Die Trendwende Personal ist erfolgreich!

Die Trendwende Personal ist erfolgreich!

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Ort:
Köln
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Die Personallage der Bundeswehr ist seit der Trendwende Personal von einer anhaltend positiven Entwicklung gekennzeichnet. In den letzten drei Jahren ist die Bundeswehr um rund 9.000 zusätzliche Berufs- und Zeitsoldatinnen und -soldaten aufgewachsen. Auch in der Truppe macht sich dieser positive Trend nun bemerkbar.

Eine Grafik, die den Aufwuchs um 9.000 Soldatinnen und Soldaten zeigt.

Seit 2016 ist die Bundeswehr um 9.000 Soldaten auf Zeit und Berufssoldatinnen gewachsen

Bundeswehr/PIZ Personal

Im Juni 2016 wurde mit der Trendwende Personal erstmals seit dem Ende des Kalten Krieges beschlossen: die Streitkräfte sollen wieder wachsen. Bis dahin waren alle Bemühungen im Personalmanagement darauf ausgerichtet, den Umfang der Bundeswehr nach Überwindung des Kalten Krieges abzubauen. Das Rational hinter dieser Entscheidung war und ist das deutlich veränderte sicherheitspolitische Umfeld Deutschlands. Denn um in einem unsichereren Europa und einer unsichereren Welt verantwortlich handeln zu können, braucht die Bundeswehr mehr Personal.

Die Trendwende wird spürbar

Rund 175.000 Berufssoldatinnen und-soldaten und Zeitsoldatinnen und -soldaten dienen aktuell in der Bundeswehr (Stand: November 2019). Das bedeutet einen Aufwuchs um circa 9.000 Frauen und Männer im Vergleich zum Jahr 2016. Einschließlich der Freiwillig Wehrdienstleistenden haben die Streitkräfte derzeit über 183.000 Angehörige.

Auch die Truppe spürt nun die positive Entwicklung. Feldwebel, die 2016 mit Beginn der Trendwende Personal eingestellt wurden, schließen in diesem Jahr ihre Ausbildung ab und besetzen die vorgesehenen Stellen. Für die Truppe bedeutet dies, dass die vielfältigen Aufträge auf mehr Schultern verteilt werden können.

Für die Ausbildung unserer Feldwebel benötigen wir je nach Tätigkeit zwei bis drei Jahre, für unsere Offiziere bis zu sieben Jahre. Aktuell haben wir etwa 39.000 Frauen und Männer in Ausbildung,

so der Sprecher des Bundesamtes für das Personalmanagement der Bundeswehr, Oberst Thomas Scheibe.


Feierliches Gelöbnis im BMVg 2019

9.000 zusätzliche Berufs- und Zeitsoldaten seit 2016: positiver Trend der Personalzahlen hält an

Bundeswehr/Christian Vierfuß

Einsatzbereitschaft wächst dank Trendwende Personal

Die jetzt in der Truppe einsetzbaren Soldatinnen und Soldaten erhöhen die Einsatzbereitschaft und das Leistungsvermögen vor Ort – auch bei Zukunftsthemen. Beispielsweise werden für die Herausforderungen der Digitalisierung und im Cyberraum im Jahr 2021 perspektivisch ca. 90 % der Planstellen für ITInformationstechnik-Feldwebel und ITInformationstechnik-Fachunteroffiziere besetzt sein – eine deutliche Steigerung von 15 bzw. 25 Prozentpunkten.

Bei Offizieren dauert es noch bis zu drei Jahre, bis die ersten seit der Trendwende Eingestellten ihren Dienst in der Truppe antreten. Die komplexen und spezifischen Aufgaben in der Bundeswehr und das Studium an einer der Universitäten der Bundeswehr machen eine intensive und hochwertige Ausbildung über die Laufbahnen hinweg erforderlich und möglich.

Digitalisierung in der Bundeswehr

Die Bundeswehr hat die Digitalisierung als Megatrend erkannt: Auch hier sind die Zahlen des Personalmanagements ausgezeichnet

2019 Bundeswehr/Markus Dittrich

Erfolg des Personalmanagements

Die aktuellen Zahlen zeigen deutlich den Erfolg des Personalmanagements in der Bundeswehr. Sämtlich Vorgaben und Ziele sind erreicht. Sie werden durch das Personalboard im Bundesministerium der Verteidigung vorgegeben. Dem Gremium gehören u.a. die Verteidigungsministerin, die beamteten und parlamentarischen Staatssekretäre und der Generalinspekteur der Bundeswehr an. Grundsätzliches Ziel dieses Gremiums ist es, flexibel auf den Personalbedarf der Bundeswehr zu reagieren, insbesondere mit Blick auf die zunehmenden Aufgaben in der Landes- und Bündnisverteidigung und die internationalen Verpflichtungen in den Einsätzen.

Besondere Bedeutung für die erfolgreiche Personalgewinnung haben die intensiven Anstrengungen zur kontinuierlichen Verbesserung und Weiterentwicklung des Personalmanagements der Bundeswehr. Diese umfassen vielfältige Schritte zur weiteren Digitalisierung, im Feld der Personalgewinnung alleine werden derzeit circa 70 Veränderungsprojekte vorangetrieben. Auch neu geschaffene Maßnahmen der Personalbindung wie höhere Durchlässigkeit von Laufbahnen, Anreize zur Verlängerung von Dienstzeiten und viele weitere tragen zum Aufwuchs der Bundeswehr bei.

Die Bundeswehr ist ein attraktiver Arbeitgeber

Die Bundeswehr belegt nach dem Trend-Report des Marktforschungsunternehmens trendence Platz 3 der beliebtesten Arbeitgeber von Schülerinnen und Schülern. Entsprechend gut stellen sich die Bewerberzahlen dar. Aus rund 120.000 militärischen und zivilen Bewerbungen werden nach dem Prinzip der Bestenauslese ca. 25.000 Einstellungen pro Jahr für militärische und zivile Verwendungen in der gesamten Bundeswehr realisiert. Die jährlichen Vorgaben zur Steigerung des Personalumfanges der Bundeswehr konnten bisher erfüllt werden. Aufgrund einer Steigerung in 2019 werden die Ziele in diesem Jahr erstmalig sogar deutlich übertroffen.

Eie Soldatin im Wald

Die Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr sichern die Freiheit Deutschlands

Bundeswehr/Mat Neidhardt

Die 9.000 zusätzlichen Berufssoldatinnen und Berufssoldaten und Zeitsoldatinnen und Zeitsoldaten sind bereits ein toller und messbarer Erfolg. „Unsere Karrierecenter und die im ganzen Land tätigen Karriereberaterinnen und Karriereberater machen einen hervorragenden Job“, so Oberst Scheibe. „In Verbindung mit den Aktivitäten der „Arbeitgebermarke Bundeswehr“, die zum Beispiel mit den YouTube-Serien und Social-Media-Auftritten den Boden bereiten, sprechen diese die jungen Menschen mit Erfolg an.“

Auch in Zukunft wird ein effektives Personalmanagement zur erfolgreichen Aufgabenerfüllung der Bundeswehr beitragen müssen. Denn jedes Jahr sind 25.000 Einstellungen erforderlich, um allein die ausscheidenden Zeit- und Berufssoldaten zu ersetzen. Langfristiges Ziel der Trendwende Personal ist ein weiterer Aufwuchs der Bundeswehr auf 203.000 Soldatinnen und Soldaten im Jahr 2025.

„Das strategische Projekt der Trendwende Personal zielt auf das Jahr 2025, ein kurzfristiger, sprunghafter Anstieg unserer Personalstärke ist nicht beabsichtigt“, betont Scheibe den langfristigen Ansatz der Trendwende.

von Simon Ruhnke  E-Mail schreiben