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Elektrotechnik

Senkelektranten – wichtig für den Flugbetrieb

Technik

Auf dem Fliegerhorst Wunstorf sind gleich mehrere Dutzend unterirdisch verbaut: Senkelektranten sind essenzielle Einrichtungen für den Betrieb des Transportflugzeuges A400M, das nun seit zehn Jahren im Einsatz ist. Verantwortlich für den Betrieb der Elektranten ist das Bundeswehr-Dienstleistungszentrum Wunstorf.

Zwei Elektriker bereiten das Anheben einer Luke vor. Im Hintergrund ein Transportflugzeug A400M.

Mehrere hundert Kilo wiegt die Abdeckung zur unterirdischen Infrastruktur. Selbst schwere Jungs können sie nur mit Spezialwerkzeug anheben.

Bundeswehr/Marius Vu


Seit nun mehr zehn Jahren ist der Airbus A400M das Arbeitstier der Luftwaffe. Mit der Fähigkeit zum Lufttransport von Material und Truppen leisten die Maschinen einen wichtigen Beitrag zur Landes- und Bündnisverteidigung. Damit die großen Flugzeuge in möglichst kurzer Vorbereitungszeit einsatzbereit gemacht werden können, sind auf dem Fliegerhorst in Wunstorf zahlreiche Senkelektranten vorhanden.

Doch was ist nun eigentlich ein Senkelektrant? Das sind elektrotechnische Vorrichtungen, die vor allem in der Flugverkehrstechnik und -infrastruktur eingesetzt werden, auf Abstellflächen und in Wartungshallen an Flughäfen. 

Und eben auch auf dem Fliegerhorst der Luftwaffe in Wunstorf, wo die A400M stationiert sind. Ein Senkelektrant ist also, vereinfacht gesagt, eine versenkbare Energie- oder Medienversorgungseinheit. Sie wird bei Bedarf aus dem Boden herausgefahren und nach Gebrauch wieder im Boden versenkt. Der Aufbau ist dabei üblicherweise so: In einem unterirdischen Raum befinden sich die eigentlichen Anschlüsse für Strom, zum Teil auch Wasser oder andere Medien, wie etwa Datenkabel.

Meist hydraulisch, elektrisch oder mechanisch fährt der Elektrant bei Bedarf über eine Art Luke im Boden aus und wieder ein. Die Oberfläche der gesamten Einrichtung ist dabei so gestaltet, dass sie im eingezogenen Zustand bündig mit dem Boden abschließt und auch von Fahrzeugen, oder – wie auf dem Fliegerhorst – gar von schweren Flugzeugen befahren werden kann.

Was kann so ein Elektrant?

Eine aus dem Boden ragende elektrotechnische Einrichtung vor einem Transportflugzeug A400M.

Ein ausgefahrener Senkelektrant: bereit um das Transportflugzeug A400M mit Energie zu versorgen

Bundeswehr/Marius Vu


Während Senkelektranten in den Städten etwa zur temporären Strom- oder Wasserversorgung rund um Veranstaltungen, Wochenmärkte oder Straßenfeste dienen, haben sie auf Flughäfen eine andere Aufgabe. Über sie werden die Flugzeuge mit Strom, Druckluft oder anderen Medien direkt auf dem Vorfeld versorgt. Ohne diese Versorgung könne die Flotte des Airbus A400M nicht ohne weiteres betriebsbereit gemacht werden, erklärt Elektromeister Daniel A. vom Bundeswehr-Dienstleistungszentrum Wunstorf, der die Anlagen mit seinem Team betreut. Auch in den Hallen des Fliegerhorstes fänden sich diese Einrichtungen. Hier könnten zusätzlich Werkzeuge oder Maschinen mit Energie versorgt werden.

Warum versenkbar?

Die Versenkbarkeit hat insbesondere auf dem Fliegerhorst große Vorteile. Die Senkelektranten stören im Ruhezustand nicht. Damit bieten sie eine hohe Flexibilität bei der Nutzung des Vorfeldes. Denn sind die Elektranten nicht ausgefahren, kann das Vorfeld ohne große Einschränkung genutzt werden, zum Beispiel als reine Abstellfläche. Außerdem wäre da noch der Witterungsschutz: Im Boden versenkt, sind sie und die sensible Technik vor den allermeisten Umwelteinflüssen optimal geschützt. Und natürlich gibt es auch Vorteile bei der Sicherheit: Eingefahrene Elektranten sind keine Hindernisse, etwa für die rollenden Flugzeuge – eine unscheinbare aber elementare Einrichtung am Fliegerhorst Wunstorf.

von Marius Vu  E-Mail schreiben

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