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Luftwaffe
Einsatzmission aus der Heimat

Deutscher Gefechtstand übernimmt Verantwortung für NATO-Luftoperationen

Die operative Führung der NATO-Luftoperationen in Europa liegt bis November am Niederrhein. Der Gefechtstand in Kalkar übernimmt – erstmalig in der Geschichte der Allianz – die Führung vom NATO Allied Air Command in Ramstein, das sich in dieser Zeit gänzlich auf die Teilnahme an der Übung Steadfast Jupiter konzentrieren kann.

Patch des JFAC HQ

Das Patch des Einsatzes Real World Operations (RWO) in Kalkar

Bundeswehr/Zentrum Luftoperationen/Patrik Bransmöller

Für NATO-Operationen verantwortlich

All in“ trotz Einsatzverpflichtung? Das geht nur mit einem verlässlichen Partner an der Seite, auf den man sich abstützen kann. Genau in dieser komfortablen Situation befindet sich das zentrale Luftwaffenhauptquartier der NATO (Headquarters Allied Air Command, HQ AIRCOM) im rheinland-pfälzischen Ramstein. 

Hier werden Tag für Tag die Luftoperationen der NATO, die sogenannten „Real World Operations“ (RWO), geführt. Ob Flüge der AWACS-Maschinen aus Geilenkirchen, unbemannte Aufklärungsflüge aus Signonella auf Sizilien, Betankungsmissionen oder natürlich auch Übungs- und Einsatzflüge der einzelnen Nationen – alles läuft im zentralen Gefechtstand in Ramstein zusammen.

Auch solch ein Hauptquartier muss sich regelmäßig in Übungen überprüfen, um Stillstand zu vermeiden und sich weiterzuentwickeln. Und hier kommt der sich derzeit in Bereitschaft für die NATO-Speersitze, die Very High Joint Task Force (VJTF), befindliche Luftwaffengefechtstand im niederrheinischen Kalkar ins Spiel:

Überflug über Norddeutschlang

Im Juni fliegt eine Boeing E-3 Sentry AWACS gemeinsam mit zwei ungarischen Kampfjets JAS-39 Gripen und zwei griechischen Kampfjets vom Typ F-16 in Formation während der Übung Air Defender 2023 über Norddeutschland

Bundeswehr/Christian Timmig

VJTF-Gefechtstand am Niederrhein

Mit dem Joint Force Air Component Headquarters (JFAC HQ) stellt Deutschland der NATO regelmäßig einen Gefechtstand zur Planung und Führung von Luftoperationen (Air Command & Control, AirC2) zur Verfügung. Auch andere Nationen wie die USA, Großbritannien, Frankreich, Italien oder Spanien verfügen über solche Fähigkeiten. Erstmalig wurde nun jedoch eines dieser nationalen JFACs nicht nur in Bereitschaft gehalten, sondern real durch den NATO-Oberbefehlshaber im belgischen Mons aktiviert, um einen konkreten Einsatzauftrag zu übernehmen.

„Die Teilnahme an Übungen ist essentiell, um sich kontinuierlich weiterzuentwickeln und die eigenen Fähigkeiten stetig zu optimieren. Aus diesem Grunde sind wir sehr dankbar für die Möglichkeit, die Verantwortung für die Luftoperationen des Bündnisses guten Gewissens temporär an das deutsch-geführte JFAC HQ übergeben zu können und uns voll und ganz auf die Teilnahme an der Übung Steadfast Jupiter konzentrieren zu können“, unterstreicht Brigadegeneral Christoph Pliet, verantwortlich für den Bereich „Einsatz und Operationen“ im HQ AIRCOM. 

Das JFAC in Betrieb

Bei „Real World Operations“ RWO ist das JFAC in Kalkar Tag für Tag für die Luftoperationen der NATO zuständig

Bundeswehr/Marvin Hofmann

Wichtige Rolle Deutschlands in der Allianz

Für den multinationalen Gefechtstand in Kalkar bedeutet dieses nun, dass bis Anfang November die Verantwortung für die Luftoperationen der NATO am Niederrhein liegt. Aber die Frauen und Männer, die überwiegend durch das Zentrum Luftoperationen gestellt werden, sind für diesen herausfordernden Auftrag bestens ausgebildet.

„Die temporäre Übernahme dieses Einsatzauftrages für die NATO entspricht voll und ganz unserem Portfolio. Die Vorbereitung auf die Bereitschaftsphase der VJTF umfasste einen mehrjährigen Übungs- und Zertifizierungsprozess. Vor wenigen Wochen plante und führte das JFAC HQ (DEU) darüber hinaus auch die Luftoperationen im Rahmen der Großübung „Air Defender 23“ mit 250 Luftfahrzeugen aus 25 Nationen“, so Brigadegeneral Holger Radmann, Director JFAC HQ (DEU) und ergänzt: „Die Übernahme unterstreicht die wichtige Rolle Deutschlands in der Allianz und ist ein weiteres sichtbares Zeichen der Bündnissolidarität gegenüber unseren Partnern.

von Alexander Feja  E-Mail schreiben
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