Marine
U-Boot-Jagd

Dynamic Manta 2022 beendet

Dynamic Manta 2022 beendet

  • Übung
  • Marine
Datum:
Ort:
Catania
Lesedauer:
2 MIN

Die NATO-Übung Dynamic Manta ist am 4. März nach zwölf Tagen des Trainierens von U-Boot-Abwehr und Überwasserkriegsführung geendet. Im zentralen Mittelmeer nahmen Schiffe, U-Boote sowie Luftfahrzeuge und Personal aus neun NATO-Staaten teil.

Ein graues Flugzeug mit vier Propellern fliegt über ein Meer.

Ein Seefernaufklärer P-3C Orion der Deutschen Marine über dem Mittelmeer, hier beim Einsatz Irini 2021

Bundeswehr

Unterseeboote aus Frankreich, Griechenland und Italien schlossen sich für die Übung den Überwassereinheiten aus Frankreich, Griechenland, Italien, Kanada, Spanien, Großbritannien, der Türkei und den USA an. Während der Übung unterstützten außerdem Seefernaufklärer aus Deutschland, Frankreich, Griechenland, Italien, Kanada, USA und Großbritannien in einer simulierten mehrfachen Bedrohungslage.

Das deutsche Marinefliegergeschwader 3 „Graf Zeppelin“ war mit einer P-3C Orion und zwei fliegenden Besatzungen sowie Unterstützungs- und technischem Personal an Dynamic Manta beteiligt. „Die Beteiligung verlief für uns überaus erfolgreich“,  resümiert Fregattenkapitän Jens Parnow, Einheitsführer der Fliegenden Staffel 2 des Geschwaders. „Die Übungsziele hinsichtlich der fortgeschrittenen U-Boot-Jagd-Verfahren und -Taktiken konnten wir gemeinsam mit unseren NATO-Verbündeten erreichen.“

„Die Fähigkeiten, die Entschlossenheit und die hervorragende Leistung dieses multinationalen Verbandes machten Dynamic Manta 2022 für alle Beteiligten zu einer Hochwertübung. Neben der Beteiligung mit eigenen Kräften leistete Italien dabei als Gastgebernation eine hervorragende Unterstützung“, so Konteradmiral Stephen Mack, Befehlshaber U-Boote der NATO. „Die Fähigkeit, Schiffe, U-Boote und Luftfahrzeuge aus neun Nationen schnell und wirkungsvoll im Verbund einzusetzen, hat ganz klar die Einheit des Bündnisses und die Einsatzbereitschaft des Seestreitkräfteanteils der NATO Response Force unter Beweis gestellt.“

Geleitet wurde die Übung auf See vom Befehlshaber der Standing NATO Maritime Group 2 (SNMGStanding NATO Maritime Group 2), Flottillenadmiral Mauro Panebianco, auf dem italienischen Flaggschiff, der Fregatte „Carlo Margottini“. „Die Schiffe stellten damit unter Beweis, dass die NATO-Seestreitkräfte ihre Übungen im Mittelmeer fortsetzen und ihre hohe Einsatzbereitschaft aufrechterhalten“, so Panebianco. „Diese Übungen zeugen vom Zusammenhalt der NATO-Staaten und dienen der Rückversicherung der Bündnispartner, dass die Verpflichtung zur kollektiven Verteidigung im maritimen Bereich erfüllt wird.“

Stetig steigender Schwierigkeitsgrad

Mehrere Kriegsschiffe fahren in Formation durch das Meer.

Formationsfahrt während des Dynamic Manta 2022

NATO FRAN S.Dzioba

Jedes beteiligte Kriegsschiff führte während der Übung eine Vielzahl von U-Boot-Abwehreinsätzen durch. Die U-Boote wechselten sich in der Rolle des Jägers und Gejagten ab und stimmten ihre Maßnahmen eng mit den Übungsteilnehmern in der Luft und auf See ab. Es wurden 16 speziell auf die U-Boot-Abwehr zugeschnittene, aufeinanderfolgende Übungen mit steigendem Schwierigkeitsgrad in einer herausfordernden Unterwasserumgebung trainiert.

Die U-Boot-Abwehrmaßnahmen wurden durch eine die Übung begleitende Einsatznachbereitungsgruppe (In-Stride Debriefing-Team, IDT) unter der Führung des Operations Directorate des Allied Maritime Command (MARCOMAllied Maritime Command) ausgewertet. Die IDT wurde vor Ort durch Personal aus sieben Nationen verstärkt. Außerdem unterstützte Personal aus fünf Nationen aus den jeweiligen nationalen Stäben heraus.

Das Centre for Maritime Research and Experimentation der NATO unterstützte die IDT durch die ausführliche Auswertung ausgewählter Ereignisse. Alle Teilnehmer erhielten von der IDT eine rasche Rückmeldung, was einen schnellen Lernerfolg ermöglichte und so die unmittelbare Verbesserung und Verfeinerung der Taktik und Verfahren noch in See ermöglichte.

Dynamic Manta ist eine von zwei großen U-Boot-Abwehrübungen, die jährlich unter Führung des MARCOMAllied Maritime Command der NATO stattfinden. Die SNMGStanding NATO Maritime Group 2, die ein Kernelement der NATO Response Force (NRFNATO Response Force) bildet, nimmt regelmäßig an solchen anspruchsvollen Übungen teil und stellt so die hohe Einsatzbereitschaft des Seestreitkräfteanteils der NRFNATO Response Force sicher. Dieser NATO-Marineverband hat mittlerweile sein reguläres Einsatzprogramm im Mittelmeer wieder aufgenommen.

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