Glossar militärischer Begriffe
Bundeswehr erklärt von A-Z
Sie warten auf Ihren Dienstantritt bei der 3. Kompanie des Heimatschutzregiments 5? Hier finden Sie erste Informationen, mit denen Sie sich persönlich vorbereiten können.
Sehr geehrte Soldatinnen und Soldaten,
herzlich willkommen im Heimatschutzregiment 5 der Bundeswehr! Mit Ihrem Entschluss, den freiwilligen Wehrdienst im Heimatschutz zu leisten, haben Sie sich für eine Aufgabe entschieden, die von großer Bedeutung für die Resilienz und die Sicherheit unseres Landes ist.
Ihre Ausbildung dient dazu, Deutschland, seine Bevölkerung und kritische Infrastruktur in Katastrophenlagen sowie im Fall von Krisen und Krieg in Deutschland zu schützen.
Während Ihrer Dienstzeit erwarten Sie qualifiziertes Führungs- und Ausbildungspersonal, eine fundierte militärische Ausbildung sowie Kameradschaft und Teamspirit. Sie werden ein wichtiger Teil einer engagierten Truppe, die mit hoher Motivation ihren Auftrag erfüllt – regional verwurzelt, aber deutschlandweit vernetzt.
Oberst Siegfried Zeyer, Kommandeur des Heimatschutzregiments 5
Kommandeur des Heimatschutzregiment 5, Oberst Siegfried Zeyer
Bundeswehr/Heimatschutzregiment 5Liebe Rekrutin, lieber Rekrut,
seit dem 1. September 2025 führen wir jetzt die Basisausbildung im neuen Wehrdienst durch. Der Heimatschutz ist die jüngste Truppengattung des Heeres und somit ist noch alles neu und im Aufbau – auch für uns. Wir freuen uns, dass Sie sich für eine Ausbildung als Soldat oder Soldatin im Heimatschutz interessieren.
In den kommenden sechs Monaten werden Sie bei uns Ihre Basisausbildung durchlaufen. Sie ist der Grundstein für Ihren weiteren militärischen Werdegang. Für Sie bedeutet das den Schritt in eine andere Welt, in der viel Neues auf Sie zukommen wird – soldatische Umgangsformen, das Tragen einer Uniform, Leben in der militärischen Gemeinschaft, Waffen-, Schieß- sowie Sanitätsausbildung, das sogenannte Leben im Felde und vieles mehr. Begleitend wird Ihre körperliche Leistungsfähigkeit auf die Probe gestellt und fortlaufend gesteigert.
Unser Ausbildungspersonal wird Ihnen dafür das nötige Handwerkszeug mit auf den Weg geben und Ihnen jederzeit mit Rat und Tat zur Seite stehen, damit Sie das abwechslungsreiche sowie zweifelsfrei auch fordernde Ausbildungsprogramm erfolgreich absolvieren können. Seien Sie versichert, wir verlangen nichts Unmögliches.
Wir fordern Sie dazu auf, die kommende Zeit auch zur persönlichen Weiterbildung sowie zum Austausch mit Ihren Kameradinnen und Kameraden zu nutzen. Wir können alle voneinander lernen und nur so können wir alle jeden Tag noch ein bisschen besser werden.
Hauptmann Stefan Nowak, Kompaniechef, und
Stabsfeldwebel Frank Watterott, Kompaniefeldwebel
Hier erhalten Sie einen Einblick, welche Ausbildungsinhalte Ihnen in der Basisausbildung vermittelt werden. Der zeitliche Ablauf und die Reihenfolge der Themen können variieren.
Monat 1 |
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Die Sportausbildung beginnt immer mit einem lockeren gemeinsamen Aufwärmen
Bundeswehr/Versorgungsbataillon 141
Zur Sportausbildung gehören Dehnungs- und Kräftigungsübungen unter Anleitung eines Ausbilders
Bundeswehr/Versorgungsbataillon 141
Während der Waffenausbildung, hier mit der Pistole P8, lernen die Rekrutinnen und Rekruten den Aufbau und die Funktionsweise von Waffen
Bundeswehr/Heimatschutzregiment 1
Wie verhält sich ein Projektil nach der Schussabgabe? Wie gehe ich sicher mit meiner Waffe um und halte sie sauber? Darum geht es unterem anderem bei der Ausbildung am Standardgewehr der Bundeswehr, dem G36.
Bundeswehr/Heimatschutzregiment 1
Zur Basisausbildung gehört auch die ABCAtomar, Biologisch, Chemisch-Abwehr, also das richtige Verhalten bei einem atomaren, biologischen oder chemischen Angriff
Bundeswehr/Heimatschutzregiment 1
Bevor es in den scharfen Schuss geht, erhalten Rekrutinnen und Rekruten die Ausbildung im realitätsnahen Schießsimulator AGSHPAusbildungsgerät Schießsimulator Handwaffen/Panzerabwehrhandwaffen
Bundeswehr/Maximilian Schulz
Feind aufgeklärt – jetzt muss es schnell gehen. Der Gruppenführer koordiniert seine Gruppe und bezieht eine Auffanglinie.
Bundeswehr/Kevin Pühn
Zusätzlich zum Gefechtsrucksack, Koppel und Gewehr muss einer das Funkgerät tragen – macht insgesamt circa 30 Kilogramm Gepäck
Bundeswehr/Kevin Pühn
Während der Sanitätsausbildung lernen die Rekrutinnen und Rekruten, wie sie verwundete Kameradinnen und Kameraden mit einer Behelfstrage über weite Distanzen kräfteschonend bis zu einem medizinischen Versorgungspunkt transportieren
Bundeswehr/Panzerpionierbataillon 701
Während der Sanitätsausbildung wird ein Bodycheck gemacht, um sicherzustellen, dass keine weiteren Verletzungen vorliegen
Bundeswehr/Sven FischerHier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen.
Das kann passieren. Sie müssen an verschiedenen Ausbildungen teilgenommen haben, um die Basisausbildung erfolgreich abschließen zu können. Sind Sie zum Beispiel an einem wichtigen Ausbildungsabschnitt krank zu Hause, kann dieser Ihnen nicht angerechnet werden. Sie haben die Möglichkeit, einige Ausbildungen in Ihrer Stammeinheit nachzuholen. Jedoch sollten Sie sich bewusst sein, dass Sie eventuell ohne bestandene Basisausbildung in Ihre Einheit geschickt werden können beziehungsweise möglicherweise die Basisausbildung wiederholen müssen.
Nein, das ist nicht möglich. Während der Basisausbildung haben unsere Personalbearbeiterinnen und -bearbeiter kaum Daten von Ihnen – weder den Beleg über eine bestandene Basisausbildung noch den ärztlichen Befund, dass Sie für die andere Laufbahn geeignet sind.
Nach der Basisausbildung können Sie gern einen solchen Antrag in Ihrer Stammeinheit stellen. Dann ist ein Status- oder Laufbahnwechsel möglich.
Nur bedingt. Sie können einen formlosen Antrag auf „Heimschläfer“ stellen, jedoch müssen Sie vorweisen können, dass Sie zu Hause unverzichtbar sind.
Das bedeutet: Sie haben einen Pflegefall zu Hause und müssen sich abends um diesen kümmern. Dafür müssen Sie ein ärztliches Attest beziehungsweise den Pflegeschein vorlegen. Oder Sie sind alleinerziehend und müssen sich um Ihr Kind kümmern. Hier kommt es darauf an, ob Sie eine Familie haben, die das Kind unter der Woche versorgen kann, oder ob Sie wirklich ganz auf sich allein gestellt sind. Das wird vom Kompaniefeldwebel und vom Kompaniechef im Einzelfall betrachtet und bewertet.
Möchten Sie jedoch nach dem Dienst noch einige Dinge einkaufen gehen oder den erfolgreichen Ausbildungstag ausklingen lassen, können Sie das Kasernengelände verlassen. Was Sie in diesem Fall unbedingt mitführen müssen, ist Ihr Truppenausweis oder vorläufiger Truppenausweis, um ihn an der Wache vorzeigen zu können.
Kindergeldbezug während der Basisausbildung ist selbstverständlich möglich. Sie befinden sich in einer Ausbildung und somit steht Ihnen das Kindergeld zu. Sie müssen allerdings darauf achten, dass Sie Ihrer Familienkasse diese Information zukommen lassen, beispielsweise telefonisch oder per E-Mail.
Wurden Sie eingeplant, erhalten Sie von uns einen „Willkommensbrief“. Darin befindet sich Ihr Einberufungsbescheid, den Sie Ihrer Familienkasse als Bestätigung des Dienstantritts übermitteln können. Bei Problemen können Sie sich an das Geschäftszimmer der 3. Kompanie des Heimatschutzregiments 5 wenden.
Urlaub während der Basisausbildung ist durchaus möglich, jedoch wird Ihnen der Urlaub entweder befohlen (zum Beispiel Weihnachten und Ostern) oder Sie haben einen wichtigen Termin (Zeugenaussage, Vorladung, Facharzttermin oder Ähnliches).
Wenn es einen Todesfall in Ihrer Familie gibt oder Ihre Hochzeit in die Basisausbildung fällt, können Sie zusätzlichen Urlaub beantragen. Die Genehmigung liegt bei der Kompanieführung, sprich dem Kompaniefeldwebel und dem Kompaniechef.
Hier müssen Sie ganz besonders aufpassen, denn im ersten Monat wird Ihnen nur ein Abschlag überwiesen. Erst im Monat darauf erhalten Sie den Rest, sodass Sie auf Ihr eigentliches Nettogehalt kommen.
Rekrutinnen und Rekruten, die eine Wohnung bezahlen müssen beziehungsweise laufende Kosten zu decken haben, sollten sich somit etwas beiseitelegen, um nicht mit der Zahlung in Verzug zu kommen.
Natürlich sind Sie stolz auf Ihre Ausbildung und Ihre Uniform, die Sie tagtäglich tragen. Zudem hat man nach einem ausbildungsreichen Tag manchmal keine Lust mehr, sich umzuziehen, um kurz einkaufen zu gehen. Oder Sie möchten Ihrer Familie oder Ihrer Partnerin beziehungsweise Ihrem Partner zeigen, wie gut Ihnen die Uniform steht.
Sie dürfen jedoch die Uniform außerhalb der Kaserne erst tragen, nachdem die ersten grundsätzlichen Unterrichtseinheiten abgehalten, Formaldienst ausgebildet und die Grußabnahme durch den Zugführer durchgeführt worden sind. So soll gewährleistet werden, dass Sie sich auch außerhalb der Kaserne soldatisch korrekt verhalten.
Danach dürfen Sie, so oft Sie möchten, in Ihrer Uniform die Kaserne verlassen und außerhalb der Kaserne (legale und vorbildliche) Dinge tun.
Private Ausrüstung, zum Beispiel eine Weste oder Handschuhe, ist in der Basisausbildung nicht gestattet. Sie erhalten von der Bundeswehr die komplette Ausrüstung gestellt.
Sie lernen die dienstlich gelieferte Ausstattung und deren Handhabung kennen. Das ist wichtig, damit alle Angehörigen der Bundeswehr sich im Ernstfall mit der Ausrüstung eines anderen auskennen, um zum Beispiel bestimmte Gegenstände finden zu können.
In Ihrer Stammeinheit können Sie gern Ihren Zugführer fragen, ob es in Ordnung wäre, mit privater Ausrüstung zu arbeiten – aber während der Basisausbildung ist dies nicht möglich.
Sie können während Ihrer Basisausbildung innerhalb der ersten sechs Monate kündigen. Wenn Sie sich innerhalb der Basisausbildung entscheiden, den Arbeitgeber zu wechseln, oder wenn Sie einen Studienplatz bekommen, können Sie die Bundeswehr verlassen. Denken Sie bitte daran, dass auch wir in der Lage sind, Sie innerhalb der Probemonate zu kündigen, auch auf Verdacht.
Alle weiteren Fragen, wie und wann Sie kündigen können und was Ihnen zusteht, werden Ihnen der Zugführer, die Personalbearbeitenden oder die Geschäftszimmersoldaten und -soldatinnen beantworten.
Es ist Ihnen freigestellt, am Wochenende nach Hause zu fahren.
Wenn Sie zu weit von unserem Standort entfernt wohnen oder das Wochenende mit den Kameradinnen und Kameraden verbringen möchten, so können Sie das in der wöchentlichen Abfrage angeben. Dann werden Sie auch auf dem Kasernengelände verpflegt.
Möchten Sie nach dem Dienst noch einige Dinge einkaufen gehen oder den erfolgreichen Ausbildungstag ausklingen lassen, so ist es Ihnen freigestellt, das Kasernengelände zu verlassen. Was Sie in diesem Fall unbedingt mitführen müssen, ist Ihr Truppenausweis oder vorläufiger Truppenausweis, um ihn an der Wache vorzeigen zu können.
Bundeswehr erklärt von A-Z
Kompaniechef
Kompaniefeldwebel
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