Das Verbandsabzeichen der Marineschifffahrtleitung als Patch auf der Schulter eines Soldaten in Flecktarnuniform.
Reportage

Northern Coasts 2018

Die Grauen und die Weißen

Im multinationalen Manöver Northern Coasts 2018 haben Reserveoffiziere der Marineschifffahrtleitung geübt, als Dienstleister von Seestreitkräften für die zivile Schifffahrt zu arbeiten. Das braucht Fachwissen über die Region Ostsee, das Militärs nicht haben.

Kapitel 1: Ein verdächtiger Frachter

Was ist auffälliges Verhalten auf See? Ein Fischtrawler, der im Zickzack fährt? Ein Containerschiff, das nachts ohne Lichter fährt?

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Kapitel 2: Auftrag vom Flaggschiff

Tage später hat sich die Lage im Marinemanöver Northern Coasts verändert. Die Krise hat sich verschärft ...

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Exkurs: Strategischer Seetransport

Die Ostsee ist ein wichtiger Seeweg, der Verbündete und Partner miteinander verbindet. Im Ernstfall verlaufen hier die Routen für militärische Transporte.

Die deutsch-dänische Kooperationsvereinbarung zum „Gesicherten Gewerblichen Strategischen Seetransport“ vom 30. November 2006, genannt „Ark-Projekt“, ist ein sogenannter Vorhaltevertrag, der der Bundeswehr den Zugriff auf zeitkritische beziehungsweise nicht spontan verfügbare kommerzielle Transportkapazitäten sichert. Deutschland besitzt keinen eigenen strategischen Seetransport, so dass es über diese Vereinbarung Verpflichtungen gegenüber NATONorth Atlantic Treaty Organization und EUEuropäische Union erfüllen kann.

Ein Militär-Lkw steht in einem Hafen; im Hintergrund ein großes, weiß-blaues Schiff.

NATONorth Atlantic Treaty Organization-Großübung Trident Juncture 2018: Die Hafenumschlagskompanie des Logistikbataillons 161 entlädt deutsche und niederländische Fahrzeuge vom dänischen RoRo-Schiff „Ark Germania“ im Hafen von Fredrikstad, Norwegen.

Bundeswehr/Marco Dorow


Die Seetransportkapazitäten stellt in Dänemark die Reederei DFDS Seaways 365 Tage im Jahr zur Verfügung. Die gegenwärtigen Vertragsbedingungen sehen einen zeitlich gestaffelten Zugang zu insgesamt rund 10.500 Längenmetern mit Bereitstellungszeiten von 15 und 30 Tagen vor. Dieser Pool besteht aktuell aus den RoRo-Schiffen „Suecia Seaways“, „Ark Germania“ und „Ark Dania“. „Roll-on Roll-off“-Schiffe sind speziell für den zügigen Transport von Landfahrzeugen gebaut.

Zusätzlich hat die Bundeswehr Zugang zu weiteren Schiffen mit einer Bereitstellungszeit von 60 Tagen und einer Ladekapazität von rund 8.300 Längenmetern aus dem dänischen Schiffspool oder dem Spot-Chartermarkt. Sind diese Kapazitäten aus dem ARK-Projekt frei, können Dritte sie nutzen, um Einnahmen zur Reduzierung der Charterkosten zu erzielen.

Das „Ark-Projekt“ ist überhaupt ein wichtiger Beitrag zur Verbesserung der Reaktionsfähigkeit der Bundeswehr. Deutschland hat die Kapazitäten bereits mehrmals genutzt – zuletzt im Herbst 2018, als die Panzerlehrbrigade 9 des Heeres zur NATONorth Atlantic Treaty Organization-Übung Trident Juncture nach Norwegen verlegte. Der Vertrag wurde mittlerweile verlängert und hat eine Laufzeit bis Ende 2021.

Kapitel 3: Spießrutenlauf nach Finnland

Fürs Hochwertziel „Louhi“ wird der Weg zum sicheren Hafen zum notwendigen Risiko. Die Ostsee birgt plötzlich Piratengefahr.

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Datum und Ort

Veröffentlicht am: 18.11.2020, zuletzt aktualisiert am: 18.06.2021    
Ort: In See    
Lesedauer: 2 Minuten

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