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Heer Auf dem goldenen Wappen ist ein schwarzer, rechtsgewendeter Löwe mit roter Zunge und roten Krallen.

Heimatschutzdivision

Die Heimatschutzdivision wird zum 1. April 2025 aufgestellt und dem Heer unterstellt. Sie bündelt alle Heimatschutzkräfte der Bundeswehr unter einer zentralen Führung und sorgt für eine gezielte Ausbildung, bessere Einsatzkoordination und eine schnellere Reaktionsfähigkeit.

Die Heimatschutzdivision der Bundeswehr fasst alle bisherigen Heimatschutzregimenter und -kompanien zusammen und stellt eine eigenständige Struktur im Heer dar. Ihr Operationsraum ist ausschließlich das deutsche Staatsgebiet. Während das Feldheer im Verteidigungsfall vor allem an der NATONorth Atlantic Treaty Organization-Ostflanke operiert, bleibt die Heimatschutzdivision innerhalb Deutschlands aktiv.

Auftrag

Die Heimatschutzdivision der Bundeswehr umfasst den Schutz Deutschlands, die Unterstützung ziviler Behörden und die Sicherung kritischer Infrastruktur.

Zu den Aufgaben der Heimschutzkräfte gehören:

Einheitliche Führung für mehr Effizienz

Mit der Neustrukturierung der Heimatschutzkräfte unter einer zentralen Führung wird die Einsatzbereitschaft der Bundeswehr erheblich gesteigert. Während die Einheiten bisher dezentral durch die Landeskommandos geführt wurden, ermöglicht die neue Heimatschutzdivision eine klare und einheitliche Steuerung aller Kräfte. Dadurch werden Ausbildungs- und Einsatzstandards optimiert, was die Reaktionsfähigkeit in Krisensituationen verbessert. Zudem wird die Zusammenarbeit mit dem Feldheer der Bundeswehr optimiert, sodass Ressourcen gezielter eingesetzt und gemeinsame Einsätze besser koordiniert werden können. Die strukturelle Trennung der Aufgaben zwischen dem Feldheer und der Heimatschutzdivision trägt dazu bei, klare Zuständigkeiten zu schaffen.

Die Struktur der Division

Die Heimatschutzregimenter der Bundeswehr sind über ganz Deutschland verteilt, um im Krisenfall eine schnelle Reaktionsfähigkeit und umfassende Unterstützung im Inland zu gewährleisten. Aktuell bestehen Regimenter in Roth (Bayern), Münster (Nordrhein-Westfalen), Nienburg (Niedersachsen), Alt Duvenstedt (Schleswig-Holstein), Ohrdruf (Thüringen) und Möckern/Altengrabow (Sachsen-Anhalt).

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Fragen und Antworten

Sind alle Heimatschutzkräfte Reservistendienstleistende?

Die Heimatschutzregimenter setzen sich aus Reservistendienstleistenden zusammen. Auch der Regimentskommandeur oder die -kommandeurin ist ein Oberst der Reserve. Sie werden von 20 bis 30 Zeit- oder Berufssoldatinnen oder -soldaten pro Regiment unterstützt.

Eine Sonderstellung nehmen die jährlich bis zu 1.000 Freiwillig Wehrdienstleistenden im Heimatschutz ein. Ihre Grundausbildung und Spezialgrundausbildung unterscheiden sich in den ersten sieben Monaten nicht von der, die auch andere aktive Soldatinnen und Soldaten am Anfang durchlaufen. Danach üben sie wie alle anderen Reservistendienstleistenden auf freiwilliger Basis und je nach privater und beruflicher Abkömmlichkeit.

Welche Voraussetzungen muss man mitbringen, um Soldatin oder Soldat im Heimatschutz zu werden?

Körperliche und geistige Fitness, ein einwandfreies Führungszeugnis und die deutsche Staatsangehörigkeit zählen zu den Grundvoraussetzungen, um Reservistendienst im Heimatschutz leisten zu können. Interessierte sollten dabei bei Beginn der Ausbildung idealerweise zwischen 18 und 57 Jahre alt sein. Vor der Einstellung oder spätestens zu Beginn der Ausbildung erfolgt die für alle Soldatinnen und Soldaten vorgeschriebene Sicherheitsüberprüfung durch den Militärischen Abschirmdienst, um Interessierte mit extremistischen Tendenzen vom Dienst in der Bundeswehr auszuschließen.

Der Einstieg in den Heimatschutz ist dabei sowohl über den Freiwilligen Wehrdienst „Dein Jahr für Deutschland“ als auch als Direkteinstieg mit und ohne militärische Vorerfahrung möglich. Auch Menschen, die bereits in Blaulichtorganisationen wie der Feuerwehr oder dem Technischem Hilfswerk aktiv sind, können Reservistendienst im Heimatschutz leisten. Sie sollten jedoch ihre tatsächliche Verfügbarkeit für Krisenfälle mit ihrem Dienstherrn oder Arbeitgeber abstimmen.

Können auch Wehrdienstverweigerer Heimatschützer bei der Bundeswehr werden?

Wehrdienstverweigerer können Reservistendienst im Heimatschutz der Bundeswehr leisten, müssen jedoch zunächst ihre Verweigerung schriftlich, aber formlos beim Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, 11018 Berlin widerrufen.

Muss der Arbeitgeber den Reservistendiensten zustimmen?

Der Arbeitgeber ist nicht verpflichtet, die Reservistendienstleistenden für ihre Übungen freizustellen. Viele Arbeitgeber verstehen die Freistellung jedoch als Teil ihrer gesamtgesellschaftlichen Unternehmerverantwortung (Corporate Citizenship). Insbesondere Heimatschutzkräfte kommen im Katastrophen- oder Konfliktfall im Schwerpunkt in ihrer Heimatregion zum Einsatz, tragen also zur gesamtstaatlichen Sicherheitsvorsorge und Resilienz bei.

Wie oft müssen Reservistendienstleistende im Heimatschutz üben?

Bis zu 14 Tage pro Jahr sind in der Regel erforderlich, um die erlernten militärischen Fähigkeiten zu erhalten. Die Übungs- und Ausbildungstermine werden gebündelt in mehreren Blöcken angesetzt und rechtzeitig angekündigt. Eine Verpflichtung zur Teilnahme besteht jedoch nicht, falls Reservistinnen und Reservisten aus persönlichen oder beruflichen Gründen an einzelnen Terminen verhindert sind.

Zusätzliche Übungstage können anfallen, wenn die Reservistendienstleistenden aus den Heimatschutzregimentern und -kompanien in der Amtshilfe beispielsweise bei Überschwemmungen oder Schneekatastrophenhilfe unterstützen.

Die Standorte der Regimenter

Eine graue Deutschlandkarte mit blauen Flächen an den Orten der Dienstsitze
  • Heimatschutzregiment 2

    Manfred-von-Richthofen-Straße 8-20, 48145 Münster, Nordrhein-Westfalen

  • Heimatschutzregiment 3

    Clausewitz-Kaserne, Am Rehhagen 10, 31582 Nienburg, Niedersachsen

  • Heimatschutzregiment 4

    Krummenorter Heide 7-10, 24791 Alt Duvenstedt, Schleswig-Holstein

  • Heimatschutzregiment 5

    Halbmondsweg 98, 99885 Ohrdruf, Thüringen

  • Heimatschutzregiment 1

    Otto-Lilienthal-Kaserne, Kiliansdorf-Siedlung 1, 91154 Roth, Bayern

  • Heimatschutzregiment 6

    Bergstraße, 39291 Möckern OT Dörnitz, Sachsen-Anhalt

  • Heimatschutzdivision

    Julius-Leber-Kaserne, Kurt-Schumacher-Damm 41, 13405 Berlin

Kontakt

Auf dem goldenen Wappen ist ein schwarzer, rechtsgewendeter Löwe mit roter Zunge und roten Krallen.

Unsere Anschrift

Heimatschutzdivision
Kurt-Schumacher-Damm 41
Julius-Leber-Kaserne
13405 Berlin

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0800 980 08 80 Hotline zur Karriereberatung
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