Der Plan steht

Der Plan steht

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  • Personal
Datum:
Ort:
Köln
Lesedauer:
3 MIN

Zuerst kamen der Lock-Down und die „Arbeitsgliederung Kernfähigkeit“. Die nächste Stufe, der „Aufgelockerte Präsenzbetrieb“, wird bald erreicht. Unter der Leitung des Vizepräsidenten des Bundesamtes für das Personalmanagement der Bundeswehr Generalmajor Gunter Schneider hat das Lagezentrum eine Weisung erarbeitet, um die Rückkehr an den Arbeitsplatz für die Beschäftigten so sicher wie möglich zu gestalten.

Der Vizepräsident und ständige Vertreter der Präsidentin für das BAPersBw stemmt die Hände in die Hüften und blickt entschlossen

„Im Hinblick auf die Rückkehr zur Arbeitsnormalität müssen wir uns mental eher auf einen Corona-Langstrecken-Lauf denn auf einen Sprint einstellen“, so der Generalmajor

PIZ Personal/Jacquelin Mohit

Die „Weisung für die stufenweise Rückkehr zur durchhaltefähigen Gewährleistung einer vollständigen Aufgabenwahrnehmung (Vollbetrieb) im BAPersBwBundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr unter Covid-19-Bedingungen“ ist nun veröffentlicht. Aber was bedeutet das für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Amtes und der Karrierecenter der Bundeswehr (KarrC BwKarrierecenter der Bundeswehr)?

„Für das personelle ‚Hochfahren‘ des BAPersBwBundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr muss sich der positive Trend aktuell sinkender Corona-Fallzahlen in Deutschland und auch in der Bundeswehr fortsetzen“, erklärt Schneider. Vor Einnahme der nächsten Stufe sei es zwingend erforderlich, die Corona-Schutzmaßnahmen, die bereits in allen Dienststellen des Amtes etabliert sind, zu überprüfen und gegebenenfalls zu verstärken. „Wenn wieder mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an ihrem Arbeitsplatz erscheinen, muss deren Schutz verantwortbar gewährleistet sein“, so der Generalmajor.

Oberstleutnant Lindt sitzt am Schreibtisch und hält den Telefonhörer am Ohr

„Uns war es wichtig, eine Weisung zu erarbeiten, die eine schnelle Reaktion auf alle Eventualitäten ermöglicht“, erklärt Lindt

PIZ Personal/Christian Zielonka

Die Vorbereitungen sind getroffen

„Wir wollen geordnet wieder aufwachsen und haben deshalb mehrere Stufen mit dazugehörigen Schutzmaßnahmen entwickelt“, erklärt Oberstleutnant Stefan Lindt aus dem Lagezentrum. Desinfektionsmittel, Masken und Spuckschutzwände, die die Verbreitung von Aerosolen vermindern sollen, wurden deshalb beschafft. „Dass die Maßnahmen eingehalten werden, liegt aber in der Verantwortung der jeweiligen Abteilungsleiter und Dienststellenleiter der Karrierecenter“, erklärt Lindt.

Ein Schaubild stellt die vom Lagezentrum entwickelten Fähigkeitsstufen dar

Für das Lagezentrum war es handlungsleitend, im Falle einer weiteren Infektionswelle skalierbar reaktionsfähig zu sein

Bundeswehr/Lagezentrum BAPersBw

Welche Fähigkeitsstufen gibt es?

 „Am Anfang der Krise waren wir in einem operativen Minimum“, erklärt Lindt. „Der Schutz der Beschäftigten war oberstes Gebot“. Ziel war, die Kernfähigkeiten im Personalmanagement zu gewährleisten. In dieser Phase waren die meisten Beschäftigten im Homeoffice, hatten jedoch nicht alle Zugang zu mobiler dienstlicher ITInformationstechnik-Ausstattung. „Wir wollen jetzt vermehrt Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wieder in den Präsenzdienst an ihren Arbeitsplatz zurückholen und gleichzeitig das Arbeiten im Homeoffice ausweiten, um so eine Balance zwischen Auftragserfüllung und Schutz zu erreichen“, sagt der Oberstleutnant. Unter Beachtung der notwendigen Auflagen soll dadurch die Durchhaltefähigkeit aller Abteilungen bis zur Rückkehr in den Vollbetrieb sichergestellt werden.

Wann kehrt Normalität ein?

„Ein fahrlässiger Wettlauf innerhalb der Bundeswehr, wer beim ‚Hochfahren' seines jeweiligen Verantwortungsbereichs schneller als der andere ist, verbietet sich“, sagt der Vizepräsident des BAPersBwBundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr.

Lageoffizier T.K. zeigt das Lagebild in der Morgenlage

Alles im Blick behalten für das Lagebild

„Bei allen derzeitigen Lockerungen sollten wir uns immer wieder daran erinnern, dass die Pandemie weltweit unverändert andauert und das Virus noch längst nicht besiegt ist“, gibt er zu bedenken. Ein rascher Vollbetrieb sei daher schwer vorstellbar und werde wahrscheinlich erst mit der gesicherten Verfügbarkeit eines Impfstoffs angestrebt werden können.

Durchhaltefähigkeit zahlt sich aus

Die erste Infektionswelle hätten wir bisher nur deshalb so glimpflich überstanden, weil die Mehrzahl der Bevölkerung gewissenhaft die entsprechenden Schutzauflagen und -empfehlungen beachtet habe, so der Generalmajor. Darin schließt er alle Beschäftigten des BAPersBwBundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr und der Karrierecenter ein. Dass es in den letzten Monaten nicht immer leicht war, die Aufträge unter Berücksichtigung der Schutzmaßnahmen zu erfüllen und darüber hinaus die soziale Situation im Homeoffice zu managen, weiß Schneider: „Mein herzlicher Dank gilt Ihnen daher für die Geduld, das Verständnis und die Disziplin, mit der Sie sich an die Einhaltung dieser Vorgaben gehalten haben“, sagt er. „Dank des Plans werden jetzt viele unserer Beschäftigten an den Arbeitsplatz im BAPersBwBundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr zurückkehren können.“

von Carlotta Witt  E-Mail schreiben