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U-Boot-Abwehr: Dynamic Manta 2021 beendet

U-Boot-Abwehr: Dynamic Manta 2021 beendet

  • Übung
  • Marine
Datum:
Ort:
Rostock
Lesedauer:
2 MIN

Ein Seefernaufklärer P-3C Orion der Marineflieger hat sich vom 22. Februar bis 7. März an dem NATO-Seemanöver im Mittelmeer beteiligt.

Ein hellgrauer viermotoriges Propellerflugzeug im Flug wenige Meter über einer Landebahn.

Die für Dynamic Manta abgestellte P-3C Orion der Deutschen Marine, hier im Landeanflug auf die USUnited States-Marinefliegerbasis Sigonella

NATO/US Navy/Josh Coté

Zwei Einsatzbesatzungen, Techniker und weiteres Unterstützungspersonal des Marinefliegergeschwaders 3 hatten dafür Mitte Februar aus Nordholz in Niedersachsen auf den USUnited States-Stützpunkt Sigonella auf Sizilien verlegt. In 14 Tagen absolvierten sie zehn Manöverflüge mit insgesamt 55 Flugstunden.

Ein Highlight im gesamten Zeitraum war eine U-Jagd-Einzelübung zusammen mit der französischen Flugzeugträgerkampfgruppe der „Charles de Gaulle“. In einem komplexen Szenario galt es, den Träger vor möglichen Angreifern zu schützen. Die Teilnehmenden mussten alle verfügbaren Sensoren und Waffensysteme so einsetzen, um optimalen Schutz zu gewährleisten.

Drei U-Boote gegen einen Flugzeugträger

„Bei diesem anspruchsvollen Szenario musste der Manöververband mit seinen Schiffen und Hubschraubern sein Können gegen gleich drei U-Boote unter Beweis stellen“, erklärt der Kontingentführer Fregattenkapitän Jens Parnow. „Hier mussten alle Teilnehmer ihre taktischen und operativen Fähigkeiten gut koordinieren.“

Drei U-Boote aufgetaucht auf blauer Wasseroberfläche.

Die Manövergegner der Großübung, von links nach rechts: die italienische „Todaro“, die türkische „Cannakkale“ und die griechische „Papanikolis“. Alle U-Boote sind deutsche Baumuster der Typen 212, 209 beziehungsweise 214.

NATO/Marine Nationale/Stephane Dzioba

Das Feedback unterschiedlicher Verantwortungsträger wäre durchgehend positiv gewesen, sagt Parnow und betont: „Effektiver Schutz vor U-Booten ist derzeit nur mit weitreichenden, luftgestützten Fähigkeitsträgern wie einem Maritme Patrol Aircraft sicherzustellen. Eine essentielle Fähigkeit für maritime Operationen, welche in der NATO Mangelware ist. Für deren Erhalt warten die Marineflieger auf eine Zwischenlösung nach dem Nutzungsende der deutschen P-3C Orion.“

Die letzte Mission des multinationalen Manövers war, zusammen mit Fregatten und Hubschraubern, ein griechisches U-Boot daran zu hindern, ein vordefiniertes Zielgebiet zu erreichen. „Trotz aller taktischen Finessen der griechischen Kameraden, sich in unmittelbarer Nähe eines langsam fahrenden Handelsschiffes durch die Reihen der Fregatten zu schleichen, konnte unsere Marineflieger mit ihrer Orion das Boot entdecken und verfolgen“, berichtet Parnow.

Noch ist die Fähigkeit zur U-Boot-Abwehr vorhanden

Auch deshalb zieht er ein deutlich positives Fazit der Übung. „Es ist uns gelungen zu zeigen, dass unsere Befähigung zur weitreichenden luftgestützten U-Boot-Jagd noch auf hohem Niveau vorhanden ist“, meint Parnow. Die Gründe dafür sieht er unter anderem in einer Teamleistung: „Motivation, Einfallsreichtum und Zusammenhalt des gesamten Kontingents haben mich beeindruckt und waren ausschlaggebend für unseren Erfolg. Ohne diese Teamleistung hätte das nicht gelingen können.“

Das Kontingent von rund 70 Soldatinnen und Soldaten kehrt binnen einer Woche nach Ende des Manövers heim. Das eingesetzte Personal muss anschließend aufgrund der Pandemiesituation zunächst in eine häusliche Quarantäne.

von  Presse- und Informationszentrum Marine (MA/mmo)  E-Mail schreiben

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