der Waffenausbildung lernen die Rekrutinnen und Rekruten auch verschiedene Bereitschafts- und Schießpositionen kennen
Bundeswehr/Heimatschutzregiment 2
Das Heimatschutzregiment 2 ist seit April 2023 ein aktiver Verband und hat seinen Standort in der Lützow-Kaserne in Münster
Bundeswehr/Heimatschutzregiment 2
Während der Waffenausbildung, hier mit der Pistole P8, lernen die Rekrutinnen und Rekruten den Aufbau und die Funktionsweise von Waffen
Bundeswehr/Heimatschutzregiment 1
Zur Basisausbildung gehört auch die ABCAtomar, Biologisch, Chemisch-Abwehr, also das richtige Verhalten bei einem atomaren, biologischen oder chemischen Angriff
Bundeswehr/Heimatschutzregiment 1
Während der Sanitätsausbildung wird ein Bodycheck gemacht, um sicherzustellen, dass keine weiteren Verletzungen vorliegen
Bundeswehr/Sven Fischer
Das Beruhigen von verwundeten Soldaten ist auch ein Prüfungsthema
Bundeswehr/Sven FischerHier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen.
Nach Ihrer Anreise durchlaufen Sie mehrere Stationen der Einschleusung, um Ihre persönlichen Daten zu erfassen, Ihre Unterkunft zu beziehen, die ersten Materialien zu erhalten und durch Ihre Ausbildenden eingewiesen zu werden.
In den folgenden Tagen werden Sie bei der Einkleidung mit der persönlichen Ausrüstung ausgestattet und es erfolgt die Einstellungsuntersuchung. Des Weiteren erhalten Sie die ersten Unterrichtseinheiten über die Rechte und Pflichten eines Soldaten/einer Soldatin und Wehrrecht.
Infrastrukturell bedingt erfolgt die Unterbringung überwiegend auf Vier-Personen-Stuben, die Sie sich mit drei weiteren Rekruten oder Rekrutinnen, natürlich getrennt nach Geschlechtern, teilen werden. Hier haben Sie auch Ihren Spind, in dem Sie Ihre persönliche Ausrüstung unterbringen.
Sobald Sie Dienstschluss haben, ist es Ihnen freigestellt, die Kaserne zu verlassen, um einzukaufen oder den erfolgreichen Ausbildungstag ausklingen zu lassen. Um 22:00 Uhr müssen Sie jedoch in Ihrer Unterkunft sein und ab 23:00 Uhr herrscht Zapfenstreich, also die befohlene Bettruhe.
Das Wochenende ist in der Regel dienstfrei. Um sicherzustellen, dass Sie für die anstehenden Ausbildungen anwesend und ausgeruht sind, ist Ihre Anreise in die Kaserne am jeweiligen Sonntag bis 22:00 Uhr angeordnet.
Ab dem vierten Dienstmonat ist auch eine Einteilung zu Ordnungsdiensten am Wochenende möglich. Hier versuchen wir jedoch nach Möglichkeit auf unser Stammpersonal zurückzugreifen.
Am Dienstantrittstag werden Ihre persönlichen Daten in das Personalwirtschaftssystem aufgenommen, die bereits bestehenden Daten abgeglichen und bei Bedarf korrigiert. In diesem Prozess wird Ihnen auch ein Abschlag gezahlt. Die Überweisung erfolgt grundsätzlich in den ersten zehn Tagen des ersten Dienstmonats. Hierfür ist es wichtig, dass Sie Ihre aktuelle Bankverbindung und Ihre Steueridentifikationsnummer beim Dienstantritt griffbereit haben, um eine falsche Besteuerung oder eine ausbleibende Zahlung zu vermeiden.
Im zweiten Dienstmonat werden Ihnen die Dienstbezüge für den zweiten Monat sowie die Nachzahlung des ersten Dienstmonats ausgezahlt. Die Besoldung von Soldatinnen und Soldaten erfolgt ab dann immer zum Ersten eines Monats sozusagen im Voraus.
Ja, die Fortzahlung ist möglich, da Sie sich in einer Ausbildung befinden.
Um den entsprechenden Bescheid für die zuständige Familienkasse zu erstellen, benötigen wir von Ihnen die Kindergeldnummer und den Namen der kindergeldberechtigten Person. Diese Daten nehmen wir in der ersten Woche der Basisausbildung auf und erstellen die Bescheide in der Regel bis zum ersten Freitag der Basisausbildung.
Da die Basisausbildung an einen engen Zeit- und Ausbildungsplan geknüpft ist, ist Erholungsurlaub erst ab dem siebenten Dienstmonat vorgesehen, damit keine Ausbildungsabschnitte verpasst werden.
In besonderen Fällen (zum Beispiel Geburt eines Kindes, Eheschließung, Todesfall im Familienkreis) kann aber auch vereinzelt Urlaub während der Basisausbildung gewährt werden. Dazu stehen Ihnen der Zugführer und der Kompaniefeldwebel beratend zur Seite.
Grundsätzlich sind Sie als freiwillig Wehrdienstleistender zum Wohnen in der Gemeinschaftsunterkunft verpflichtet.
Mit dem Antrag „Befreiung von der Verpflichtung zum Wohnen in der Gemeinschaftsunterkunft“ können sich auch Freiwillig Wehrdienstleistende befreien lassen, jedoch wird der Antrag während der Basisausbildung nur befürwortet, wenn schwerwiegende persönliche Gründe bestehen und Sie zu Hause unverzichtbar sind.
Da die Basisausbildung sehr fordernd ist, ein hohes Maß an Eigeninitiative erfordert und die Dienstzeiten für einige Ausbildungsabschnitte weit über die gewöhnliche Rahmendienstzeit hinausgehen, ist das Wohnen in der Gemeinschaftsunterkunft aus Gründen der Fürsorge wichtig, um Ihnen eine ausreichende Erholung zu gewährleisten. Zudem prägt das Wohnen in der Gemeinschaftsunterkunft die Kameradschaft und das Wir-Gefühl, was für den Dienst in den Streitkräften unabdingbar ist.
Sobald Sie die Unterrichtseinheiten zu soldatischen Rechten und Pflichten, Verhalten in und außer Dienst sowie die Grundlagen zum Formaldienst absolviert haben, erfolgt die „Grußabnahme“ durch den Zugführer. Damit wird überprüft, ob Sie sich soldatisch korrekt verhalten, Vorgesetzte erkennen und die Bundesrepublik Deutschland angemessen repräsentieren können. Ab diesem Zeitpunkt dürfen Sie die Uniform auch außerhalb der Kaserne tragen.
Die Grußabnahme erfolgt in der Regel innerhalb des ersten Dienstmonats, je nach Ausbildungsstand der Rekrutinnen und Rekruten.
Ihnen wird dienstlich gelieferte Ausrüstung bereitgestellt, mit der Sie für jegliche Witterungsbedingungen und alle Aufträge bestens gerüstet sind. In der Bundeswehr gilt der Grundsatz der Einheitlichkeit, der nicht nur dazu dient, dass Sie sich einfacher mit dem Soldatenberuf identifizieren können und zu einem ordentlichen Erscheinungsbild führen soll. Das soll auch dazu dienen, dass Sie selbst, Ihre Kameradinnen und Kameraden und auch Ihre Vorgesetzten immer wissen, welche Ausrüstung sich wo befindet. Das erleichtert den Ausbildenden die Ausbildung im Umgang mit der Ausrüstung und Ihren Kameradinnen und Kameraden die Zusammenarbeit. So können schnell und stresssicher wichtige Gegenstände wie Sanitätsmaterial, Munition oder Hilfsmittel gefunden werden.
Zudem hat die Nutzung von privater Ausrüstung auch Auswirkungen auf den Versicherungsschutz im Schadensfall, daher ist die Nutzung privater Ausrüstung bei uns grundsätzlich untersagt.
Grundsätzlich kann jeder Soldat bei Erfüllen der Laufbahnvoraussetzungen jederzeit einen Antrag auf Status- oder Laufbahnwechsel stellen. Die Bearbeitung des Antrags erfordert eine ausführliche Stellungnahme zu Ihrer bisherigen Leistung und unter Umständen eine truppenärztliche Untersuchung. Da aber während Ihrer Basisausbildung weder ausreichende Grundlagen für eine Stellungnahme vorliegen, noch Zeit für umfangreiche Untersuchungen besteht, empfehlen wir, den Antrag auf Status- und/oder Laufbahnwechsel zum Ende der Basisausbildung zu stellen.
Während der Basisausbildung führen wir regelmäßige Informations- und Beratungsgespräche zur Personalbindung und -entwicklung durch und nehmen Ihre Wünsche bereits gern zur Kenntnis, um uns ein Bild von Ihnen zu verschaffen und die spätere Bearbeitung von Anträgen zu beschleunigen.
Grundsätzlich können Sie jederzeit einen Versetzungsantrag stellen. Die Möglichkeit und der Termin der Versetzung richten sich aber nach den freien Kapazitäten des Wunschstandortes sowie der Möglichkeit, ob die Basisausbildung auch am Wunschstandort fortgesetzt werden kann.
Hierzu führen wir regelmäßige Informations- und Beratungsgespräche durch.
Wenn wichtige Ausbildungsabschnitte in der Basisausbildung zum Beispiel wegen Krankheit verpasst werden oder das Ausbildungsziel nicht erreicht wird, kann es notwendig sein, diese Ausbildungsabschnitte nach der Basisausbildung zu wiederholen. Das passiert in der Regel entweder bei uns in der 3. Kompanie oder, falls Sie für einen anderen Truppenteil geplant sind, in der zukünftigen Stammeinheit.
Innerhalb der ersten sechs Monate befinden Sie sich in der Probezeit. In dieser Zeit können Sie mit einer Frist von vier Wochen zum nächsten 15. oder letzten Tag eines Monats kündigen. Falls Sie eine Zusage für einen Ausbildungs- oder Studienplatz nachweisen können, ist eine Kündigung zu diesem Termin auch möglich.
Bedenken Sie, dass auch wir in der Lage sind, Sie bei mangelnder Eignung oder schweren Verfehlungen innerhalb der Probezeit zu kündigen. Falls der Truppenarzt im Rahmen der Einstellungsuntersuchung feststellt, dass Sie nicht verwendungsfähig sind, können Sie auch kurzfristiger entlassen werden.
Ja, es stehen in der Lützow-Kaserne Parkplätze zur Verfügung. Ab dem Datum der Einberufung sind Sie berechtigt, das Kasernengelände nach Vorzeigen des Einberufungsbescheides (in Verbindung mit Personalausweis oder Reisepass), mit Ihrem Privat-KfzKraftfahrzeug zu befahren. Am Tag der Einschleusung wird Sie die Wache hierzu auf den zugewiesenen Parkplatz leiten. Während Ihrer Basisausbildung ist Ihnen gemäß der Parkordnung der Lützow-Kaserne der Parkplatz P1 zugewiesen.
Bundeswehr erklärt von A-Z
Kompaniefeldwebel
Personalfeldwebel
Geschäftszimmer
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