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Girls‘ Day 2017: Mädchen in Blaumännern

Girls‘ Day 2017: Mädchen in Blaumännern

  • Karriere
  • Marine
Datum:
Ort:
Rostock
Lesedauer:
2 MIN

Schülerinnen ab der 9. Klasse konnten sich hinter sonst verschlossenen Kasernentoren vom Berufsbild Marinesoldatin überzeugen. Bereits zum 17. Mal informierten mehrere Marinestandorte zum Girls‘ Day, welche Karriere sich den Mädchen später bei der Bundeswehr anbietet.

Girls‘ Day bei den Marinefliegern

Zwei Besucherinnen des Girls' Day schauen sich das Cockpit vom Transporthubschrauber Sea King aus nächster Nähe an.

Bundeswehr/Maylin Wied

Die Marinefliegergeschwader 3 und 5 in Nordholz gaben im Rahmen des Girls‘ Day 25 Schülerinnen Einblicke in einige der zahlreichen interessanten Berufe im Marinefliegerstützpunkt in Nordholz. Neben einer Platzrundfahrt und einer allgemeinen Informationsrunde über Jobs mit und ohne Uniform bei der Bundeswehr demonstrierte die Fliegerhorstfeuerwehr den Mädchen ihr Können.

An den Bordhubschraubern Sea King und Sea Lynx sowie dem Aufklärungsflugzeug P-3C Orion standen Flugzeugtechniker und Piloten für Fragen rund um ihre Aufgaben und ihr Arbeitsumfeld bereit und gaben spannende Einblicke in die Welt der Marinefliegerei.

Marinetechnikschule fest in Mädchenhand

Auch die Marinetechnikschule Parow öffnete für 15 Schülerinnen aus der Region Stralsund seine Tore. Der „Tagesdienstplan“ beinhaltete Teile der militärischen Grundlagen, einen kurzen Einblick in die Schiffstechnik samt dem Gefühl vom Leben an Bord eines Schiffes.

Im Blaumann angetreten, konnten die Schülerinnen einen 15 kg schweren Rucksack aufsetzen und ein paar Schritte damit gehen. Auf den Spuren von Diesel und Pascal wurde den Mädchen die Funktionsweise eines Schiffsdieselmotors anschaulich erklärt. Die „Girls“ konnten dabei den Ölstand, den Wasservorrat und die Kraftstoffmenge prüfen. Nach der Überprüfung kam der besondere Moment – das Starten des Dieselmotors. Celina Michelle Töllner (15) aus Prohn durfte den Startknopf drücken und circa 4.000 PS dröhnten in der Ausbildungshalle. Danach tauchten die Schülerinnen in die „Geheimnisse“ der Chemie ein. Die Schülerinnen stellten die Zähflüssigkeit der entnommenen Ölprobe fest und konnten anhand ihrer Ergebnisse die Veränderungen und Auswirkungen auf den Schiffsmotor erkennen.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen in der Truppenküche der MTS, hieß es: „Willkommen an Bord!“ Das Ausbildungsboot „Ensdorf“ diente den Mädchen als schwimmendes Klassenzimmer. Die Soldaten des Bootes erklärten den Besucherinnen die Brand- und Leckabwehr, Ankermanöver und das Beheben technischer Störungen an den Maschinenanlagen. Hier nutzten einige Mädchen die Gelegenheit, sich von der Bequemlichkeit der Kojen zu überzeugen. Andere schlüpften in die Rolle des Kapitäns und nahmen auf dem Chefsessel Platz.

Marine hautnah in Warnemünde

Der Marinestützpunkt Warnemünde lud zum Mädchenzukunftstag ein – und 14 interessierte Schülerinnen folgten der Einladung. Bei der standorteigenen Einkleidung durften die Mädchen eine Uniform für den Einsatz in der Wüste und der Tropenregionen anprobieren. Auch einen Einblick in das Innere eines Bootes der Deutschen Marine wurde den Schülerinnen ermöglicht. Die Korvette „Ludwigshafen am Rhein“ hieß die Besucherinnen mit einer Führung durch das Boot willkommen. Hier konnten die Schülerinnen alle ihre Fragen über die Seefahrt und das Leben als Marine-Soldat loswerden. Der krönende Abschluss bildete eine Fahrt auf einer Barkasse über die Warnow.

Weitere Standorte des Girls‘ Day 2017 bei der Marine waren der Marinestützpunkt Kiel und Wilhelmshaven. Die Erlebnisse der Besucherinnen haben wir in einer Bildergalerie zusammengestellt.

von  Oleg Dedikov  E-Mail schreiben