Recruiting für den FWDFreiwilliger Wehrdienst Heimatschutz: Eine Erfolgsgeschichte

Recruiting für den FWDFreiwilliger Wehrdienst Heimatschutz: Eine Erfolgsgeschichte

  • Heimatschutz
  • Personal
Datum:
Ort:
Köln
Lesedauer:
4 MIN

Anfang April starten die ersten Rekrutinnen und Rekruten im freiwilligen Wehrdienst im Heimatschutz (FWDFreiwilliger Wehrdienst Heimatschutz) an elf Standorten in ganz Deutschland. In nur neun Monaten wurde dieses Pilotprojekt an den Start gebracht. Zentraler Akteur dabei: das Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr, kurz BAPersBwBundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr, mit den Elementen der Personalgewinnung. Wir sprachen dazu mit dem Projektoffizier im BAPersBwBundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr, Oberst Carsten Schuckmann.

ein Mann in Uniform und mit Maske steht an einem Schreibtisch mit Monitor, Tastatur und Telefon und telefoniert

Quasi sekundlich informierte sich Schuckmann in den letzen Wochen über die Zahlen der Personalgewinnung für den FWDFreiwilliger Wehrdienst Heimatschutz

Bundeswehr/Melanie Landwehr

Oberst Schuckmann, das Pilotprojekt FWDFreiwilliger Wehrdienst Heimatschutz verspricht schon jetzt eine Erfolgsgeschichte zu werden. Wie bewerten Sie das Projekt?

Insgesamt können wir sagen: wir gewinnen Menschen, die ihre Heimat schützen wollen, das Projekt kommt an. Bislang haben ja bereits über 8.700 Interessierte Kontakt mit der Personalgewinnung der Bundeswehr aufgenommen. Dabei zählen wir diejenigen, die sich neben anderen Laufbahnen auch explizit über den FWDFreiwilliger Wehrdienst Heimatschutz informieren wollen. Die überwiegende Mehrheit der Interessierten - knapp 6.100 - nutzt hierbei das Online-Kontaktformular für die erste Verbindungsaufnahme. Dies unterstreicht, dass die digitalisierte Verbindungsaufnahme mit der Personalgewinnungsorganisation der Bundeswehr erfolgreich etabliert wurde. Fast alle Interessierten haben auch einen Termin zur Beratung vereinbart.

Rund 1.600 Interessierte haben sich bisher dafür entschieden, eine Bewerbung für den FWDFreiwilliger Wehrdienst Heimatschutz abzugeben. Viele andere zudem für andere Laufbahnen. Zum Start im April 2021 werden über 300 Rekrutinnen und Rekruten an der Startlinie ihres freiwilligen Wehrdienstes für den Heimatschutz stehen. Es wurde eine vollumfängliche Personalbedarfsdeckung erreicht, das heißt wir haben alle geplanten Stellen auch besetzt. Auch für die Folgequartale sind bereits nahezu alle Stellen vergeben. Gerade weil die Bewerbungen für diese neue Form des Wehrdienstes, den FWDFreiwilliger Wehrdienst Heimatschutz, erst seit September 2020 möglich sind, ist dies, insbesondere wegen der Einschränkungen unter Corona-Bedingungen, ein sehr gutes Ergebnis.

Wie konnten Sie trotz der Corona-Pandemie diese große Zahl an Rekrutinnen und Rekruten in den Assessments testen?

Als Personalgewinnungsorganisation der Bundeswehr haben wir uns sehr schnell auf die neuen Rahmenbedingungen in der Corona-Pandemie eingestellt. Trotz der COVID-19Coronavirus Disease 2019-Pandemie haben wir es geschafft, alle Interessierten für den FWDFreiwilliger Wehrdienst Heimatschutz – meistens per Telefonberatung - umfassend zum neuen Dienst zu beraten. Bisher haben die Karrierecenter der Bundeswehr bereits rund 1.100 Assessments unter hohen Hygieneschutzstandards durchgeführt. Der Schutz und die Sicherheit der Bewerbenden und unserer eigenen Mitarbeitenden hatte dabei immer höchste Priorität.

Eine Frau sitzt hinter einer Plexiglastrennwand einem Soldaten gegenüber.

Ein engmaschiges Sicherheitskonzept sorgt für größtmöglichen Schutz im Assessment

Bundeswehr/Christian Zielonka

Alle aktuellen Arbeits-, Gesundheits- und Hygieneschutzvorgaben halten wir vor Ort ein. Konkret heißt das zum Beispiel, dass wir ein Einbahnstraßensystem implementiert haben, FFP2-Masken zur Verfügung stellen und Schutzkleidung für das eigene Personal haben. Seit Anfang März nutzen wir vor den Assessments zusätzlich Antigen-Schnelltests.

Wie haben Sie es geschafft, so viele Menschen für eine neue Dienstform in der Bundeswehr zu interessieren?

Es gab eine bundesweite Informationskampagne, die aus dem Verteidigungsministerium gesteuert wurde. Und wir in der Personalgewinnung haben in ganz Deutschland regionalisierte, gezielte Werbung für den neuen Dienst gemacht. Durch einen gelungenen crossmedialen Werbeansatz aus Printwerbung, Außenwerbung in Form von klassischer Plakatwerbung und Werbung im direkten Lebensraum der Zielgruppe wie beispielsweise den Supermärkten sowie Radiowerbung konnte das Pilotprojekt FWDFreiwilliger Wehrdienst Heimatschutz sehr erfolgreich starten. Diese Werbemaßnahmen haben wir mit vielfältigen Aktionen der Karrierecenter der Bundeswehr ergänzt. Dabei sind mitreißende Homestories und Interviews für Social Media entstanden. Wichtig war auch, dass wir schnell ein Jobprofil für den FWDFreiwilliger Wehrdienst Heimatschutz im E-Recruiting, also unserer Karriere-Webseite, angelegt haben.

Ganz besonders erfolgreich waren die Heimatschutz-Tage oder -Wochen in den Karrierecentern. Dabei haben wir für festgelegte Zeiträume ausschließlich Bewerberinnen und Bewerber für den FWDFreiwilliger Wehrdienst Heimatschutz in die Karrierecenter eingeladen. Ziel war es, den Bewerbenden in einem ersten Schritt als Gruppe das Besondere an dem neuen Dienst herauszustellen und zu erläutern und dann die Einzelnen im Assessment zu prüfen. Rund um das Pilotprojekt informierten dabei auch Vortragende der zuständigen Landeskommandos, wo die zukünftigen Soldatinnen und Soldaten des FWDFreiwilliger Wehrdienst Heimatschutz, nach erfolgreicher Ausbildung, ihre militärische Heimat finden werden. Das Feedback auf diese Informationsevents war überaus positiv. Wir werden sie auch in Zukunft weiter ausrichten.

Wie fällt Ihr persönliches Fazit der anstrengenden letzten neun Monate aus?

Für uns war das eine echte Herausforderung, und ja wir sind an mancher Stelle wirklich ins Schwitzen gekommen. Aber jetzt ist für alle sichtbar: Wir haben eine richtig gute Leistung hingelegt. Darauf können die Mitarbeitenden in unserer Abteilung und in den Karrierecentern wirklich stolz sein. Insgesamt kann festgestellt werden, dass die neuartige Verbindung von freiwilligem Wehrdienst und Reservistendienst unter dem Leitmotiv „Dein Jahr für Deutschland“ bei der Zielgruppe sehr gut ankommt. Die Einführung des FWDFreiwilliger Wehrdienst Heimatschutz in die Streitkräfte ist gelungen. Die Bundeswehr kann sich auf motivierte Menschen freuen, die ihre Heimat schützen wollen.

von PIZ Personal  E-Mail schreiben
Junge Soldatin und junge Soldaten im Freien an einer Landkarte.

Freiwillig Wehrdienstleistender bei der Bundeswehr im Heimatschutz

Im Pilotprojekt „Dein Jahr für Deutschland“ dienen engagierte Menschen als freiwillig Wehrdienstleistende bei der Bundeswehr im Heimatschutz.