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Marine
Simulation eines Seegefechts

Ausbildung für den Seekrieg: Dynamisch wie die aktuelle Entwicklung

Ausbildung

Simulationen wie Dynamic Mirage 2026 sind unverzichtbar, um Soldatinnen und Soldaten der Marine auf Kampfeinsätze vorzubereiten. Sie ergänzen Übungen im Feld und auf See. Gleichzeitig heben sie die Erprobung von Verfahren und technischen Innovationen auf ein höheres Level. Ziel ist die dynamische Anpassung an neue Bedrohungslagen.

Soldat in blau blickt auf einen PC-Bildschirm mit Karte.

Übung für den Ernstfall – per Mausklick statt auf See. Das nennt die Deutsche Marine „synthetische Übung“. Solche werden nun zu einem zentralen Bestandteil maritimer Ausbildung.

Bundeswehr/Leon Rodewald

Synthetische Übungen haben den Vorteil, dass sie einen effizienten und flexiblen Einsatz von Personal und Material ermöglichen. Die angelegten Szenarien können pragmatisch und kurzfristig am Computer an Land geübt werden. So wird die Marine in die Lage versetzt, schnell auf massive Veränderungen der Seekriegführung zu reagieren.

Seekrieg vernetzt mit Verbündeten üben

Dynamic Mirage findet jedes Jahr gemeinsam mit NATONorth Atlantic Treaty Organization-Partnern als vernetzte Übung statt. Die diesjährige Simulation vom 2. bis 13. Februar 2026 stand unter dem Kommando des maritimen Hauptquartiers der Allianz im britischen Northwood.

Rund 300 aktive Teilnehmende aus Kanada, Dänemark, Deutschland, Finnland, Italien, Litauen, den Niederlanden und Norwegen sowie Beobachtende aus weiteren Nationen übten in Deutschland die Bündnisverteidigung in mehreren Simulationen nach einem realitätsnahen „Drehbuch“. In operativen Teams trainierten sie gemeinsam in einer virtuellen Umgebung mit multidimensionaler Bedrohung. Ziel war es, so die Einsatzrealität authentisch abzubilden.

Die Übung reiht sich ein in eine Vielzahl synthetischer Übungsaktivitäten der NATONorth Atlantic Treaty Organization zur Stärkung vernetzter Operationsführung. Dabei geht es um die Interaktion zwischen allen Domänen – Land, Luft, See, Welt- und Cyberraum.

Training in Echtzeit 

In Dynamic Mirage 2026 führt der kommandierende Offizier (Commander Task Group, CTGCommander Task Group) mit seinem Stab einen virtuellen Marineverband. Das gesamte Szenario läuft in Echtzeit ab, sodass der Stab des CTGCommander Task Group und seine Einheiten jederzeit ihr Lagebild auf aktuellem Stand halten können, während sie ihren Auftrag erfüllen.

Alle Teilnehmenden sind über ein gesichertes militärisches Netzwerk miteinander verbunden. Dabei beschränken sich die Übungsmöglichkeiten nicht nur auf die ITInformationstechnik-Simulation. Aufgrund modernster Technik können reale Systeme wie Schiffe und Flugzeuge in die Übung eingebunden werden.

Ebenso wie in der Realität nutzen Soldatinnen und Soldaten auch in der Simulation hochmoderne Systeme zur verzugslosen Lagebildführung und gesicherten Kommunikation. Neben dem Austausch großer Datenmengen zum Ziel- und Gefechtsfeld spielt die Kommunikation über Video- und Sprachfunktionen wie Live-Chats eine wesentliche Rolle.

Marine als technischer Gastgeber

Das Marineunterstützungskommando und das zugehörige Systemzentrum Digitalisierung Dimension See stellten für die Übung Dynamic Mirage bereits zum dritten Mal die technische Basis zur Verfügung – mit dem weltweit einzigartigen System TAUES.

Stärkung der Verteidigungsfähigkeit im Bündnis

In der Gesamtschau ist Dynamic Mirage 2026 ein weiterer entscheidender Schritt, um Schlagkraft und Abschreckungsfähigkeit der NATONorth Atlantic Treaty Organization zu stärken. Dieses auf einem neuen Level – durch digitale Technik, gehobene Standards und nicht zuletzt durch gemeinsame Erfahrungen von Kameradinnen und Kameraden im Bündnis.

von Christina Moritz  E-Mail schreiben

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