Digitales Recruiting: Mit Active Sourcing an die Spitze

Digitales Recruiting: Mit Active Sourcing an die Spitze

  • Karriere
  • Personal
Datum:
Ort:
Köln
Lesedauer:
3 MIN
Polygontarn im Hintergrund mit der Aufschrift Active#en Sourcing und den Logos von den Karrierenetzwerken LinkedIn und Xing.

Active Sourcing läuft über Soziale Karrierenetzwerke. Die Bundeswehr nutzt Xing und LinkedIn

Bundeswehr

Active Sourcing birgt als Element im Bewerbungsmanagement viele Vorteile: Unter anderem die Eröffnung von Karrieremöglichkeiten und die Erhöhung des potentiellen Bewerbendenpools. Insgesamt erhöht Active Sourcing damit die Sichtbarkeit der Arbeitgeberin Bundeswehr. Julius Ziegler leitet das Sachgebiet Bewerbungsmanagement im Bundesamt für das Personalmangement der Bundeswehr, kurz BAPersBwBundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr und erklärt, wie er Active Sourcing betreibt.

3 Fragen an Julius Ziegler

- Leiter Sachgebiet Bewerbungsmanagement im BAPersBwBundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr -

Portraitaufnahme von Julius Ziegler

Julius Ziegler identifiziert als „Sourcer“ potentielle Kandidaten und Kandidatinnen für relevante Positionen in der Bundeswehr

Bundeswehr

Was ist Active Sourcing?

Active Sourcing ist eine Innovation des Personalbeschaffungsmanagements und stellt eine effektive Maßnahme dar, Unternehmen neue vielversprechende Talente zuzuführen. Sind wichtige Stellen und Positionen zum Beispiel länger vakant und können nicht über etablierte Recruitingmaßnahmen besetzt werden, kommt Active Sourcing ins Spiel. Ich als „Sourcer“ identifiziere gezielt potentielle Kandidatinnen und Kandidaten auf dem externen Arbeitsmarkt, die explizit für entsprechende und vakante Positionen infrage kommen.

Damit ist Active Sourcing ein zusätzliches Element im Bewerbungsmanagement, das bedarfsgerecht, flexibel und schnell den Bewerbendenpool erweitert. Die Initiative des Bewerbungsprozesses liegt hierbei bei mir als Sourcer selbst. Typische Zielgruppen von Active Sourcing sind in der Regel Akademikerinnen und Akademiker besonderer Fachrichtungen sowie Fach- und Führungskräfte aus der Industrie und Wirtschaft.

Was bringt Active Sourcing an Vorteilen für Arbeitgeber und Jobsuchende mit sich?

Active Sourcing ermöglicht durch eine Erhöhung des Bewerbendenpools eine qualifiziertere Bestenauslese. Weiterhin präsentiert sich Active Sourcing oft als das Mittel, vakante Stellen überhaupt besetzen zu können. Zudem erweitert ein Arbeitgeber durch eine intensive Nutzung entsprechender digitaler Sourcing-Instrumente die eigene Sichtbarkeit. Hier spielen werbliche Effekte und ein gutes Marketing eine wichtige Rolle. Die Arbeitgebermarke Bundeswehr wird zukunftssicherer und nachhaltiger - eben digital- weiter ausgebaut.

Für potenzielle Kandidatinnen und Kandidaten werden die Vorteile eines Active Sourcings schnell sichtbar. Zum einen müssen diese nicht mehr selbstständig aktiv werden, denn den Bewerbungsprozess initiieren im weitesten Sinne die Arbeitgeber. Die Schwelle und gegebenenfalls hiermit verbundene administrative Hürden der eigentlichen Bewerbung werden herabgesetzt. Darüber hinaus erhalten die identifizierten Kandidatinnen und Kandidaten möglicherweise Karrieremöglichkeiten aufgezeigt, die sie gar nicht im Visier hatten.

Durch Beratungsgespräche können zudem bereits zu Beginn eines klassischen Bewerbungsmanagements wichtige und für den weiteren Prozess richtungsgebende Informationen vermittelt werden. Digital heißt auch in der Regel schnell. Durch eine schnelle Kontaktaufnahme, die entsprechende Vorsichtung von mitgebrachten Qualifikationen und die digitale Administration können klassische Bewerbungsprozesse beschleunigt werden, was wiederum ein klarer Vorteil für Bewerberinnen und Bewerber ist.

Wie betreibt die Bundeswehr Active Sourcing?

 Teammitglieder des Sachgebiets Bewerbungsmanagement in Uniform und als ziviler Mitarbeiter des BAPersBw

Teil des zivil-militärischen Teams für das Active Sourcing: Julius Ziegler und Korvettenkapitän Richard Baars auf der Suche nach neuen Talenten für die Bundeswehr auf dem Arbeitsmarkt

Bundeswehr

Mit Active Sourcing geht auch die Bundeswehr neue digitale Wege, nicht zuletzt, um sich zukunftssicher, nachhaltig und vor allem als attraktive Arbeitgeberin zu positionieren. Das Active Sourcing-Element besteht aus einem dynamischen und militärisch-zivil gemischten Team, das sich kontinuierlich auf die Suche nach vielversprechenden Talenten begibt.  

Regelmäßig ergeben sich im Bereich MINT (Mathematik, Informatik, Natur- und Ingenieurwissenschaft und Technik), aber auch in Fach- und Führungsbereichen, Vakanzen, die stellenweise nur schwer durch ein klassisches Bewerbungsmanagement gedeckt werden können. Die Bundeswehr sucht nicht nur für den Bereich der Streitkräfte, sondern auch für die Bundeswehrverwaltung kontinuierlich motiviertes und qualifiziertes Personal.

Mit einem klar definierten Anforderungsprofil startet das Active Sourcing-Team mit der Identifikation und Kommunikation potenzieller Kandidatinnen und Kandidaten auf Berufsnetzwerkplattformen wie zum Beispiel Xing oder LinkedIn auf Basis des dort angelegten Profils oder der von ihnen zur Verfügung gestellten Informationen. Besonders relevant sind hierbei der erreichte Bildungsabschluss und die Fachrichtung. Anschließend folgen intensive und maßgeschneiderte Beratungstermine, entweder voll digital oder klassisch über ein Telefongespräch. Im Fokus stehen hierbei die Karrieremodelle und die individuellen Anforderungen an Job, aber auch an die Kandidatin oder an den Kandidaten. Im Idealfall folgt dann die Bewerbung.

Grundsätzlich gilt: Viele potentielle Kandidatinnen und Kandidaten wollen heutzutage angesprochen werden - der klassische Arbeitgebermarkt gehört schon lange der Vergangenheit an.

von Jennifer Fiebig-Schulze  E-Mail schreiben
Eine Frau sitzt hinter einer Plexiglastrennwand einem Soldaten gegenüber.

Sicheres Assessment der Bundeswehr

Sehen Sie wie es funktionert.