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Heer Auf dem goldenen Wappen ist ein schwarzer, rechtsgewendeter Löwe mit roter Zunge und roten Krallen.

Heimatschutzdivision

Deutschland in Deutschland verteidigen. Genau das ist der Auftrag der Heimatschutzdivision und ihrer sechs Regimenter. Welche Aufgaben Heimatschutzkräfte genau erfüllen, wer dazu gehört und wie man Heimatschützerin beziehungsweise Heimatschützer wird, erfahren Sie hier.

Heimatschutz ist ein Markenzeichen der Bundeswehr. Er ist ein wesentlicher Teil der Landes- und Bündnisverteidigung. Im Verteidigungsfall muss die Bundeswehr zwei große Aufgaben erfüllen: Erstens muss sie sich mit ihren Streitkräften dort feindlichen Kräften stellen, wo das Verteidigungsbündnis angegriffen wird. Zur aktuellen sicherheitspolitischen Lage gehört die Bedrohung an der Ostflanke der NATONorth Atlantic Treaty Organization. Zweitens muss die Bundeswehr auf dem eigenen Territorium für Sicherheit sorgen und dafür, dass Deutschland als logistische Drehscheibe der NATONorth Atlantic Treaty Organization reibungslos funktioniert. Genau das macht Heimatschutz. 

Auftrag

Zu den Kernaufgaben des Heimatschutzes der Bundeswehr gehören:

Objektschutz: Heimatschutzkräfte sichern und beschützen kritische Infrastruktur, die für die Verteidigung der Heimat und für die Logistik der Drehscheibe Deutschland wichtig ist: Häfen, Flughäfen, Brücken, Bahnlinien, Energieanlagen, digitale Netze und andere verteidigungswichtige Infrastruktur.

Drohnenabwehr: Heimatschutzkräfte kümmern sich um die Aufklärung und Abwehr von Drohnen, die im Inland kritische Infrastruktur ausspähen und bedrohen.

Host Nation Support: Heimatschutzkräfte sichern die Bewegungsfreiheit für eigene und verbündete Truppen, die sich in Deutschland auf ihren Einsatz vorbereiten, auf dem Marsch zu ihrem Einsatzort sind, oder um die abgesicherte Rückführung von unter anderem beschädigtem Material, Verwundeten und Kriegsgefangenen.

Ausbildung: Die Ausbildungskompanien der Heimatschutzregimenter bringen Soldatinnen und Soldaten das militärische Handwerk bei und bilden den Nachwuchs für die eigenen Verbände aus.

Katastrophenhilfe: Heimatschutzkräfte unterstützen zivile Behörden im Zuge der Amtshilfe bei der Bewältigung von Naturkatastrophen und bedrohlichen Großschadensereignissen. Diese Amtshilfe ist im Grundgesetz klar geregelt. 

Die Struktur der Division

Die Heimatschutzdivision führt Stand 2026 sechs Heimatschutzregimenter mit insgesamt 60 Heimatschutzkompanien an 42 Standorten in Deutschland. Sitz des Divisionskommandeurs und seines Stabes ist Berlin. Zu jedem Heimatschutzregiment gehört eine Ausbildungskompanie. Hier werden Frauen und Männer, die sich bei der Bundeswehr für bis zu zwölf Monate zum Dienst an der Waffe bereiterklären, ein halbes Jahr lang militärisch für die Landesverteidigung ausgebildet.

Die Heimatschutzdivision wurde im April 2025 aufgestellt. Zu diesem Zeitpunkt gab es bereits mehrere Heimatschutzregimenter und Heimatschutzkompanien, die von den Landeskommandos geführt wurden. 

Die Division als zentrale Führungsebene garantiert eine klare und einheitliche Steuerung aller Heimatschutzkräfte. Ausbildungs- und Einsatzstandards werden optimiert, die Reaktionsfähigkeit in Krisensituationen gesteigert und die Zusammenarbeit mit dem Feldheer der Bundeswehr verbessert. All das stärkt spürbar die Einsatzbereitschaft der Heimatschutzkräfte. Außerdem kann die Bundeswehr die Ressourcen für den Heimatschutz gezielter einsetzen und Einsätze besser koordinieren. 

Schon denkt die Bundeswehr an den weiteren Ausbau. Der Heimatschutz wird in den kommenden Jahren um zusätzliche Einheiten aufwachsen. So wird die Bundeswehr sicherstellen, dass die Heimatschutzkräfte im Krisenfall zur schnellen Reaktion fähig sind.

Kommandeur

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Fragen und Antworten

Sind alle Heimatschutzkräfte Reservistendienstleistende?

Im Heimatschutz engagieren sich vor allem Reservistinnen und Reservisten. Sie bekleiden auf allen Ebenen die meisten Posten, angefangen bei den Mannschaftsdienstgraden in den Kompanien über ihre Kompaniechefs bis hin zum Regimentskommandeur.

Ganz ohne aktiven Stamm kommt der Heimatschutz jedoch nicht aus. Sowohl in der Division als auch in den Regimentern unterstützen aktive Soldatinnen und Soldaten die Reservedienstleistenden bei der Arbeit. Über alle Ebenen gezählt sind das rund 500 Berufs- und Zeitsoldatinnen und -soldaten. 

Eine Sonderstellung nehmen die neuen Soldatinnen und Soldaten ein, die ihre Ausbildung im Heimatschutz durchlaufen. Nach der aktiven Dienstzeit üben auch diese Heimatschutzkräfte in aller Regel weiter in einer Heimatschutzkompanie, die ihnen als militärische Heimat zugeteilt wird – in der Fachsprache der Bundeswehr heißt das: Sie üben in der Kompanie, in der sie beordert werden. Dieses Engagement in der Reserve der Bundeswehr erfolgt freiwillig und je nach privater und beruflicher Abkömmlichkeit. 

Welche Voraussetzungen muss man mitbringen, um Soldatin oder Soldat im Heimatschutz zu werden?

Körperlich und geistige Fitness, ein einwandfreies Führungszeugnis, die deutsche Staatsangehörigkeit – das zählt zu den Grundvoraussetzungen für den Dienst im Heimatschutz. 

Wer sich für die Ausbildung im Heimatschutz der Bundeswehr interessiert, sollte bei Ausbildungsbeginn zwischen 18 und 57 Jahre alt sein. Je jünger, desto besser. Denn die Ausbildung ist mit Blick auf die körperliche Fitness nicht zuletzt auch eine Herausforderung. 

Außerdem ist eine Sicherheitsüberprüfung durch den Militärischen Abschirmdienst obligatorisch. Das gilt für alle Soldatinnen und Soldaten und die, die es werden möchten. Der Grund: Die Bundeswehr ist kein Tummelplatz für Extremisten. Denn wir schützen unsere freiheitliche demokratische Gesellschaft und ihre Verfassung: das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland. 

Können auch Wehrdienstverweigerer Heimatschützer bei der Bundeswehr werden?

Auch ehemalige Wehrdienstverweigerer können Reservistendienst bei der Bundeswehr leisten. Voraussetzung ist jedoch, dass sie ihre Verweigerung schriftlich widerrufen. Dafür reicht ein formloses Schreiben an das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in Berlin.

Bei Wehrdienstverweigerern stellt sich grundsätzlich auch noch die Frage, ob sie vor ihrer Verweigerung bereits an einer militärischen Ausbildung teilgenommen haben oder nicht? Wer erst verweigert hat, nachdem er bei der Bundeswehr zum Soldaten ausgebildet worden ist, lässt sich nach dem Widerruf seiner Verweigerung leichter als Reservist wieder eingliedern als diejenigen, die überhaupt noch keine praktische Erfahrung bei der Bundeswehr gesammelt haben, die sogenannten Ungedienten. 

Braucht man Vorerfahrungen?

Wer über keine Vorerfahrung bei der Bundeswehr verfügt, muss das militärische Handwerk von der Pike auf erlernen. Das ist auf zwei Arten möglich: Erstens man verpflichtet sich für mindestens sieben Monate zum Dienst in der Bundeswehr. Wer das zeitlich nicht stemmen kann und sich stattdessen für eine nebenberufliche Ausbildung interessiert, kann sich – zweitens – für die Ausbildung der Ungedienten bewerben. Für diese ist das Streitkräfteamt zuständig. 

Sie können dem Streitkräfteamt Ihr Interesse an der Ausbildung für Ungediente über die folgende Mail-Adresse mitteilen: Reserve@Bundeswehr.org

Muss der Arbeitgeber den Reservistendiensten zustimmen?

Der Arbeitgeber ist nicht verpflichtet, Mitarbeiter für eine Übung bei der Bundeswehr freizustellen. Viele Arbeitgeber verstehen die Freistellung jedoch als Teil ihrer gesamtgesellschaftlichen Unternehmerverantwortung (Corporate Citizenship). Insbesondere Heimatschutzkräfte kommen im Konfliktfall im Schwerpunkt in ihrer Heimatregion zum Einsatz, tragen also zur gesamtstaatlichen Sicherheitsvorsorge und Resilienz bei. Das gleiche gilt auch für Einsätze bei Naturkatastrophen im Zuge der Amtshilfe. 

Wie oft müssen Reservistendienstleistende im Heimatschutz üben?

Bis zu 14 Tage pro Jahr sind in aller Regel erforderlich, wenn man seine militärischen Fähigkeiten und sein Wissen frisch halten möchte. Viele leisten allerdings mehr, um sich weiterzuentwickeln und ihre Kameradinnen und Kameraden zu treffen. Insbesondere die mehrtägigen Übungen auf einem Truppenübungsplatz sind Erlebnisse, die zusammenschweißen. 

Die Heimatschutzkompanien teilen ihren Soldatinnen und Soldaten der Reserve frühzeitig mit, wann die nächsten Übungstage und Ausbildungstermine stattfinden sollen. So kann jede und jeder Einzelne den eigenen Einsatz gut vorausplanen und mit dem Arbeitgeber abstimmen. Eine Verpflichtung zur Teilnahme besteht nicht. Reservistinnen und Reservisten können folglich einfach Nein sagen, wenn sie bei einzelnen Terminen verhindert sind. Ob aus persönlichen oder beruflichen Gründen, spielt keine Rolle. 

Bei Naturkatastrophen können Übungstage kurzfristig anfallen. Dann rufen zivile Behörden gern den Heimatschutz über den Weg der Amtshilfe zu Hilfe. Aber auch hier gilt: Die Reservistinnen und Reservisten haben es letztlich selbst in der Hand zu entscheiden, ob sie sich kurzfristig aus ihrem Job loseisen und zum Beispiel bei der Bewältigung der Folgen einer Überschwemmung oder Schneekatastrophe mithelfen können.

Die Standorte der Regimenter

Eine graue Deutschlandkarte mit blauen Flächen an den Orten der Dienstsitze
  • Heimatschutzregiment 2

    Manfred-von-Richthofen-Straße 8-20, 48145 Münster, Nordrhein-Westfalen

  • Heimatschutzregiment 3

    Clausewitz-Kaserne, Am Rehhagen 10, 31582 Nienburg, Niedersachsen

  • Heimatschutzregiment 4

    Krummenorter Heide 7-10, 24791 Alt Duvenstedt, Schleswig-Holstein

  • Heimatschutzregiment 5

    Halbmondsweg 98, 99885 Ohrdruf, Thüringen

  • Heimatschutzregiment 1

    Otto-Lilienthal-Kaserne, Kiliansdorf-Siedlung 1, 91154 Roth, Bayern

  • Heimatschutzregiment 6

    Bergstraße, 39291 Möckern OT Dörnitz, Sachsen-Anhalt

  • Heimatschutzdivision

    Julius-Leber-Kaserne, Kurt-Schumacher-Damm 41, 13405 Berlin

Kontakt

Auf dem goldenen Wappen ist ein schwarzer, rechtsgewendeter Löwe mit roter Zunge und roten Krallen.

Unsere Anschrift

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Kurt-Schumacher-Damm 41
Julius-Leber-Kaserne
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0800 980 08 80 Hotline zur Karriereberatung
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