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Soldatenwallfahrt „light“ auf den Maria-Hilfberg in Amberg

Katholische Militärseelsorge

Bereits zum zweiten Mal in Folge fiel die größte Soldatenwallfahrt in Deutschland der Pandemie zum Opfer. Aber ganz ohne Zusammenkunft wollte sich der Pfarrgemeinderat (PGR) am Katholischen Militärpfarramt Weiden in diesem Jahr nicht erneut zufriedengeben. So konnten schließlich rund 50 Soldaten aus dem Seelsorgebezirk Weiden in der Wallfahrtskirche Maria-Hilf einen Gottesdienst feiern. Zu normalen Zeiten kommen etwa 1.200 Soldaten der Aufforderung nach, in der Oberpfalz auf den „Berg“ zu pilgern.

Zwei geistliche gehen zwischen den Sitzbänken in einer Kirche

Austeilen der Kommunion durch zwei katholische Geistliche.

Thomas Eichinger /Bundeswehr

Alljährlich findet auf dem Maria-Hilfberg in der Woche um das „Fest Mariä Heimsuchung“ (2. Juli) das Bergfest statt, bei dem es neben dem kirchlichen auch einen weltlichen Teil gibt, in dem die Pilger am Ende mit Bier und Bratwürsten versorgt werden. Die Wallfahrt geht auf die Pestepidemie von 1634 zurück und wäre in diesen Pandemiezeiten wohl wieder fast am Ursprung ihrer Entstehung.

Anders als geplant

Eigentlich wollten die Soldaten die geplante 31. Wallfahrt mit Weihbischof Graf aus der Diözese Regensburg feiern. Die Organisation stand und so wurde bereits seit Januar sehnsüchtig darauf gewartet, dass die Corona-Infektionszahlen fallen und eine Wallfahrt möglich würde.

Nachdem die Verantwortlichen des Bergfestes in Amberg bereits im April den weltlichen Teil der Veranstaltung abgesagt hatten und Anfang Mai die Hygienekonzepte noch keine Veranstaltung mit über 1.000 Soldaten und mehreren hundert Zivilisten zuließen, wurde im PGR die Idee geboren, zumindest den Gottesdienst in der Wallfahrtskirche zu feiern. So kam es, dass einige Soldaten, die normalerweise als Funktionspersonal an den Stationen eingesetzt sind, überhaupt zum ersten Mal am Wallfahrtsgottesdienst teilnehmen konnten.

Wallfahrtsmesse: ungewöhnlich, aber lohnenswert

Die Zelebranten der Heiligen Messe, Militärseelsorger Pater Patrick mit Diakon Richard Sellmeyer, empfingen nicht nur die Soldaten aus den Standorten Weiden, Pfreimd, Oberviechtach und Kümmersbruck, sondern konnten auch den aus München angereisten Leitenden Militärdekan Artur Wagner mit seinen Stellvertretern, den Militärdekanen Alexander Prosche und Jürgen Eckert, in Amberg begrüßen.

Am Ende, bei einem Mittagessen in Paulsdorf mit guten Gesprächen, waren sich alle Teilnehmer einig, dass es zwar eine ungewöhnliche Wallfahrt war, aber es sich gelohnt hatte, an der Umsetzung festzuhalten. Für das Jahr 2022 hoffen jedoch alle am 30. Juni auf eine „normale“ Wallfahrt, in der wieder viele Soldaten und Zivilisten singend und betend auf den Berg pilgern, um am Ende mit Bischof Graf unter freiem Himmel Gottesdienst feiern zu können.


von Thomas  Eichinger
Ein Weihnachtsbaum mit roten Kugeln und roten Sternen

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