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Schneller und weiter: P-8A Poseidon Richtung Indo-Pazifik gestartet

Indo-Pazifik

Nach intensiver Vorbereitung am Fliegerhorst Nordholz hat die Deutsche Marine einen Seefernaufklärer P-8A Poseidon in Richtung Indien entsendet. Mit dem Einsatz während des Indo-Pacific Deployments 2026 unterstreicht die Marine ihre Fähigkeit, moderne Luftfahrzeuge über größere Distanzen einzusetzen und international Verantwortung zu übernehmen.

Ein graues Marine-Flugzeug auf einer Landebahn in Indien.

Auch 2026 stärkt die Marine die Präsenz der Bundesrepublik in der indo-pazifischen Region – diesmal mit einem brandneuen Seefernaufklärer P-8A Poseidon, der interkontinental Richtung Indien fliegt

Bundeswehr/Reinhold

Am 16. Februar 2026 ist die P-8A Poseidon gestartet. Mit der Entsendung beteiligt sich die Marine am diesjährigen Indo-Pacific Deployment. Der Einsatz ist Teil der Umsetzung der Indo-Pazifik-Leitlinien der Bundesregierung.

Modernstes Marineflugzeug zur Aufklärung

Die Poseidon ist eines der modernsten Flugzeuge für die Seefernaufklärung und U-Boot-Jagd – schneller und mit einer deutlich größeren Reichweite als die mittlerweile außer Dienst gestellte P-3C Orion. Sie kann weiträumig Seegebiete überwachen, Schiffsbewegungen verfolgen sowie U-Boote orten und bekämpfen. Zusätzlich kann das Flugzeug Leichtgewichtstorpedos, Wasserbomben und Luft-Boden-Lenkflugkörper als Bewaffnung mitführen.

Daraus ergibt sich die Möglichkeit der schnellen Schwerpunktbildung, aber auch der Zusammenarbeit und Kooperation mit anderen P-8-betreibenden Nationen. So hat die Marine, neben den NATONorth Atlantic Treaty Organization-Partnern, auch schon hervorragende Beziehungen mit Neuseeland etablieren können.

Gute Vorbereitung ist alles

Die Verlegung ist für die Marineflieger eine besondere Herausforderung. Erstmals fliegt ein Flugzeug dieses Typs über eine interkontinentale Distanz in den indo-pazifischen Raum. Die Vorbereitungen am Standort des Marinefliegergeschwaders 3 „Graf Zeppelin“ begannen mehrere Monate zuvor. Sie umfassten die fliegerische Ausbildung, Einsatzplanung sowie Maßnahmen zur Sicherstellung der technischen Einsatzbereitschaft.

Wartungs- und Instandsetzungspersonal bereitete die P-8A Poseidon auf den Langstreckenflug und den Einsatz unter klimatisch anspruchsvollen Bedingungen vor. Zusätzlich stellen die beteiligten Bereiche Ersatzteile, Bodengerät und missionsspezifische Ausrüstung bereit.

Interkontinentale Verlegung als Einsatzbestandteil

Der Start in Nordholz markierte den Beginn des Indo-Pacific Deployments 2026. Die Fähigkeit, ein modernes Seefernaufklärungsflugzeug eigenständig über große Entfernungen zu verlegen, zeigt die Einsatzbereitschaft der Marine im Bereich der maritimen Luftfahrt. Gleichzeitig belegt der Flug die erfolgreiche und enge Zusammenarbeit zwischen fliegendem, technischem und logistischem Personal.

Von Indien aus wird die Poseidon im indo-pazifischen Raum eingesetzt. Geplant sind Aufklärungs- und Präsenzflüge sowie die Teilnahme an bilateralen und multinationalen Übungen und Ausbildungsabschnitten.

Beitrag zu Partnerschaft und maritimer Sicherheit

Das Indo-Pacific Deployment hat drei Kernaufträge: 

Die Marine beteiligt sich gemeinsam mit internationalen Partnern an Maßnahmen zur Wahrung der Freiheit der Meere. Dabei liegt der Schwerpunkt auf dem Austausch mit Schlüsselakteuren sowie der Entwicklung eines gemeinsamen operativen Verständnisses. Bilaterale und multinationale Übungen dienen hierbei der Steigerung von Kooperation und Interoperabilität. Sie tragen dazu bei, gegenseitiges Verständnis für Fähigkeiten zu vertiefen und eine belastbare Vertrauensbasis für zukünftige Vorhaben aufzubauen.

Die erfolgreiche Verlegung der P-8A Poseidon ist ein wesentlicher Bestandteil des Gesamteinsatzes. Sie belegt die Fähigkeit der Marine, moderne Luftfahrzeuge über große Entfernungen einzusetzen und sich in internationale Strukturen zu integrieren.

von Cedric Jentsch  E-Mail schreiben

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