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Heimdall 2022: Vorbereitung ist die halbe Miete

Heimdall 2022: Vorbereitung ist die halbe Miete

Datum:
Ort:
Andenes
Lesedauer:
2 MIN

Vor dem eigentlichen Beginn des Manövers Joint Fire Support Exercise ­­– Heimdall 2022 musste die Übung der Streitkräfte in zahlreichen Arbeitsstunden geplant werden. 51 Dienststellen der Bundeswehr waren an der Planung beteiligt.

Ein Hubschrauber bringt Material in einer Kiste an einem Seil auf eine Insel.

Der Sea King liefert Material vom Einsatzgruppenversorger „Berlin“ auf die kleine unbewohnte Insel Ørja vor Andenes in Norwegen. Die Gebirgsjäger des Heeres nehmen dieses in Empfang.

Bundeswehr/Leon Rodewald

Vor zwei Jahren starteten die ersten Vorbereitungen der Einsatzflottille 2 für Heimdall 2022. Von der Idee bis heute überwanden die Planer zahlreiche Hürden, um diese bundeswehrgemeinsame Übung ermöglichen zu können. „Die Idee ist bereits früh entstanden, aber nach und nach wuchs die Übung, weil wir feststellten, dass wir die Unterstützung von diesen und jenen Dienststellen zur Realisierung des Manövers benötigen“, so Kapitänleutnant Maximilian D., einer der Planer der Übung.

Vor gut einem Jahr fand die erste Konferenz mit allen Akteuren statt, um gemeinsam das Ziel der Übung zu definieren. Zur Final Planning Conference trafen sich dann alle Beteiligten im September bei der Gebirgsjägerbrigade 23 in Bad Reichenhall. Dort präsentierten die Vorbereiter den Übungsteilnehmenden der Deutschen Marine, sowie einem Mörserzug die Fähigkeiten der Joint Fire Support Coordination Group.

Das Bundeswehr-Dienstleistungszentrum Wilhelmshaven schloss im Vorfeld mit Norwegen und dem dort ansässigen Andoya Space Center Verträge und bestimmte den Transportbedarf von Fahrzeugen, Material und Munition. Immerhin musste der Transport von einer unbemannten Überwasserdrohne, 650 Stück Mörsermunition, 10 Stinger-Raketen, 1.200 Schuss 76 Millimeter, 100 Schuss 127 Millimeter sowie 20.000 Schuss für kleinkalibrige Waffen, Fahrzeuge und vielen mehr organisiert werden. Nebst dem Transport mit dem A-400M der Luftwaffe brachte der Einsatzgruppenversorger „Berlin“ auch einiges an Material der Gebirgsjäger nach Norwegen.

Die Übungsleitung und die Landunterstützungsgruppe reiste mit einem A321neo der Flugbereitschaft der Bundeswehr in Norwegen an. Unmittelbar nach der Landung ging es mit den Vorbereitungen vor Ort weiter: Die Informationstechnik für die Übungsleitung musste aufgebaut, die Kommunikationsstrecken für die technische Datenübermittlung zwischen Land-, Luft- und Seestreitkräften getestet und das Material an die unterschiedlichen Orte der Übung transportiert werden.

Material an seinen Bestimmungsort

Drei graue Schiffe fahren zusammen in eine Reichtung durch die See.

Die am Manöver Heimdall 2022 teilnehmenden Schiffe, hier Einsatzgruppenversorger „Berlin“, Fregatte „Rheinland-Pfalz“ und Fregatte „Schleswig- Holstein“ (rechts) fahren in einem gemeinsamen Transit nach Norwegen

Bundeswehr/Julia Kelm

Mittels zwei Mehrzweckhubschrauber Sea King wurden beispielsweise 25 Tonnen Material auf die Insel Ørja gebracht, um die Mörserstellung der Gebirgsjäger aufzubauen. Unter dem Material waren auch Zelte und Schlafsäcke, denn trotz der widrigen klimatischen Bedingungen verbringen die Soldatinnen und Soldaten der Gebirgsjägerbrigade 23 den gesamten Übungszeitraum draußen auf der Insel, inmitten der Natur.

Der maritime Verband hat sich in Harstad auf die kommenden Tage in See vorbereitet: Proviantübernahme, letzte Planungen für das Seezielschießen und andere Übungen. Bei der Pre-Sail Conference trafen sich alle Verantwortlichen einzelner Übungsabschnitte und Übungseinheiten, um die allerletzten Absprachen von Angesicht zu Angesicht zu treffen. „Für den Erfolg des Manövers ist es unerlässlich, dass wir alle den gleichen Zeichenvorrat haben, denn wir werden Leute in der Luft, auf See und an Land haben und gleichzeitig mit unterschiedlichen Waffen auf ein Ziel schießen“, betont Kapitänleutnant Maximilian D. mit dem Hinweis auf den gleichen Wissensstand.

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Bildergalerie ­­– Vorbereitung auf Heimdall 2022

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