Coronavirus und die Bundeswehr
Die Bundeswehr ist seit Auftreten des Coronavirus in Wuhan eng in verschiedene Maßnahmen der Bundesregierung eingebunden.
Das Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr (BAIUDBw) bleibt in der Coronakrise handlungsfähig. Bereits Anfang März 2020 wurde das Lagezentrum COVID-19 ins Leben gerufen, das nunmehr durch den mittlerweile ebenfalls eingerichteten Krisenstab erweitert wurde. Damit wird eine strukturierte und koordinierte Beantwortung von Anfragen an das BAIUDBw oder seiner nachgeordneten Dienststellen gewährleistet. Auch werden Ansprechstellen des BAIUDBw im Kommando Territoriale Aufgaben sowie im Sanitätskommando eingerichtet, um einen schnellen und gezielten Informationsaustausch für gemeinsame Handlungsfelder mit möglichst geringem Zeitverlust sicherzustellen.
Beim BAIUDBw wurde das Lagezentrum COVID-19 eingerichtet
Bndeswehr/Ilja DerstroffUm die Kernaufgaben des BAIUDBw auch in Zeiten der Pandemie erfüllen zu können, hat die Präsidentin des BAIUDBw Ulrike Hauröder-Strüning mit ihrem Schreiben vom 18. März umfangreiche Regelungen zu Telearbeit, mobilem Arbeiten, Schichtsystem oder Urlaub umgesetzt. Zuvor waren durch das Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) am 16. März mit der „Weisung Nr. 3“ umfassende Regelungen zum Umgang mit COVID-19 für den gesamten Geschäftsbereich getroffen worden.
Achivbild: Die Präsidentin des Bundesamtes für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr (BAIUDBw), Ulrike Hauröder-Strüning
Bundeswehr/Marcus RottDie Weisung sieht eine stufenweise Anpassung der Maßnahmen vor - derzeit gilt Stufe 2: Einzelne Personen mit erhöhtem Infektionsrisiko sind in einen ortsunabhängigen Tagesdienst bzw. Dienstbetrieb zu überführen. Auflage ist hierbei, dass eine Erreichbarkeit sowie Rückholung in einer angemessenen Zeit sicherzustellen ist. Das Maßnahmenpaket der Präsidentin BAIUDBw dient dazu, den Angehörigen des Amtes flexible und ortsungebundene Arbeitsmöglichkeiten zu bieten, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Hierdurch bleibt die Arbeits- und Dienstfähigkeit trotz der „Auflockerung“ aufrechterhalten und kann zu jeder Zeit variabel angepasst beziehungsweise bei Bedarf sofort hochgefahren werden.
Auch die nachgeordneten Dienststellen versehen ihre Kernaufgaben nach der Weisung des BMVg und in enger Abstimmung mit dem BAIUDBw. Darüber hinaus sind sie auch in die Maßnahmen zur Eindämmung des Virus eingebunden. So halten die Bundeswehr-Dienstleistungszentren in ihren jeweiligen Zuständigkeitsbereichen Unterkünfte für mögliche Quarantäneunterbringungen sowie Lagerflächen für Sanitätsmaterial vor, die bei Bedarf unverzüglich übergeben und betrieben werden können.
Das Haupthaus des Bundeswehr-Dienstleistungszentrums Koblenz in der Augusta-Kaserne
Bundeswehr/Michael TiedeDie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des BwDLZ Koblenz im dortigen Bundeswehr-Zentralkrankenhaus haben zum Beispiel aufgrund des deutliche erhöhten Wäscheaufkommens reagiert und waschen auch am Wochenende. Außerdem kümmern sie sich um die fachgerechte Entsorgung des stark gestiegenen Aufkommens an infektiösem Sanitäts-Material.
Das Zentrum Brandschutz in Sonthofen konzentriert sich derzeit vor allem darauf die Durchhaltefähigkeit der Gefahrenabwehr weiterhin sicherzustellen. Dies gilt vor allem für diejenigen Dienststellen, die zum Betrieb zwingend eine Feuerwehr benötigen, wie zum Beispiel die Flugplätze oder Untertageanlagen. Gleichzeitig trifft man aber auch Vorbereitungen um auf mögliche Amtshilfeersuchen reagieren zu können.
Das Lagezentrum COVID-19 beim BAIUDBw ist wie folgt erreichbar:
Per Mail: BAIUDBwLagezentrumCOVID-19@bundeswehr.org
von PIZ IUD E-Mail schreiben