Glossar militärischer Begriffe
Bundeswehr erklärt von A-Z
Sie warten auf Ihren Dienstantritt bei der 3. Kompanie des Heimatschutzregiments 3? Hier finden Sie erste Informationen, mit denen Sie sich persönlich vorbereiten können.
Sehr geehrte Rekrutinnen und Rekruten,
als Kompaniechef der 3. Kompanie des Heimatschutzregiments 3 möchte ich Sie herzlich
in Nienburg/Weser, dem Standort Ihrer angehenden Basisausbildung, willkommen
heißen.
Sie haben sich bewusst dazu entschieden, Soldat zu werden, was in Anbetracht
der derzeitigen sicherheitspolitischen Lage keine Selbstverständlichkeit darstellt.
Dafür zolle ich Ihnen Respekt und Anerkennung.
In den kommenden sechs Monaten werden Sie bei uns Ihre Basisausbildung
durchlaufen. Sie ist der Grundstein für Ihren weiteren militärischen Werdegang.
Für Sie bedeutet das den Schritt in eine andere Welt, in der viel Neues auf Sie
zukommen wird – soldatische Umgangsformen, das Tragen einer Uniform, Leben in
der militärischen Gemeinschaft, Waffen-, Schieß- sowie Sanitätsausbildung, das
sogenannte Leben im Felde und vieles mehr. Begleitend wird Ihre körperliche
Leistungsfähigkeit auf die Probe gestellt und fortlaufend gesteigert.
Mein Ausbildungspersonal wird Ihnen dafür das nötige Handwerkszeug mit auf den
Weg geben und Ihnen jederzeit mit Rat und Tat zur Seite stehen, damit Sie das
abwechslungsreiche sowie zweifelsfrei auch fordernde Ausbildungsprogramm
erfolgreich absolvieren können. Seien Sie versichert, wir verlangen nichts
Unmögliches. Ich fordere Sie dazu auf, die kommende Zeit auch zur persönlichen Weiterbildung
sowie zum Austausch mit Ihren Kameradinnen und Kameraden zu nutzen. Jeder von
uns kann voneinander lernen und nur so können wir alle jeden Tag noch ein bisschen
besser werden. Eines kann ich Ihnen versprechen: Die Erfahrungen, die Sie im Rahmen Ihrer
Basisausbildung machen, werden Sie prägen. Sie werden gemeinsam mit Ihren
Kameradinnen und Kameraden viele Erlebnisse teilen, die Sie nie wieder vergessen.
Daher halte ich Sie dazu an: Bleiben Sie dabei und beißen Sie sich durch – damit auch
Sie Geschichten aus Ihrer „Zeit beim Bund“ erzählen können. Es lohnt sich.
Abschließend möchte ich Ihnen eine stressfreie Anreise in die Clausewitz-Kaserne
und einen gelungenen Auftakt Ihrer Zeit in der Bundeswehr wünschen.
Mit den besten Wünschen
Maximilian Kietzmann
Hauptmann und Kompaniechef
Sehr geehrte Kameradinnen und Kameraden,
als Kompaniefeldwebel der 3. Kompanie des Heimatschutzregiments 3 möchte ich Sie herzlich willkommen heißen. Ich freue mich, dass Sie sich für den Dienst in der Bundeswehr entschieden haben und demnächst Ihren Dienstantritt bei uns absolvieren werden. Mit diesem Schritt haben Sie sich bewusst für eine besondere Aufgabe entschieden – für Verantwortung, Kameradschaft und Einsatzbereitschaft im Dienst unseres Landes.
Der Beginn der militärischen Ausbildung ist ein prägender Abschnitt. Neben den zahlreichen soldatischen Fähigkeiten werden Sie viel Neues erfahren, insbesondere, welche Tugenden in der Truppe und für die Kameradschaft von Bedeutung sind. Am Ende wird die Erfahrung über Sie selbst, Ihre Disziplin und Ihren Respekt prägend und gewinnbringend für Ihre Zukunft sein – davon bin ich überzeugt.
Seien Sie stets motiviert und bereit, sich auf neue Herausforderungen einzulassen. Zeigen Sie Initiative und halten Sie sich an die Regeln – dann werden Sie schnell ein fester Teil unserer Gemeinschaft. Ich wünsche Ihnen einen erfolgreichen Start, viel Durchhaltevermögen und Freude an Ihrer neuen Aufgabe.
Wir freuen uns darauf, Sie bald in unserer Einheit begrüßen zu dürfen.
Mit den besten Wünschen
Stefan Kutschka
Hauptfeldwebel und Kompaniefeldwebel
Hier erhalten Sie einen Einblick, welche Ausbildungsinhalte Ihnen in der Basisausbildung vermittelt werden. Der zeitliche Ablauf und die Reihenfolge der Themen können variieren.
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Die Clausewitz-Kaserne verfügt über ein eigenes, modernisiertes Schwimmbad. Hier wird die Schwimmfähigkeit aller Rekrutinnen und Rekruten überprüft.
Bundeswehr/Jürgen Kapella
Rekruten nehmen die Drahtgasse der Hindernisbahn in der tiefsten Gangart, dem Kriechen. Die Hindernisbahn ist ebenso auf dem neuesten Stand wie alle anderen Ausbildungseinrichtungen der Nienburger Clausewitz-Kaserne.
Bundeswehr/Jürgen Kapella
Auf der angrenzenden Standortschießanlage werden die Rekrutinnen und Rekruten sorgfältig an den wichtigsten Handwaffen ausgebildet
Bundeswehr/Jürgen Kapella
In der Ausbildung zum Einsatzersthelfer lernen die Soldatinnen und Soldaten, Schusswunden und Verletzungen unter Einsatzbedingungen zu versorgen und die Rettungskette einzuleiten
Bundeswehr/Ulrich Baade
Das Gelöbnis – ein feierlicher Moment, der das Zugehörigkeitsgefühl stärkt: Stellvertretend für alle angetretenen Rekrutinnen und Rekruten legt die Gelöbnisabordnung den Eid an der gesenkten Truppenfahne ab
Bundeswehr/Ulrich Baade
Wer sich entschließt, beim Heimatschutz zu bleiben, wird in den Linienkompanien weiter ausgebildet, zum Beispiel beim Gruppengefechtsschießen auf dem Truppenübungsplatz Senne
Bundeswehr/Ulrich Baade
Befehlsausgabe und Orientierung am Geländesandkasten: An einer Nachbildung des Geländes in Miniaturform aus Blättern, Ästen und Sand wird besprochen, wie die Trupps im Gelände vorgehen sollen
Bundeswehr/Attena Nagahi
Der gemeinsame Einsatz mit zivilen Rettungskräften wird in realitätsnahen Szenarien geübt
Bundeswehr/Attena Nagahi
Der Objektschutz ist eine der Kernkompetenzen der Heimatschutzkräfte. Dazu gehört, wie hier, die Errichtung von Checkpoints und deren Betreibung.
Bundeswehr/Ulrich Baade
Das mobile Störsender HP47+ wird im Heimatschutz zur Drohnenabwehr eingesetzt. Entsprechend werden die Rekrutinnen und Rekruten daran ausgebildet.
Bundeswehr/Attena Nagahi
Der Standortübungsplatz Nienburg-Langendamm aus der Drohnenperspektive – aufgenommen und wiedergegeben beim Besuchertag der Übung National Guardian 2024 des Heimatschutzes
Bundeswehr/Attena Nagahi
Bei der Übung National Guardian 2025 in Rostock trainierten Heimschutzkräfte die Sicherung eines Flugfeldes in Betrieb
Bundeswehr/Ulrich BaadeHier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen.
Das kann passieren. Sie müssen an verschiedenen Ausbildungen teilgenommen haben, um die Basisausbildung erfolgreich abschließen zu können. Sind Sie zum Beispiel an einem wichtigen Ausbildungsabschnitt krank zu Hause, dann kann dieser Ihnen nicht angerechnet werden. Sie haben die Möglichkeit, einige Ausbildungen in Ihrer Stammeinheit nachzuholen. Jedoch sollten Sie sich bewusst sein, dass Sie eventuell ohne bestandene Basisausbildung in Ihre Einheit geschickt werden können beziehungsweise möglicherweise die Basisausbildung wiederholen müssen.
Nein, das ist nicht möglich. Während der Basisausbildung haben unsere Personalbearbeiterinnen und -bearbeiter kaum Daten von Ihnen – weder den Beleg über eine bestandene Basisausbildung noch den ärztlichen Befund, dass Sie für die andere Laufbahn geeignet sind.
Nach der Basisausbildung können Sie gern einen solchen Antrag in Ihrer Stammeinheit stellen. Dann ist ein Status- oder Laufbahnwechsel möglich.
Nur bedingt. Sie können einen formlosen Antrag auf „Heimschläfer“ stellen, jedoch müssen Sie vorweisen können, dass Sie zu Hause unverzichtbar sind.
Das bedeutet: Sie haben einen Pflegefall zu Hause und müssen sich abends um diesen kümmern. Dafür müssen Sie ein ärztliches Attest beziehungsweise den Pflegeschein vorlegen. Oder Sie sind alleinerziehend und müssen sich um Ihr Kind kümmern. Hier kommt es darauf an, ob Sie eine Familie haben, die das Kind unter der Woche versorgen kann, oder ob Sie wirklich ganz auf sich allein gestellt sind. Das wird vom Kompaniefeldwebel und vom Kompaniechef im Einzelfall betrachtet und bewertet.
Möchten Sie jedoch nach dem Dienst noch einige Dinge einkaufen gehen oder den erfolgreichen Ausbildungstag ausklingen lassen, können Sie das Kasernengelände verlassen. Was Sie in diesem Fall unbedingt mitführen müssen, ist Ihr Truppenausweis oder vorläufiger Truppenausweis, um ihn an der Wache vorzeigen zu können.
Kindergeldbezug während der Basisausbildung ist selbstverständlich möglich. Sie befinden sich in einer Ausbildung und somit steht Ihnen das Kindergeld zu. Sie müssen allerdings darauf achten, dass Sie Ihrer Familienkasse diese Information zukommen lassen, beispielsweise telefonisch oder per E-Mail.
Wurden Sie eingeplant, erhalten Sie von uns einen „Willkommensbrief“. Darin befindet sich Ihr Einberufungsbescheid, den Sie Ihrer Familienkasse als Bestätigung des Dienstantritts übermitteln können. Bei Problemen können Sie sich an das Geschäftszimmer der 3. Kompanie des Heimatschutzregiments 3 wenden.
Urlaub während der Basisausbildung ist durchaus möglich, jedoch wird Ihnen der Urlaub entweder befohlen (zum Beispiel Weihnachten und Ostern) oder Sie haben einen wichtigen Termin (Zeugenaussage, Vorladung, Facharzttermin oder Ähnliches).
Wenn es einen Todesfall in Ihrer Familie gibt oder Ihre Hochzeit in die Basisausbildung fällt, können Sie zusätzlichen Urlaub beantragen. Die Genehmigung liegt bei der Kompanieführung, sprich dem Kompaniefeldwebel und dem Kompaniechef.
Hier müssen Sie ganz besonders aufpassen, denn im ersten Monat wird Ihnen nur ein Abschlag überwiesen. Erst im Monat darauf erhalten Sie den Rest, sodass Sie auf Ihr eigentliches Nettogehalt kommen.
Rekrutinnen und Rekruten, die eine Wohnung bezahlen müssen beziehungsweise laufende Kosten zu decken haben, sollten sich somit etwas beiseitelegen, um nicht mit der Zahlung in Verzug zu kommen.
Natürlich sind Sie stolz auf Ihre Ausbildung und Ihre Uniform, die Sie tagtäglich tragen. Zudem hat man nach einem ausbildungsreichen Tag manchmal keine Lust mehr, sich umzuziehen, um kurz einkaufen zu gehen. Oder Sie möchten Ihrer Familie oder Ihrer Partnerin beziehungsweise Ihrem Partner zeigen, wie gut Ihnen die Uniform steht.
Sie dürfen jedoch die Uniform außerhalb der Kaserne erst tragen, nachdem die ersten grundsätzlichen Unterrichtseinheiten abgehalten, Formaldienst ausgebildet und die Grußabnahme durch den Zugführer durchgeführt worden sind. So soll gewährleistet werden, dass Sie sich auch außerhalb der Kaserne soldatisch korrekt verhalten.
Danach dürfen Sie, sooft Sie möchten, in Ihrer Uniform die Kaserne verlassen und außerhalb der Kaserne (legale und vorbildliche) Dinge tun.
Private Ausrüstung, zum Beispiel eine Weste oder Handschuhe, ist in der Basisausbildung nicht gestattet. Sie erhalten von der Bundeswehr die komplette Ausrüstung gestellt.
Sie lernen die dienstlich gelieferte Ausstattung und deren Handhabung kennen. Das ist wichtig, damit alle Angehörigen der Bundeswehr sich im Ernstfall mit der Ausrüstung eines anderen auskennen, um zum Beispiel bestimmte Gegenstände finden zu können.
In Ihrer Stammeinheit können Sie gern Ihren Zugführer fragen, ob es in Ordnung wäre, mit privater Ausrüstung zu arbeiten – aber während der Basisausbildung ist dies nicht möglich.
Sie können während Ihrer Basisausbildung innerhalb der ersten sechs Monate kündigen. Wenn Sie sich innerhalb der Basisausbildung entscheiden, den Arbeitgeber zu wechseln, oder wenn Sie einen Studienplatz bekommen, können Sie die Bundeswehr verlassen. Denken Sie bitte daran, dass auch wir in der Lage sind, Sie innerhalb der Probemonate zu kündigen, auch auf Verdacht.
Alle weiteren Fragen, wie und wann Sie kündigen können und was Ihnen zusteht, werden Ihnen der Zugführer, die Personalbearbeitenden oder die Geschäftszimmersoldaten und -soldatinnen beantworten.
Es ist Ihnen freigestellt, am Wochenende nach Hause zu fahren.
Wenn Sie zu weit von unserem Standort entfernt wohnen oder das Wochenende mit den Kameradinnen und Kameraden verbringen möchten, so können Sie das in der wöchentlichen Abfrage angeben. Dann werden Sie auch auf dem Kasernengelände verpflegt.
Möchten Sie nach dem Dienst noch einige Dinge einkaufen gehen oder den erfolgreichen Ausbildungstag ausklingen lassen, so ist es Ihnen freigestellt, das Kasernengelände zu verlassen. Was Sie in diesem Fall unbedingt mitführen müssen, ist Ihr Truppenausweis oder vorläufiger Truppenausweis, um ihn an der Wache vorzeigen zu können.
Bundeswehr erklärt von A-Z
Geschäftszimmer
Kompaniefeldwebel
Personalfeldwebel
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