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Kooperation

Seebataillon trainiert mit slowakischen Militärpolizisten

Seebataillon trainiert mit slowakischen Militärpolizisten

  • Übung
  • Marine
Datum:
Ort:
Eckernförde
Lesedauer:
2 MIN

Die Deutsche Marine ist in vielen Einsätzen auf der Welt unterwegs. Das Seebataillon ist dabei oft ein wichtiger Bestandteil und Erfahrungsträger. Denn seine Soldaten sind die ersten vor Ort, wenn es „brennt“.

Mehrere slowakische Soldaten fahren auf einem Speedboot.

Die slowakische Militärpolizei übt bei der Vorbereitung zum Einsatz Sophia, unter Aufsicht des deutschen Seebataillons, das Boarden eines Bootes

Bundeswehr/Steve Back

Diese Erfahrung teilt die Deutsche Marine gern mit verbündeten Nationen. Zu diesem Anlass waren slowakische Militärpolizisten im Herbst 2017 in Eckernförde. Gemeinsam mit der Bordeinsatzkompanie bereiteten sie sich auf ihren künftigen Einsatz im Mittelmeer vor.

Wenn ein Team des Seebataillons an Bord eines fremden Schiffes kommt, ist es dort nicht unbedingt gern gesehen und stößt auch ab und an auf Widerstand. In der Ausbildung ist daher das Betreten von Schiffen entgegen dem Willen des Kapitäns genauso ein fester Bestandteil wie die Überprüfung von Handelsschiffen. Da die Soldaten vorher nie genau wissen, was sie erwartet, ist jeder Boarding-Soldat als Ersthelfer geschult. Das heißt, alle Soldaten der Bordeinsatzkompanie (BEK) müssen imstande sein, zu jeder Zeit verletzte Besatzungsmitglieder auf den Schiffen zu versorgen.

Gemeinsam lernen

Die vergangenen vier Wochen waren sehr intensiv. Die deutschen und slowakischen Soldaten haben gemeinsam von- und miteinander gelernt. Wie damals in der Schulzeit gab es auch bei den Soldaten der BEK Theorie- und Praxisunterricht. Nach Themen wie Schiffsicherung und die theoretische Durchführung von Boarding-Operationen hieß es, die Theorie in der Praxis anwenden.

Drei slowakische Soldaten besprechen sich untereinander.

Das Boadingteam verschafft sich zunächst einen Überblick an Bord

Bundeswehr/Steve Back
Slowakische Soldaten üben die Verwundetenversorgung.

Schnelle, koordinierte Verwundetenversorgung besitzt in einem realen Gefecht einen hohen Stellenwert

Bundeswehr/Steve Back

Von der Theorie zur Praxis

Jeder einzelne der slowakischen Soldaten möchte perfekt vorbereitet auf die Mittelmeermission sein, um die Besatzung des betroffenen Schiffes bestmöglich zu unterstützen. Und so starteten alle höchst motiviert in die gemeinsame Abschlussübung. Diese fordernde Übung beinhaltete das Heranfahren mit einem Speedboot und die medizinische Erstversorgung von Verletzten. Die Schwierigkeit dabei ist, Verletzte schnell zu finden und sich einen Überblick darüber zu verschaffen, wie viele von der Besatzung eigentlich an Bord sein müssten. Denn nur so kann ausgeschlossen werden, dass jemand übersehen wird.

In geübten Szenario gab es verletzte Personen im Maschinenraum des Tenders „Main“. Er war Schauplatz des Geschehens und befand sich in den Gewässern vor Eckernförde. Die Zusammenarbeit der beiden Nationen verlief reibungslos, sodass das Ergebnis der Ausbildung und Übung mit Freude an die Fregatte weitergegeben wurde. Und auch hier freut man sich schon auf die bevorstehende, multinationale Zusammenarbeit.

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