Wachbataillon beim Bundesministerium der Verteidigung
Julius-Leber-Kaserne
Kurt-Schumacher-Damm 41
13405 Berlin
Der Infanterieverband mit Protokollauftrag schützt Einrichtungen des Bundes und repräsentiert die Bundesrepublik Deutschland sowie die Bundeswehr. Das Bataillon leistet seinen Dienst als Hauptstadtverband mit rund 1.100 Soldatinnen und Soldaten aus der Julius-Leber-Kaserne in Berlin.
Das Wachbataillon beim Bundesministerium der Verteidigung ist ein Infanterieverband der Bundeswehr und wird medial und von politischer Seite oft als Visitenkarte Deutschlands, Gesicht der Bundeswehr oder Aushängeschild der wehrhaften Demokratie in der Bundesrepublik Deutschland bezeichnet. Das Wachbataillon hat zwei wesentliche Aufträge: den protokollarischer Dienst und den infanteristischen Auftrag. Es führt diese beiden Aufträge gleichwertig und gleichzeitig aus und handelt damit nach dem eigenen Leitspruch „Semper Talis“ – stets gleich und doch vielseitig.
Das Wachbataillon übernimmt für die Bundesrepublik Deutschland den protokollarischen Dienst, beispielsweise beim Empfang von Staatsgästen aus dem Ausland, aber auch bei der Verabschiedung hochrangiger Politikerinnen und Politiker im Inland. Es ist jedoch nicht nur für die Repräsentation der Bundesrepublik Deutschland verantwortlich, sondern steht bei militärischen Zeremonien auch stellvertretend für die Bundeswehr als Organisation.
Darüber hinaus haben die Soldatinnen und Soldaten des Wachbataillons einen infanteristischen Auftrag. Sie schützen die Einrichtungen und Dienstsitze der Bundesregierung und des Bundespräsidenten im Spannungs- und Verteidigungsfall. Der Ausbildungsfokus liegt deshalb auf dem Einsatzszenario Kampf im urbanen Umfeld. Der Verband trainiert infanteristischen Objektschutz, die Verbringung von ausgewählten Personen sowie Orts- und Häuserkampf. Zur Erfüllung dieses Auftrags steht dem Wachbataillon ein breiter Fahrzeug- und Waffenmix zur Verfügung.
Organisatorisch ist das Wachbataillon dem Kommando Feldjäger der Bundeswehr zugeordnet und gliedert sich in sieben aktive Kompanien und zwei nicht aktive Reservekompanien, die bei Bedarf unterstützen. Neben der Versorgungs- und Unterstützungskompanie gehören vier Heereskompanien, eine Luftwaffenkompanie und eine Marinekompanie zu den aktiven Truppenteilen. Für den komplexen Einsatzraum Berlin und das einzigartige Aufgabenportfolio bedarf es der Kompetenzen verschiedener Teilstreitkräfte.
Eine Unterscheidung in Sicherungskompanien und Protokollkompanien findet nicht mehr statt; sie werden einheitlich als Einsatzkompanien bezeichnet. Sie nehmen den Doppelauftrag des Verbands wahr und bilden dafür ihre Soldatinnen und Soldaten selbst aus. In neun Monaten absolvieren diese die Grundausbildung, eine infanteristische Spezialgrundausbildung und eine Protokollausbildung. So lernen sie alles Nötige, um ihre Aufträge als spezialisierte Infanteristinnen und Infanteristen mit Protokollauftrag erfüllen zu können.
Oberstleutnant Maik Teichgräber
Kommandeur Wachbataillon beim Bundesministerium der Verteidigung
Presse und Medien
Reservistenangelegenheiten
Praktikum
Wachbataillon beim Bundesministerium der Verteidigung
Julius-Leber-Kaserne
Kurt-Schumacher-Damm 41
13405 Berlin