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Corona-Hotline macht Pause

Evangelische Militärseelsorge

Ein bisschen Wehmut herrschte beim vorerst letzten Zoom-Meeting der Mitarbeiter*innen der Corona-Hotline der Helmut-Schmidt-Universität / Universität der Bundeswehr (HSUHelmut-Schmidt-Universität). Merle Sachs, Theologiestudentin und Koordinatorin der Hotline, bedankte sich bei den ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen für ihr intensives Engagement: „Ihr habt es mir sehr leicht gemacht, die Hotline zu koordinieren, weil ihr so fleißig die Dienste übernommen habt!“

Ein Teil der MitarbeiterInnen beim vorerst letzten Teammeeting

Ein Teil der MitarbeiterInnen beim vorerst letzten Teammeeting

Militärseelsorge/Michael Rohde

Die Hotline wurde von den beiden Militärseelsorgern der Universität, Militärdekan Pater Dr. Peter Henrich und Militärdekan ThDr. Michael Rohde initiiert, um vor allem auch zu Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland, als es zum Shutdown der Universität kam, allen Angehörigen der Universität, also sowohl den Student*innen als auch den Mitarbeiter*innen 24 Stunden, sieben Tage die Woche verlässliche Ansprechpartner*innen zu bieten, die kompetent Informationen vermitteln und auch bei Problemen begleiten konnten. Vielfältig waren die eigentlichen Professionen der insgesamt 14 Mitarbeiter*innen: aus Psychologie, Militär, Sozialdienst, Seelsorge, Personalrat, Student*innen ...

Besonders die Mischung der verschiedenen Kompetenzen ermöglichte einen intensiven Austausch auch untereinander. Stabsfeldwebel Tobias Kossiski, stellvertretender Personalratsvorsitzender an der HSUHelmut-Schmidt-Universität, betont die Relevanz des Angebots: „Ich habe nicht lange überlegt und meine Mitarbeit sofort zugesagt. Sehr gerne habe ich mich eingebracht, auch wenn eine solche Hotline für mich Neuland war. Ich wollte durch meine Mitarbeit die Universitätsangehörigen in diesen Zeiten unterstützen und ihnen meine Kenntnisse/Erfahrungen aus dem Bereich der Personalratsarbeit zur Verfügung stellen. Dazu war der Austausch im tollen Team für mich ganz wichtig.“

Spannend war es auch für Leutnant Sally Baumblüth, die an der HSUHelmut-Schmidt-Universität Bildungs- und Erziehungswissenschaften studiert: „Es war mir wichtig, während der Krise für meine Kameradinnen und Kameraden und andere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die uns sonst den Rücken freihalten, da zu sein. Durch unsere Teamsitzungen haben wir starken Rückhalt und eine gute Zusammenarbeit erreicht.“

Bei allem Engagement war die Vorbereitung auf den Dienst und die kontinuierliche, supervisorische Begleitung der Mitarbeiter*innen grundlegend: die wöchentlichen Online-Team-Meetings boten die Möglichkeit, sich über Erfahrungen oder Fragen auszutauschen. Für spezielle Fragen und Reflexionen standen die Profis aus Seelsorge und Psychologie jederzeit zur Verfügung.

Die Militärdekane Rohde und Henrich sind sehr zufrieden mit dem Verlauf ihres Projektes. Zur Zeit sei allerdings kein Bedarf für einen weiteren kontinuierlichen Betrieb der Hotline gegeben. Die Anrufer*innen werden beim Anruf jetzt auf die Militärseelsorge und das ohnehin intensiv arbeitende Hilfenetzwerk der HSUHelmut-Schmidt-Universität verwiesen.

Mit den gemachten Erfahrungen und Strukturen sei eine „Re-Aktivierung“ der Hotline aber kein Problem, sollte es zu einer zweiten Infektionswelle mit den entsprechenden Konsequenzen für das Leben an der Universität kommen. Sobald es die Situation wieder zulässt, werden sich die Mitarbeiter*innen zu einem Dankeschön-Essen bei der Militärseelsorge treffen.

von Johanna Hullmann-Gast
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