Luftwaffe

20.000 Brötchen und 21 Tonnen Wasser: Versorgung bei Resilient Guard

20.000 Brötchen und 21 Tonnen Wasser: Versorgung bei Resilient Guard

  • Verpflegung
  • Luftwaffe
Datum:
Ort:
Daun
Lesedauer:
2 MIN

Die Übung Resilient Guard 2020 läuft auf Hochtouren. Die meisten der 600 Übungsteilnehmerinnen und -teilnehmer von der Flugabwehrraketengruppe (FlaRakGrp) 24 aus Bad Sülze und der FlaRakGrp 26 aus Husum arbeiten in zwölf- oder 24-Stunden-Schichten. Immer fokussiert und wachsam, denn ständig könnte es eine Lage, also ein simuliertes Notfallszenario, geben.

„Ohne kleine Pausen zwischendurch geht das natürlich nicht“, weiß Stabsunteroffizier Peter Rehberg. Sein Arbeitsplatz ist der Tross. Ein großes Zelt, in dem Bierzeltgarnituren und eine Feldtheke stehen. Die Soldaten an den Tischen essen aus ihren EPAs (= Einmannpackungen, die zur Versorgung der Truppe im Feld dienen, sofern keine andere Versorgung gewährleistet werden kann) und wärmen sich auf. Sie führen das eine oder andere private Gespräch. Hinter der Theke steht Rehberg. „Im Tross sollen die Soldaten auch mal eine Abwechslung zum EPA haben, darum gibt es bei uns zusätzlich Süßigkeiten oder Softdrinks zu kaufen.“

Eine Soldatin reicht einem Kameraden eine Einmannpackung.

Hauptgefreiter Rosin und ihre Kameraden arbeiten im Schichtbetrieb

Bundeswehr/Volker Muth

Ein Knall unterbricht die Gespräche. Draußen hat es eine Explosion gegeben. Über Funk kommt der Befehl: das umliegende Gebiet nach gefährdeten Personen oder Material sowie Blindgängern absuchen. „Natürlich dient der Tross auch der Erholung, ihn aus dem Übungsszenario auszuklinken wäre aber falsch“, so Major Torben Krüger, Staffelchef der 2. Staffel der FlaRakGrp 26. „Im wirklichen Einsatz lassen sich Bedrohungen nicht einfach abschalten oder vorhersehen“, erklärt der Major. Dieses Mal sind es Böller, die zur Simulation gezündet wurden.

Drei Soldaten sitzen im Tross an einem Tisch.

Im Tross haben die Soldatinnen und Soldaten eine kleine Dienstunterbrechung. Hier können sie sich aufwärmen und stärken.

Bundeswehr/Volker Muth

Eine Bedrohung ist allerdings keine Simulation: Die Corona-Pandemie. Ohne Maske, Spuckschutz oder Handdesinfektion geht im Tross deshalb nichts. „Außerdem haben wir ein extragroßes Zelt gewählt, damit der Sicherheitsabstand eingehalten werden kann, die Gesunderhaltung steht im Fokus“, betont der Major. 

Jede Menge Obst und tonnenweise Wasser

Auch Hauptgefreiter Judith Rosin ist im Tross eingesetzt. „Wir arbeiten hier jeweils zu dritt in Zwölf-Stunden-Schichten“ erklärt sie. Die Versorgung der Übungsteilnehmer ist ein Großprojekt: 7500 EPAs und 21.450 Liter Wasser haben die Einheiten für Resilient Guard mitgebracht. Dazu kommen 20.000 Brötchen und 18.000 Stück Obst. Damit die Übung erfolgreich läuft, muss die Versorgung rund um die Uhr gewährleistet sein. Für Stabsunteroffizier Rehberg ein Ansporn: „Wir kommen hier her und arbeiten alle zusammen als Team daran, das zu schaffen was wir uns vorgenommen haben. Das macht so eine Übung für mich aus.“

Die Süßigkeiten liegen auf der Theke des Tross.

Im Tross gibt es neben dem EPA auch Süßigkeiten

Bundeswehr/Volker Muth
von Niklas Engelking
WEB_Grafikheader_FlaRakGrp_alle_1800_700