„Stolz grüßt der Richtkranz nun ins Land“

„Stolz grüßt der Richtkranz nun ins Land“

  • Baumaßnahme
  • Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen
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Auf dem Flugplatz Ingolstadt-Manching fand am 30. September 2019 das Richtfest für den Neubau des Instandsetzungszentrums 11 statt. Insgesamt 95 Millionen Euro investiert die Bundeswehr in das Großprojekt in der Wehrtechnischen Dienststelle (WTDWehrtechnische Dienststelle) 61. Der vollständige Betrieb des Instandsetzungszentrums 11 soll ab Herbst 2021 beginnen.

Weibliche Person hinter Rednerpult

Begrüßung der Gäste durch Barbara Thiel-Lintner

Bundeswehr/Pia Galler

Barbara Thiel-Lintner, Bereichsleiterin Hochbau, Staatliches Bauamt (StBA) Ingolstadt, begrüßte circa 270 Gäste auf dem Flughafen Ingolstadt-Manching in modernen, funktionalen Bauten, die künftig Werk-, Büro und Diensträume sowie Lehrsaal und Lagerräume beherbergen werden. Sie zeigte sich sehr erfreut darüber, dass das komplexe Projekt im zeitlichen Rahmen liegt.

Ein einmaliges Element der Hightech-Industrie

Eine Frau hinter einem Rednerpult.

Präsidentin Ulrike Hauröder-Strüning bei ihrer Festrede

Bundeswehr/Pia Galler

In ihrer Festrede betonte die Präsidentin des Bundesamtes für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr, Ulrike Hauröder-Strüning, dass es ihr eine Ehre sei, den Bau dieses einmaligen Elementes der Hightech-Industrie persönlich begleiten zu dürfen. Sie lobte die Professionalität und das enorme Engagement aller Firmen und dankte den Handwerkern, die „hier so vorzüglich gearbeitet haben“.



Gut angelegtes Geld

Männliche Person hinter Rednerpult

Friedrich Geiger bei seinem Grußwort

Bundeswehr/Pia Galler

Die weiteren Festredner begrüßten die Investitionen der Bundeswehr, welche die Region deutlich stärken werden. Ministerialdirigent Friedrich Geiger vom Bayerischen Bau- und Verkehrsministerium benannte die Investition der Bundeswehr als „gut angelegtes Geld“. Martin Wolf, Landrat des Landkreises Pfaffenhofen bezeichnete das Projekt als wichtigen Beitrag zur Standortqualität. Das Instandsetzungszentrum sei ein gutes Beispiel dafür, wie Industrie und Staat Hand in Hand gingen. Die Bundeswehr habe hier auf „auf den richtigen Standort gesetzt“.


Moderne Architektur

Das architektonische Konzept bezieht sich bewusst auf wenige Materialien aus Beton, Holz und klare geometrische Formen. Die Gebäude entstehen entlang zweier sich rechtwinklig kreuzenden begrünten Hauptachsen. Gearbeitet wurde mit einem Baukastenprinzip und vorgefertigten industriellen Elementen. Auf dem Areal im militärischen Bereich des Flugplatzes entstehen insgesamt zwölf Gebäude für das Instandsetzungszentrum 11. Künftig Arbeitsplatz für 120 Soldaten und 80 zivile Mitarbeiter.

Foto eines digitalen Entwurfs von Gebäuden

So wird das Instandsetzungszentrum 11 einmal aussehen

Bundeswehr / Pia Galler

Das Oppidum von Manching

Eine Herausforderung für dieses Großprojekt stellte das keltische Oppidum von Manching dar, das eine gründliche archäologische Voruntersuchung des Baugeländes notwendig machte. Die Siedlung wurde im 3. Jahrhundert vor Christus gegründet. In der sogenannten „Spätlatènezeit“. 50 bis 30 Jahre vor Christus erreichte das Oppidum seine größte Ausdehnung. Innerhalb der Stadtmauer lebten 5.000 bis 10.000 Menschen. Damit war das Oppidum von Manching eine der größten Siedlungen nördlich der Alpen.

Instandsetzungszentrum 11

Das Instandsetzungszentrum 11 (InstZ 11) führt die Grundüberholung und Bedarfsinstandsetzung von Luftfahrtgerät der Bundeswehr durch. Das bedeutet das InstZ 11 hält das Material instand mit dem dazugehörenden Qualitätsmangement. Es unterstützt die Einsatzverbände der Bundeswehr im In- und Ausland durch mobile Instandsetzungstrupps. Außerdem ist es an der Entwicklung, Erprobung, Einsatzprüfung, Produktion und Weiterentwicklung von Material der Bundeswehr beteiligt.


von Annette Spengler  E-Mail schreiben

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