Mit Mundschutz durch den Assessmentparcours der Bundeswehr

Mit Mundschutz durch den Assessmentparcours der Bundeswehr

  • Assessment
  • Personal
Datum:
Ort:
Hannover
Lesedauer:
3 MIN

Anspannung und Aufregung vor Prüfungen kennen wohl alle. Prüfungssituationen mit Mundschutz und besonderen Schutzmaßnahmen in Zeiten der Corona-Pandemie sind allerdings für jede und jeden etwas Neues – so auch für die Bewerberinnen und Bewerber in den Karrierecentern der Bundeswehr.

Erste Station: der Empfang – hier erhält Marcel Ellies seine Prüfungsunterlagen

Erste Station: der Empfang – hier erhält Marcel Ellies seine Prüfungsunterlagen

Bundeswehr/PIZ Personal

Bereits sehr früh macht sich Marcel Ellies an diesem Montagmorgen auf den Weg nach Hannover. Voller Aufregung kreisen seine Gedanken rund um den Arbeitgeber Bundeswehr und das anstehende Assessment. Am Eingangsbereich des Karrierecenters der Bundeswehr in Hannover wird der junge Mann von einer Mitarbeiterin in Empfang genommen – die Anspannung steigt.

Nach dem Desinfizieren der Hände wird Ellies mit einem Mund- und Nasenschutz ausgestattet. Diese besonderen Auflagen sind in Corona-Zeiten wichtig zum Schutz sowohl für die Bewerberinnen und Bewerber als auch für das Personal und gehören zum Pflichtprogramm. Nachdem der 23-jährige Kaufmann seinen Corona-Fragebogen am Empfang des Karrierecenters abgegeben hat, beginnt auch schon der Assessmentparcours.

Bei der medizinischen Untersuchung werden die Bewerberinnen und Bewerber auf Herz und Nieren geprüft

Bei der medizinischen Untersuchung werden die Bewerberinnen und Bewerber auf Herz und Nieren untersucht

Bundeswehr/PIZ Personal

Achterbahnfahrt der Gefühle

„Ich habe mich für die Feldwebellaufbahn im Personalbereich bei der Bundeswehr beworben, weil ich hier meinen gelernten Job mit dem Sport verbinden kann“, erklärt Marcel Ellies. Nachdem die ärztliche Untersuchung abgeschlossen ist, geht es für den gelernten Kaufmann für Büromanagement zum CAT (Computer-Assistiertes Testen). Hierauf hat sich der junge Mann die letzten Wochen vorbereitet. Neben Mathematikaufgaben und Fragen zum Allgemeinwissen werden die Bewerberinnen und Bewerbern zu ihrer Persönlichkeit getestet.

„Mit gemischten Gefühlen gehe ich jetzt zum Interview“, beschreibt Ellies seine Emotionen, während er einen langen Gang im Karrierecenter runtergeht. Die Ergebnisse des Computertests dienen dem Assessmentpersonal zur Einschätzung des Bewerbers – wie und in welchem Bereich kann der junge Mann bei der Bundeswehr eingesetzt werden? Darüber macht sich das Prüfpersonal ein Bild.

Plexiglasscheiben ermöglichen ein Prüfgespräch ohne Mund- und Nasenschutz

Plexiglasscheiben ermöglichen ein Prüfgespräch ohne Mund- und Nasenschutz

Bundeswehr/PIZ Personal

Während Marcel bereits bei der Einplanung sitzt, meldet sich Vanessa Graul für das Assessment zum Freiwilligen Wehrdienst an. Auch sie durchläuft den Assessmentparcours an diesem sonnigen Tag. Die 18-Jährige wird im August fertig mit der Schule und interessiert sich für den Sanitätsdienst bei der Bundeswehr. „Ich möchte erstmal schauen, ob die Bundeswehr etwas für mich ist und dann bewerbe ich mich später für die Feldwebellaufbahn“, erklärt die Schülerin.

Geschafft

Marcel verlässt freudig das Karrierecenter. „Geschafft, ab Januar werde ich Soldat bei der Bundeswehr“, berichtet der 23-Jährige. „Leider nicht als Feldwebel, aber in der Unteroffizierlaufbahn. Später kann ich es immer noch als Feldwebel probieren“, klingt er zuversichtlich. Er beginnt im Januar 2021 seine Ausbildung als Soldat in Celle. Auch Graul hat alle Tests erfolgreich absolviert und ist glücklich ihre Einplanung in den Händen zu halten: „Nach der Schule geht es für mich zum Sanitätsdienst nach Husum.“

Bei der Einplanung erfährt Vanessa Graul wo sie ihre Ausbildung bei der Bundeswehr beginnt

Bei der Einplanung erfährt Vanessa Graul wo sie ihre Ausbildung bei der Bundeswehr beginnt

Bundeswehr/PIZ Personal

Freudestrahlend umarmt die 18-Jährige ihren Vater, der die junge Frau zum Karrierecenter begleitet hat. „Ich bin froh, dass ich es bei der Bundeswehr geschafft habe und meine Zeit nach der Schule planen kann. Andere Mitschüler hängen wegen Corona immer noch in der Luft und wissen nicht, wie es für sie weitergeht“, vergleicht Graul. Von den Schutzmaßnahmen im Karrierecenter der Bundeswehr in Hannover ist die Schülerin positiv überrascht. „Mundschutz, ausreichend Abstand, kurze Wartezeiten und nettes Personal – ein gelungener Prüfungstag“, resümiert Vanessa Graul. 

Immer der Assessmentstraße folgen!

Für das Assessment bei der Bundeswehr werden die Bewerberinnen und Bewerber zeitlich versetzt eingeladen, damit immer die Mindestabstände eingehalten werden. „Mit dem Einbahnstraßenprinzip auf unserer Assessmentstrecke bieten wir den Bewerberinnen und Bewerbern bestmöglichen Schutz“, berichtet Oberst Hauke Hauschild. Er ist der Leiter des Karrierecenters der Bundeswehr in Hannover und erfreut, dass der Prüfbetrieb in seinem Bereich wieder angelaufen ist. Auch Brigadegeneral Frank Reiland, Recruiting-Chef der Bundeswehr, ist glücklich über die wiederaufgenommenen Assessments bei der Bundeswehr: „Die Bundeswehr ist auch in Krisenzeiten ein wichtiger und attraktiver Arbeitgeber.“

von Jana Ludwig  E-Mail schreiben

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