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Integrierte NATO-Luftverteidigung: Bundespräsident würdigt Beitrag der Luftwaffe

Integrierte NATO-Luftverteidigung: Bundespräsident würdigt Beitrag der Luftwaffe

Datum:
Ort:
Ämari
Lesedauer:
1 MIN

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Am 15. März hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier das deutsche Luftwaffenkontingent der NATO-Mission Verstärkung Air Policing Baltikum (VAPB) besucht und würdigte damit den langjährigen Beitrag der Luftwaffe zur integrierten NATO-Luftverteidigung.

Eine Formation aus Soldaten posiert mit einem Politiker zusammen für ein Foto.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit Soldaten beider Nationen des Luftwaffenkontingentes der NATO-Mission Verstärkung Air Policing Baltikum (VAPB)

Bundeswehr/Marvin Hofmann

Auf dem estnischen Luftwaffenstützpunkt Ämari sprach Steinmeier mit dem Kontingentführer Oberstleutnant Christoph Hachmeister und Soldatinnen und Soldaten und ließ sich in die Operationszentrale und die Abläufe der binationalen Alarmrotte einweisen. 

Gemeinsam mit den USA und Großbritannien sei Deutschland mittlerweile der größte Truppensteller an der Ostflanke der NATO, so der Bundespräsident in seinem Pressestatement. Steinmeier betonte die Bedeutung der kollektiven Verteidigung insbesondere angesichts des Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine.

Wenige Kilometer von der russischen Grenze entfernt müsse man besonders verstehen, dass die Angst groß ist vor einem russischen Angriff. Umso wichtiger sei die deutsche Präsenz vor Ort - militärisch wie politisch. „Die Botschaft, die wir von hier aus senden, ist ganz klar: Die NATO ist bereit, jeden Quadratzentimeter des Bündnisgebietes zu verteidigen“, so der Bundespräsident. Deutschland stehe an der Seite auch der baltischen Staaten, auf Deutschland sei Verlass.

Schnelle Verstärkung durch Plug & Fight

Seit 6. März sichert die Luftwaffe zusammen mit Kameraden der Royal Air Force den baltischen Luftraum. Das Prinzip einer binationalen Mission nennt sich Plug & Fight. Es bedeutet, dass ein sich bereits vor Ort befindlicher Verband mit möglichst geringem Aufwand von Personal und Material schnell verstärkt werden kann. Dies reduziert den Ressourcenaufwand und erhöht die Durchhaltefähigkeit. Es findet derzeit in der NATO zwischen den vier Eurofighter-Nutzernationen Großbritannien, Italien, Spanien und Deutschland Anwendung.

Im April übergibt die Luftwaffe die Führung der Mission an die britischen Luftstreitkräfte und unterstützt diese durch ein Kontingent bis Mai.

Die Luftwaffe beteiligt sich seit 2014 jährlich für mindestens vier Monate an einem streitkräftegemeinsamen Einsatzkontingent an der NATO-Mission Verstärkung Air Policing Baltikum.

von Sylvia Börner

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