Attraktiver Messestand

Fitness, Nahkampf und Karriereberatung

Fitness, Nahkampf und Karriereberatung

Datum:
Ort:
Köln
Lesedauer:
3 MIN

Über 100.000 fitnessbegeisterte Fachbesucherinnen, Fachbesucher und private Sportfans pilgerten vom 11. bis 14. April in die Kölner Messehallen, um Neuerungen der Fitness-, Wellness- und Gesundheitswelt anzuschauen. Auch die Bundeswehr war mit einem großen Stand vor Ort. Nahkampfbahn, Sportparcours und Karriereberatende lockten die Interessenten.

Zwei Soldaten im Liegestütz. Im Hintergrund ein großer grüner Würfel mit der Aufschrift Bundeswehr.

Führten aktiv durch den Nahkampfparcours: zwei Soldaten des Nahkampfzugs der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg.

Bundeswehr/Marcel Poloczek

Spannende Exponate, erklärt durch Fachkräfte, Aktivitäten zum Mitmachen und sich messen, Karriereberatung und Ansprechpartner rund um das Thema berufliche Perspektiven – das alles bot die Bundeswehr auf der FIBOFitness und Bodybuilding, der weltgrößten Messe für Fitness, Wellness und Gesundheit in Köln. In Halle 10.2 präsentierte die Bundeswehr die große Vielfalt, die sie wie wohl kaum ein anderer Arbeitgeber auszeichnet.

Zahlreiche Besucherinnen und Besucher wurden bereits durch die großen grünen Würfel im Polygondesign aus der Ferne auf den 360 Quadratmeter großen Stand aufmerksam. Bei näherem Hinschauen sah man die zahlreich aufgebauten Stationen – bei der Karriereberatung beispielsweise standen Karriereberaterinnen und -berater für jegliche Fragen rund um Sicherheitspolitik und Karrieremöglichkeiten bei der Bundeswehr zur Verfügung und konnten auch eigene Erfahrungen beisteuern. 

Wer sich den Kräften der Schwerkraft stellen wollte, konnte mehrere Drehungen im Aerotrim durchlaufen. Besucherinnen und Besucher von jung bis alt nutzten das Angebot und ließen sich über Kopf drehen.

Soldatinnen und Soldaten stehen in einer Reihe in einer Messehalle

Die IG Nahkampf der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg. In voller Montur – auch wenn es sich nur um eine Vorstellung für die Besucherinnen und Besucher handelt, darf der Sicherheitsaspekt nicht vergessen werden.

Bundeswehr/Marcel Poloczek
Ein Soldat mit umgehängter Bluegun G36 schlägt auf eine Pratze ein. Im Hintergrund Messebesucher.

Mit ganzem Körpereinsatz: Unter Nahkampf versteht man den direkten Kontakt in einem Abstand unter zehn Metern. Ziel dabei ist, aus Stresssituationen herauszukommen und zu überleben.

Bundeswehr/Marcel Poloczek

Nahkampfparcours

Gleich zwei Interessengemeinschaften (IG) der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr (HSU) Hamburg präsentierten sich auch auf dem Stand der Bundeswehr. Alle eineinhalb Stunden zeigte die IG Nahkampf unter der Leitung von Leutnant Jan S. eine Vorführung zum Thema „Selbstverteidigung“. 

Die IG Nahkampf mit 48 Teilnehmerinnen und Teilnehmern trainiert wöchentlich mehr als drei Stunden. Leutnant Jan S., der die Frauen und Männer ausbildet, betonte das Ziel des Nahkampfs – sich in Stresssituationen aus einem Baukasten mit Angriffs- und Verteidigungstechniken zu bedienen, um bestmöglich zu überleben. Dabei spielt das Combat Mindset jedes Einzelnen eine entscheidende Rolle, denn in solchen Momenten muss man weitermachen – auch wenn man nicht mehr kann.

HSU Snipers – Die Footballer der Bundeswehr-Universität

Drei junge Männer in Footballkleidung.

Leutnant Linus T. , Obergefreiter OAOffiziersanwärter Tim P. und Leutnant zur See Falk T. (v.l.n.r.) studieren an der HSU Hamburg und sind Teil des Footballteams der Bundeswehr-Universität.

Bundeswehr/Marcel Poloczek

Teamcaptain Leutnant Linus T. und seine beiden Teamkollegen Obergefreiter OAOffiziersanwärter Tim P. und Leutnant zur See Falk T. standen in voller Football-Montur auf der FIBOFitness und Bodybuilding 2024. Auch sie studieren an der Hamburger Bundeswehr-Uni. Die Ankündigung der European League of Football (ELF), die Bundeswehr als neuen offiziellen Karrierepartner zu begrüßen sowie die große Football-Area der FIBOFitness und Bodybuilding 2024 waren Anlass, Footballer der HSU Snipers nach Köln zu holen.

Ein seltener Anblick am Messestand der Bundeswehr – der auch viele Besucherinnen und Besucher anlockte. Unter den zahlreichen Sportsoldatinnen und Sportsoldaten zogen gerade die HSU Snipers aufgrund ihres Outfits die Blicke auf sich. Die Soldatinnen und Soldaten trainieren zweimal die Woche, um sich für die kommenden Turniere vorzubereiten. 

Der Hindernisparcours

Wer sich körperlich messen wollte, war beim Hindernisparcours der Sportschule der Bundeswehr genau richtig. Die Besucher Murat und Max stellten sich dem Parcours und merkten schnell, dass eine Attrappe des Sturmgewehrs G36, der Rucksack und eine Weste mit ihrem Gesamtgewicht von gut 28 Kilogramm eine Belastung darstellen.

  • Einkleidung

    Bevor es für Murat (l.) und Max auf den Hindernisparcours geht, braucht es noch die richtige Kleidung. Für alle Teilnehmenden des Parcours stellte die Bundeswehr die passende Uniform bereit.

    Zwei Männer ziehen sich eine Feldbluse über.
  • Klimmzugstange

    Beim Klimmhang und den Klimmzügen erschwert das zusätzliche Gewicht der Weste und der Waffenattrappe die Bedingungen. Murat gibt alles und zieht erfolgreich mehrmals über die Stange.

    Ein Mann mit Weste und G36 Bluegun zieht sich an einer Klimmzugstange hoch.
  • Teamwork

    Murat und Max unterstützen sich gegenseitig, um die Hindernisse zu überwinden. Rucksack und Waffenattrappe dürfen nicht vergessen werden.

    Ein Mann in Uniform hilft einem anderen über die Schulter auf ein Hindernis
  • Unter dem LL UTV

    Unter dem Leichten Luftlandefähigen Utility Terrain Vehicle (LL UTV) ist gar nicht so viel Platz, wie man denkt. Der Rucksack und die Waffenattrappe müssen separat mitgeführt werden.

    Ein Mann mit einem Rucksack und einer G36 Bluegun kriecht unter einem Fahrzeug her
  • Mit Sandsack über das Hindernis

    Sandsack auf den Schultern und mehrmals über die Box steigen: Bei dieser Station wird die Bein- und Po-Muskulatur von Max ausgiebig beansprucht.

    Ein Mann mit Weste, Bluegun und einem Sandsack auf dem Rücken steigt über eine Box
  • Munitionskisten und Kanister

    Hier heißt es für Murat und Max, Kraftausdauer zu beweisen. Die Munitionskisten müssen mit beiden Armen so oft wie möglich über den Kopf gehoben und die Kanister auf die Boxen gestellt werden.

    Zwei Männer mit Weste, einer mit Rucksack, stehen gebückt und greifen je nach zwei grauen Kisten.
  • Präzision trotz Anstrengung

    Nach den körperlich anstrengenden Stationen muss nun durchgeatmet und präzise gezielt werden. Wie beim Biathlon schießen Murat und Max mit einem Lasergewehr auf Zielleuchten.

    Eine Frau und zwei Männer liegen auf einer Flecktarnmatte und haben Biathlongewehre in der Hand
  • Fast geschafft

    Das letzte Hindernis des Parcours: nochmal die Kräfte sammeln und mit dem zusätzlichen Gepäck durch den Tunnel in der niedrigsten Gangart kriechen.

    Ein Mann mit G36 Bluegun und Rucksack kriecht unter einem Metallgestellt mit Flecktarnnetz durch
  • Anschlussstation: Nahkampf

    Wer noch kann und Luft hat, kann direkt nahtlos am Nahkampfparcours teilnehmen. Max zieht wie Murat durch und wird nochmal durch den Nahkampfparcours geführt. Beiden hat es enormen Spaß gemacht!

    Ein Mann mit Weste trägt einen schwarz-roten Dummy über der rechten Schulter

Sichtlich ausgepowert kommen Max und Murat ins Ziel. Beiden hat der Parcours der Bundeswehr gezeigt, dass das zusätzliche Gewicht, welches die Soldatinnen und Soldaten im täglichen Dienst mitführen, besonders fordernd ist. Aus diesem Grund ist die körperliche Fitness der Soldatinnen und Soldaten von größter Bedeutung.

Viele Freundinnen und Freunde der sich am Parcours Messenden nutzten ebenfalls die Zeit, um mit den anwesenden Soldatinnen und Soldaten ins Gespräch zu kommen. Der eine oder andere interessierte sich auch für die Laufbahnen und Karrieremöglichkeiten bei der Bundeswehr. Der Besuch ist eine bereichernde und für viele eine einmalige Erfahrung auf der FIBOFitness und Bodybuilding 2024

Auch 2025 wird die Bundeswehr deshalb auf der FIBOFitness und Bodybuilding vor Ort sein und den fitnessbegeisterten Besucherinnen und Besuchern einen fordernden und abwechslungsreichen Stand bieten.

von Lino Greiner  E-Mail schreiben

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