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Im Interview: Der Kontingentführer Verstärkung Air Policing Baltikum

Im Interview: Der Kontingentführer Verstärkung Air Policing Baltikum

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In einem Telefoninterview beschrieb Oberstleutnant Georg Hummel den Auftrag der Mission Verstärkung Air Policing Baltikum und die Situation der Soldatinnen und Soldaten. Dabei nahm er auch Stellung zu der Frage, ob sich seit dem völkerrechtswidrigen und unprovozierten Angriff Russlands auf die Ukraine Änderungen ergeben haben.

Das Telefon klingelt. Doch dieses Mal war es keines der üblichen Gespräche, die der Kontingentführer Tag für Tag führt. Am anderen Ende der Leitung meldete sich eine Redakteurin von Radio Andernach, Oberfähnrich Christin Rudolph. Für das Format „Das Thema des Tages“ stellte sie dem Kontingentführer Fragen zu Auftrag, zu aktuellen Entwicklungen und zur Situation vor Ort. Oberstleutnant Hummel sprach über die Entwicklung des Auftrages seit Beginn des NATO Baltic Air Policing in Siaulai, Litauen und der ersten deutschen Beteiligung im Jahr 2004. Seit 2014 gebe es die Mission Verstärkung Air Policing Baltikum, an der sich die Luftwaffe regelmäßig beteilige.

Direkt am Anfang der Mission könne er noch keine eigenen Erkenntnisse auf irgendwelche Veränderungen bezüglich der Mission seit Beginn des Angriffs Russlands auf die Ukraine erkennen. Doch das scheidende französische Kontingent berichtete, dass sich im Baltikum die Lage gegenüber den Vorjahren nicht verändert habe.

Hintergrund: Im konkreten Verantwortungsbereich des deutschen Einsatzkontingentes VAPB hat sich die Lage nach Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine nicht grundlegend verändert. Gleichwohl kann es durch Schwerpunktverlagerung der Gegenseite (Übungen, Verlegungen) auch kurzfristig zu einer erheblichen Steigerung von russischen Luftaktivitäten kommen, die eines Einsatzes der der Alarmrotten im Baltikum bedürfen. Betrachtet man die gesamte NATO-Ostflanke, so ist im Vergleich zu den vergangenen Jahren eine erhebliche Steigerung der Aktivitäten von Nicht-NATO-Staaten zu erkennen.

Eine Besonderheit für das deutsche Kontingent sei der Pendelverkehr, da auf der Airbase in Ämari nur begrenzt Unterkünfte zur Verfügung stehen, so Hummel im Interview weiter. Jeden Morgen breche ein Großteil des Kontingents am Hotel in der estnischen Hauptstadt Tallinn auf und fahre eine knappe Stunde zum Arbeitsplatz.

Am Ende durfte Oberstleutnant Georg Hummel noch einen Musikwunsch äußern: „Als bekennender „Top Gun“-Fan gebe es für ihn darauf nur eine Antwort: „Highway to the Dangerzone“.

Grafik des Logos von Radio Andernach, dem Radioprogramm für Soldaten.

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von Johann Michael Scheller