Besuch des Bundesministers

„Die Bundeswehr wird anders aussehen als zu Studienbeginn“

„Die Bundeswehr wird anders aussehen als zu Studienbeginn“

Datum:
Ort:
Hamburg
Lesedauer:
2 MIN

Verteidigungsminister Boris Pistorius besuchte die Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr in Hamburg. Im Zeichen der Zeitenwende bilden diese und die Universität der Bundeswehr in München das Nadelöhr für die Prägung des künftigen Führungsnachwuchses der Bundeswehr und stimmen ihn auf die bevorstehende Verantwortung ein.

Ein Mann steht hinter einem Podium und spricht in Mikrofone

Pistorius hält seine Rede vor den Studierenden

Bundeswehr/Darius Retzlaff

„Sie sind ein Teil davon“ - mit diesen Worten beendete Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius seine Rede an die Studierenden in Hamburg und München. Gemeint sind Zeitenwende und Kriegstüchtigkeit, sie prägen die Amtszeit und vor allem die Wortwahl des Ministers. Worte, die mit Bedacht gewählt sind und die zukünftige Ausrichtung der Streitkräfte skizzieren.

Führen, Erziehen und Ausbilden

Diese Fähigkeiten werden an alle militärischen Vorgesetzten der Bundeswehr gestellt, dabei sind die Offizierinnen und Offiziere besonders im Fokus. Bereits im vergangenen Jahr war es dem Minister eine große Ehre, die Leutnantsbeförderung in Hamburg durchzuführen - einen bedeutsamen Schritt in der Laufbahn der Offiziere. 

Bei diesem Besuch steht der „Dialog“ mit Studierenden im Mittelpunkt. Pistorius verdeutlichte den Prozess der Zeitenwende und betonte, welchen besonderen Stellenwert das Bachelor-/Masterstudium in der militärischen Laufbahn des Führungsnachwuchses einnimmt. 

Mit der Gesellschaft in den Diskurs treten

Gerade im Kontext der aktuellen sicherheitspolitischen Lage appellierte Boris Pistorius an den zukünftigen Führungsnachwuchs der Bundeswehr, auch außerhalb des militärischen Alltags mit Mitmenschen in den Diskurs zu treten und brisante Themen, wie die Wiedereinführung der Wehrpflicht, zu diskutieren.

„Nutzen Sie Ihre Zeit an den Universitäten neben dem akademischen Curriculum intensiv zur Diskussion und zur Erörterung, gerade auch zu schwierigen Fragen Ihres Dienstes“, so Pistorius wörtlich. Denn in der Demokratie sei der gegenseitige Meinungsaustausch essentiell und notwendig.

Sicherheitspolitische Realität

Der Angriffskrieg auf die Ukraine und der Überfall der Hamas auf Israel verdeutlichen, dass sich die sicherheitspolitische Lage auf der Welt verändert hat. „Wenn Sie Ihr Studium an den Universitäten und Ihre Offizierausbildung beendet haben, dann werden Sie in einer Bundeswehr Verantwortung übernehmen, die anders aussehen wird als noch zu Studienbeginn“, so Boris Pistorius.

Die Bundeswehr müsse sich auf ihren Kernauftrag der Landes- und Bündnisverteidigung zurückbesinnen, dürfe aber zugleich ihre Verpflichtungen im Internationalen Krisenmanagement nicht aus den Augen verlieren. Umso mehr trage ein offener Diskurs in der Öffentlichkeit dazu bei, ein Verständnis für die Zeitenwende unter den Bürgerinnen und Bürgern zu fördern.

Personelle Einsatzbereitschaft

Diese besondere Zeit der Neuausrichtung darf dabei nicht nur politisch polarisieren. Die Debatte muss auch an unterster Stelle in der Bundeswehr geführt werden. „Wir brauchen die Teilhabe und Rückkopplung aus allen Bereichen der Bundeswehr“, so Pistorius.

Gerade aus diesem Grund war der Termin an der Universität für ihn von großer Bedeutung – denn die Soldatinnen und Soldaten, die derzeit ihr Studium an einer der beiden Bundeswehr-Universitäten absolvieren, sind die Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger der Zukunft! 

 

Bundesminister Boris Pistorius übergibt die Ernennungsurkunde an den Präsidenten der HSU

Zum Abschluss des Besuches wurde Prof. Dr. Klaus Beckmann erneut zum Präsidenten der Helmut-Schmidt-Universität, Universität der Bundeswehr Hamburg ernannt.

Bundeswehr/Darius Retzlaff

 

von Lino Greiner  E-Mail schreiben

Text der Rede

Es gilt das gesprochene Wort