Glossar militärischer Begriffe
Bundeswehr erklärt von A-Z
Sie warten auf Ihren Dienstantritt bei der 3. Kompanie des Heimatschutzregiments 3? Hier finden Sie erste Informationen, mit denen Sie sich persönlich vorbereiten können.
Der Kommandeur Oberst Helmut Remus stellt das Heimatschutzregiment 3 vor.
Sehr geehrte Rekrutinnen und Rekruten,
als Kompaniechef der 3. Kompanie des Heimatschutzregiments 3 möchte ich Sie herzlich in Nienburg/Weser, dem Standort Ihrer angehenden Basisausbildung, willkommen heißen.
Sie haben sich bewusst dazu entschieden, Soldat zu werden, was in Anbetracht der derzeitigen sicherheitspolitischen Lage keine Selbstverständlichkeit darstellt. Dafür zolle ich Ihnen Respekt und Anerkennung.
In den kommenden sechs Monaten werden Sie bei uns Ihre Basisausbildung durchlaufen. Sie ist der Grundstein für Ihren weiteren militärischen Werdegang. Für Sie bedeutet das den Schritt in eine andere Welt, in der viel Neues auf Sie zukommen wird – soldatische Umgangsformen, das Tragen einer Uniform, Leben in der militärischen Gemeinschaft, Waffen-, Schieß- sowie Sanitätsausbildung, das sogenannte Leben im Felde und vieles mehr. Begleitend wird Ihre körperliche Leistungsfähigkeit auf die Probe gestellt und fortlaufend gesteigert.
Mein Ausbildungspersonal wird Ihnen dafür das nötige Handwerkszeug mit auf den Weg geben und Ihnen jederzeit mit Rat und Tat zur Seite stehen, damit Sie das abwechslungsreiche sowie zweifelsfrei auch fordernde Ausbildungsprogramm erfolgreich absolvieren können. Seien Sie versichert, wir verlangen nichts Unmögliches. Ich fordere Sie dazu auf, die kommende Zeit auch zur persönlichen Weiterbildung sowie zum Austausch mit Ihren Kameradinnen und Kameraden zu nutzen. Jeder von uns kann voneinander lernen und nur so können wir alle jeden Tag noch ein bisschen besser werden. Eines kann ich Ihnen versprechen: Die Erfahrungen, die Sie im Rahmen Ihrer Basisausbildung machen, werden Sie prägen. Sie werden gemeinsam mit Ihren Kameradinnen und Kameraden viele Erlebnisse teilen, die Sie nie wieder vergessen. Daher halte ich Sie dazu an: Bleiben Sie dabei und beißen Sie sich durch – damit auch Sie Geschichten aus Ihrer „Zeit beim Bund“ erzählen können. Es lohnt sich.
Abschließend möchte ich Ihnen eine stressfreie Anreise in die Clausewitz-Kaserne und einen gelungenen Auftakt Ihrer Zeit in der Bundeswehr wünschen.
Mit den besten Wünschen
Ihr Kompaniechef
Sehr geehrte Kameradinnen und Kameraden,
als Kompaniefeldwebel der 3. Kompanie des Heimatschutzregiments 3 möchte ich Sie herzlich willkommen heißen. Ich freue mich, dass Sie sich für den Dienst in der Bundeswehr entschieden haben und demnächst Ihren Dienstantritt bei uns absolvieren werden. Mit diesem Schritt haben Sie sich bewusst für eine besondere Aufgabe entschieden – für Verantwortung, Kameradschaft und Einsatzbereitschaft im Dienst unseres Landes.
Der Beginn der militärischen Ausbildung ist ein prägender Abschnitt. Neben den zahlreichen soldatischen Fähigkeiten werden Sie viel Neues erfahren, insbesondere, welche Tugenden in der Truppe und für die Kameradschaft von Bedeutung sind. Am Ende wird die Erfahrung über Sie selbst, Ihre Disziplin und Ihren Respekt prägend und gewinnbringend für Ihre Zukunft sein – davon bin ich überzeugt.
Seien Sie stets motiviert und bereit, sich auf neue Herausforderungen einzulassen. Zeigen Sie Initiative und halten Sie sich an die Regeln – dann werden Sie schnell ein fester Teil unserer Gemeinschaft. Ich wünsche Ihnen einen erfolgreichen Start, viel Durchhaltevermögen und Freude an Ihrer neuen Aufgabe.
Wir freuen uns darauf, Sie bald in unserer Einheit begrüßen zu dürfen.
Mit den besten Wünschen
Ihr Kompaniefeldwebel
Hier erhalten Sie einen Einblick, welche Ausbildungsinhalte Ihnen in der Basisausbildung vermittelt werden. Ihre Basisausbildung setzt sich aus der dreimonatigen bundeswehreinheitlichen Heimatschutzausbildung Streitkräfte und der anschließenden Heimatschutzausbildung Streitkräfte Fortgeschritten zusammen. Der zeitliche Ablauf und die Reihenfolge der Themen können variieren.
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Die Clausewitz-Kaserne verfügt über ein eigenes, modernisiertes Schwimmbad. Hier wird die Schwimmfähigkeit aller Rekrutinnen und Rekruten überprüft.
Bundeswehr/Jürgen Kapella
Rekrutinnen und Rekruten nehmen die Drahtgasse der Hindernisbahn in der tiefsten Gangart, dem Gleiten. Die Hindernisbahn ist ebenso auf dem neuesten Stand wie alle anderen Ausbildungseinrichtungen der Nienburger Clausewitz-Kaserne.
Bundeswehr/Jürgen Kapella
Auf der angrenzenden Standortschießanlage werden die Rekrutinnen und Rekruten sorgfältig an den wichtigsten Handwaffen ausgebildet
Bundeswehr/Jürgen Kapella
In der Ausbildung zum Einsatzersthelfer lernen die Soldatinnen und Soldaten, Schusswunden und Verletzungen unter Einsatzbedingungen zu versorgen und die Rettungskette einzuleiten
Bundeswehr/Ulrich Baade
Das Gelöbnis – ein feierlicher Moment, der das Zugehörigkeitsgefühl stärkt: Stellvertretend für alle angetretenen Rekrutinnen und Rekruten legt die Gelöbnisabordnung den Eid an der gesenkten Truppenfahne ab
Bundeswehr/Ulrich Baade
Wer sich entschließt, beim Heimatschutz zu bleiben, wird in den Linienkompanien weiter ausgebildet, zum Beispiel beim Gruppengefechtsschießen auf dem Truppenübungsplatz Senne
Bundeswehr/Ulrich Baade
Befehlsausgabe und Orientierung am Geländesandkasten, einer Nachbildung des Geländes im Miniaturformat
Bundeswehr/Attena Nagahi
Der gemeinsame Einsatz mit zivilen Rettungskräften wird in realitätsnahen Szenarien geübt
Bundeswehr/Attena Nagahi
Der Objektschutz ist eine der Kernkompetenzen der Heimatschutzkräfte. Dazu gehört, wie hier, das Errichten und Betreiben von Checkpoints.
Bundeswehr/Ulrich Baade
Der mobile Störsender HP47+ wird im Heimatschutz zur Drohnenabwehr eingesetzt. Entsprechend werden die Rekrutinnen und Rekruten daran ausgebildet.
Bundeswehr/Attena Nagahi
Der Standortübungsplatz Nienburg-Langendamm aus der Drohnenperspektive – aufgenommen und wiedergegeben beim Besuchertag der Übung National Guardian 2024 des Heimatschutzes
Bundeswehr/Attena Nagahi
Bei der Übung National Guardian 2025 in Rostock trainierten Heimatschutzkräfte die Sicherung eines Flugfeldes in Betrieb
Bundeswehr/Ulrich BaadeHier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen.
Ab dem Datum der Einberufung sind Sie berechtigt, das Kasernengelände nach Vorzeigen des Einberufungsbescheides (in Verbindung mit Personalausweis oder Reisepass), mit Ihrem Privat-Kfz zu befahren. Am Tag der Einschleusung wird Sie die Wache hierzu auf den zugewiesenen Parkplatz leiten. Während Ihrer Basisausbildung ist Ihnen gemäß der Parkordnung ein Parkbereich zugewiesen.
Nach Ihrer Anreise durchlaufen Sie mehrere Stationen der Einschleusung, um Ihre persönlichen Daten zu erfassen, Ihre Unterkunft zu beziehen, die ersten Materialien zu erhalten und durch Ihre Ausbildenden eingewiesen zu werden.
In den folgenden Tagen werden Sie bei der Einkleidung mit der persönlichen Ausrüstung ausgestattet und es erfolgt die Einstellungsuntersuchung. Des Weiteren erhalten Sie die ersten Unterrichtseinheiten über die Rechte und Pflichten eines Soldaten/einer Soldatin und Wehrrecht.
Grundsätzlich sind Sie als freiwillig Wehrdienstleistender zum Wohnen in der Gemeinschaftsunterkunft verpflichtet.
Mit dem Antrag „Befreiung von der Verpflichtung zum Wohnen in der Gemeinschaftsunterkunft“ können sich auch Freiwillig Wehrdienstleistende befreien lassen, jedoch wird der Antrag während der Basisausbildung nur befürwortet, wenn schwerwiegende persönliche Gründe bestehen und Sie zu Hause unverzichtbar sind.
Da die Basisausbildung sehr fordernd ist, ein hohes Maß an Eigeninitiative erfordert und die Dienstzeiten für einige Ausbildungsabschnitte über die gewöhnliche Rahmendienstzeit hinausgehen, ist das Wohnen in der Gemeinschaftsunterkunft aus Gründen der Fürsorge wichtig, um Ihnen eine ausreichende Erholung zu gewährleisten. Zudem prägt das Wohnen in der Gemeinschaftsunterkunft die Kameradschaft und das Wir-Gefühl, was für den Dienst in den Streitkräften unabdingbar ist.
Das Wochenende ist in der Regel dienstfrei und es ist Ihnen freigestellt, am Wochenende nach Hause zu fahren. In dem Fall reisen Sie Sonntag rechtzeitig wieder an Ihren Dienstort, um in der anstehenden Woche anwesend und ausgeruht zu sein.
Möchten Sie nach dem Dienst noch einige Dinge einkaufen gehen oder den erfolgreichen Ausbildungstag ausklingen lassen, so ist es Ihnen grundsätzlich freigestellt, das Kasernengelände zu verlassen. Was Sie in diesem Fall unbedingt mitführen müssen, ist Ihr Truppenausweis oder vorläufiger Truppenausweis, um ihn an der Wache vorzeigen zu können.
Sobald Sie die Unterrichtseinheiten zu soldatischen Rechten und Pflichten, Verhalten in und außer Dienst sowie die Grundlagen zum Formaldienst absolviert haben, erfolgt die „Grußabnahme“ durch den Zugführer. Damit wird überprüft, ob Sie sich soldatisch korrekt verhalten, Vorgesetzte erkennen und die Bundesrepublik Deutschland angemessen repräsentieren können. Ab diesem Zeitpunkt dürfen Sie die Uniform auch außerhalb der Kaserne tragen.
Die Grußabnahme erfolgt in der Regel innerhalb des ersten Dienstmonats, je nach Ausbildungsstand der Rekrutinnen und Rekruten.
Da die Basisausbildung an einen engen Zeit- und Ausbildungsplan geknüpft ist, ist Erholungsurlaub in der Regel erst ab dem siebten Dienstmonat vorgesehen, damit keine Ausbildungsabschnitte verpasst werden.
In besonderen Fällen (zum Beispiel Geburt eines Kindes, Eheschließung, Todesfall im Familienkreis) kann aber auch vereinzelt Urlaub während der Basisausbildung gewährt werden. Dazu stehen Ihnen der Zugführer und der Kompaniefeldwebel beratend zur Seite.
Am Dienstantrittstag werden Ihre persönlichen Daten in das Personalwirtschaftssystem der Bundeswehr aufgenommen, die bereits bestehenden Daten abgeglichen und bei Bedarf korrigiert. In diesem Prozess wird Ihnen auch ein Abschlag gezahlt. Die Überweisung erfolgt grundsätzlich in den ersten zehn Tagen des ersten Dienstmonats. Hierfür ist es wichtig, dass Sie Ihre aktuelle Bankverbindung und Ihre Steueridentifikationsnummer beim Dienstantritt griffbereit haben, um eine falsche Besteuerung oder eine ausbleibende Zahlung zu vermeiden.
Im zweiten Dienstmonat werden Ihnen die Dienstbezüge für den zweiten Monat sowie die Nachzahlung des ersten Dienstmonats ausgezahlt. Die Besoldung von Soldatinnen und Soldaten erfolgt ab dann immer zum Ersten eines Monats sozusagen im Voraus.
Kindergeldbezug während der Basisausbildung ist selbstverständlich möglich. Sie befinden sich in einer Ausbildung und somit steht Ihnen das Kindergeld zu. Sie müssen allerdings darauf achten, dass Sie Ihrer Familienkasse diese Information zukommen lassen, beispielsweise telefonisch oder per E-Mail.
Wurden Sie eingeplant, erhalten Sie von uns einen „Willkommensbrief“. Darin befindet sich Ihr Einberufungsbescheid, den Sie Ihrer Familienkasse als Bestätigung des Dienstantritts übermitteln können. Bei Problemen können Sie sich an das Geschäftszimmer Ihrer Kompanie wenden.
Ihnen wird dienstlich gelieferte Ausrüstung bereitgestellt, mit der Sie für jegliche Witterungsbedingungen und alle Aufträge bestens gerüstet sind. In der Bundeswehr gilt der Grundsatz der Einheitlichkeit, der nicht nur dazu dient, dass Sie sich einfacher mit dem Soldatenberuf identifizieren können und zu einem ordentlichen Erscheinungsbild führen soll. Das soll auch dazu dienen, dass Sie selbst, Ihre Kameradinnen und Kameraden und auch Ihre Vorgesetzten immer wissen, welche Ausrüstung sich wo befindet. Das erleichtert den Ausbildenden die Ausbildung im Umgang mit der Ausrüstung und Ihren Kameradinnen und Kameraden die Zusammenarbeit. So können schnell und stresssicher wichtige Gegenstände wie Sanitätsmaterial, Munition oder Hilfsmittel gefunden werden.
Zudem hat die Nutzung von privater Ausrüstung auch Auswirkungen auf den Versicherungsschutz im Schadensfall, daher ist die Nutzung privater Ausrüstung während der Basisausbildung in der Regel grundsätzlich untersagt.
Grundsätzlich können Sie jederzeit einen Versetzungsantrag stellen. Die Möglichkeit und der Termin der Versetzung richten sich aber nach den freien Kapazitäten des Wunschstandortes sowie der Möglichkeit, ob die Basisausbildung auch am Wunschstandort fortgesetzt werden kann.
Hierzu führen wir regelmäßige Informations- und Beratungsgespräche durch (s. Ablauf der Basisausbildung –> Karriereberatung I und II).
Innerhalb der ersten sechs Monate befinden Sie sich in der Probezeit. In dieser Zeit können Sie mit einer Frist von vier Wochen zum nächsten 15. oder letzten Tag eines Monats kündigen. Falls Sie eine Zusage für einen Ausbildungs- oder Studienplatz nachweisen können, ist eine Kündigung zu diesem Termin auch möglich.
Bedenken Sie, dass auch wir in der Lage sind, Sie bei mangelnder Eignung oder schweren Verfehlungen innerhalb der Probezeit zu kündigen. Falls der Truppenarzt im Rahmen der Einstellungsuntersuchung feststellt, dass Sie nicht verwendungsfähig sind, können Sie auch kurzfristiger entlassen werden.
Grundsätzlich kann jeder Soldat bei Erfüllen der Laufbahnvoraussetzungen jederzeit einen Antrag auf Status- oder Laufbahnwechsel stellen. Die Bearbeitung des Antrags erfordert eine ausführliche Stellungnahme zu Ihrer bisherigen Leistung und unter Umständen eine truppenärztliche Untersuchung. Da aber während Ihrer Basisausbildung weder ausreichende Grundlagen für eine Stellungnahme vorliegen, noch Zeit für umfangreiche Untersuchungen besteht, empfehlen wir, den Antrag auf Status- und/oder Laufbahnwechsel zum Ende der Basisausbildung zu stellen.
Während der Basisausbildung führen wir regelmäßige Informations- und Beratungsgespräche zur Personalbindung und -entwicklung durch (s. Ablaufplan Karriereberatung I und II) und nehmen Ihre Wünsche bereits gern zur Kenntnis, um uns ein Bild von Ihnen zu verschaffen und die spätere Bearbeitung von Anträgen zu beschleunigen.
Wenn wichtige Ausbildungsabschnitte in der Basisausbildung zum Beispiel wegen Krankheit verpasst werden oder das Ausbildungsziel nicht erreicht wird, kann es notwendig sein, diese Ausbildungsabschnitte nach der Basisausbildung zu wiederholen. Das passiert in der Regel entweder bei uns in der 3. Kompanie oder, falls Sie für einen anderen Truppenteil geplant sind, in der zukünftigen Stammeinheit.
Bundeswehr erklärt von A-Z
Geschäftszimmer
Kompaniefeldwebel
Personalfeldwebel
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