Luftwaffe

VAPB – Das vierte Kontingent übernimmt in Estland

VAPB – Das vierte Kontingent übernimmt in Estland

  • Multinationalität
  • Luftwaffe
Datum:
Ort:
Ämari
Lesedauer:
1 MIN

Rund 170 Soldatinnen und Soldaten, größtenteils aus dem Taktischen Luftwaffengeschwader 74 in Neuburg an der Donau, lösen diese Woche ihre Kameraden in Ämari ab. Diese sichern seit Mitte Januar von der estnischen Air Base den Luftraum an der NATO-Ostflanke.

Ein Soldat sitzt vor einem Monitor und führt eine Videokonferenz.

Per Videokonferenz wurde das Kontingent übergeben

Bundeswehr/Sebastian Spindler

Einsatz noch bis Ende April

Noch bis Ende April werden die Eurofighter der Luftwaffe bei der Mission „Verstärkung Air Policing Baltikum 2020/2021“ (VAPB 2020/21) rund um die Uhr bereitstehen, um im Fall einer Alarmierung durch die NATO in kürzester Zeit zu starten. Anschließend wird die italienische Luftwaffe die Alarmrotte (QRA – Quick Reaction Alert) auf dem estnischen Fliegerhorst stellen.

Geführt werden Besatzungen, Techniker und Unterstützungspersonal von Oberstleutnant Sören Richter. Der Kommandeur der Fliegenden Gruppe des Taktischen Luftwaffengeschwaders 74 übernahm bei einer Videokonferenz in Ämari die Verantwortung von seinem Vorgänger, Oberstleutnant Stefan Auer.

Oberstleutnante Stefan Auer und Sören Richter bei der Videokonferenz zur Kontingentübergabe.

Oberstleutnante Stefan Auer (li.) und Sören Richter (re.) bei der Kontingentübergabe in Estland

Bundeswehr/Sebastian Spindler

„Oberstleutnant Auer und seinem Kontingent danke ich für die wirklich hervorragende Leistung der vergangenen Monate“, sagte Generalleutnant Klaus Habersetzer, Kommandeur des Combined Air Operations Center (CAOC) Uedem, bei seiner Ansprache zur Übergabe an das neue Kontingent. Mit Blick auf den neuen Kontingentführer betonte er: „Ich wünsche Ihnen eine erfolgreiche Mission, auch unter den aktuellen Bedingungen der Corona-Pandemie.“

Trotz Erfahrung keine Routinemission

Seitdem die Luftwaffe im September 2020 die Mission in Estland übernommen hat, kam es bereits zu 24 Alarmierungen, bei denen russische Militärflugzeuge im internationalen Luftraum über der Ostsee identifiziert und begleitet wurden.

„Dank der reibungslosen Übergabe durch unsere Vorgänger können wir uns nun auf unseren Einsatz konzentrieren, der trotz der großen Erfahrung im Kontingent kein Routineeinsatz ist“, resümierte Oberstleutnant Richter. „Ich freue mich auf den Einsatz mit einem hoch motivierten Kontingent.“

Sechs Soldaten stehen vor einem Eurofighter in Ämari.

Altes (rechts) und neues (links) Führungspersonal vor dem Eurofighter in Estland

Bundeswehr/Sebastian Spindler
von Daniel  Waite