Manfred-Wörner-Seminar
- Lesedauer:
- 4 MIN
Bundeswehr
In Zeiten weitreichender Krisen und globaler Spannungen ist die transatlantische Bindung ein maßgeblicher Faktor für Frieden, Stabilität und Sicherheit. Der Dialog und die enge Zusammenarbeit der euro-atlantischen Wertegemeinschaft spielen für die gemeinsame Bewältigung aktueller und zukünftiger sicherheitspolitischer Herausforderungen eine bedeutende Rolle.
Unter dem Motto „Nicht übereinander, sondern miteinander reden – dem Dialog verpflichtet“ bietet das Manfred-Wörner-Seminar 30 jungen Führungskräften aus Deutschland, den USA und aus Ländern Europas, die Möglichkeit des Austauschs von Meinungen, Positionen und Perspektiven, um auf diese Weise den europäisch-transatlantischen Dialog zu vertiefen und zu festigen. Neben Besuchen sicherheitspolitischer Institutionen und Expertengesprächen, stehen dabei der Austausch und das gegenseitige Kennenlernen im Mittelpunkt des Programms.
Das Manfred-Wörner-Seminar wurde bereits 1982 als Seminar für deutsch-amerikanischen Dialog ins Leben gerufen. Ab dem Jahr 2010 wurde parallel dazu unter der Bezeichnung Europaseminar ein entsprechendes Seminar für deutsch-europäische Teilnehmergruppen durchgeführt. Seit dem Jahr 2021 werden beide Formate kombiniert als Manfred-Wörner-Seminar fortgeführt, um Teilnehmern aus dem gesamten Euro-Atlantischen Bündnis- und Werteraum den Austausch und Dialog miteinander zu ermöglichen.
Seminarteilnehmer vor einem NATO AWACS-Flugzeug
BundeswehrDas Manfred-Wörner-Seminar soll Verständnis und Verständigung zwischen den politischen Kulturen des Euro-Atlantischen Bündnis- und Werteraums schaffen, die sich in vielen Bereichen sehr ähneln, jedoch auch sehr unterschiedliche Sichtweisen auf die gleichen Probleme offenbaren.
Während des zwölftägigen Seminarprogramms werden verschiedene Aspekte transatlantischer Sicherheitspolitik, neue Herausforderungen der NATO sowie aktuelle politische Themen der USA und der Europäischen Union ausgiebig beleuchtet. Wechselnde Seminarorte in den Niederlanden, Belgien und Deutschland, internationale Referenten sowie vielfältige Themenschwerpunkte bieten hierbei eine Vielzahl abwechslungsreicher Informations- und Diskussionsmöglichkeiten.
Darüber hinaus dient das Seminar dem Aufbau und der Festigung von Beziehungen zwischen den Teilnehmern beiderseits des Atlantiks. Gelegenheiten für informelle Gespräche und Diskussionen untereinander sind dabei von wesentlicher Bedeutung. Die geknüpften Verbindungen sollen die Grundlage für einen beständigen gegenseitigen Dialog über den Atlantik hinweg legen, der das Verständnis für die jeweiligen politischen Verhältnisse und Interessen schärft und damit zur gegenseitigen Vertrauensbildung beiträgt.
Das Angebot des Manfred-Wörner-Seminars richtet sich an junge Führungskräfte aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik im Alter zwischen 25 und 35 Jahren. Es bietet bis zu 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Deutschland, den USA und Europa die Möglichkeit der Weiterbildung und des Informationsaustauschs. Interessenten sollten einen akademischen Abschluss besitzen und bereits erste Erfahrungen in leitenden oder herausfordernden Positionen gesammelt haben. Da das Seminar aufgrund seiner internationalen Besetzung ausschließlich in englischer Sprache stattfindet, sollten alle Interessenten außerdem gute Englischkenntnisse besitzen.
Für die Teilnahme am Manfred-Wörner-Seminar wird ein Eigenbeitrag von 500€ pro Person für Unterkunfts-, Reise- und Verpflegungskosten während des Seminars erhoben. Die Nichtnutzung von z. B. Hotelzimmern führt zu keiner anteiligen Kostenerstattung bzw. Reduzierung des Eigenbeitrags.
'Dinner Talk' mit Botschafter a.D. Wolfgang Ischinger, ehemaligem Vorsitzenden der Münchner Sicherheitskonferenz
Bundeswehr
Eine Seminargruppe in der Diskussion mit Roderich Kiesewetter, Abgeordneter des Deutschen Bundestages
BundeswehrIm Jahr 2026 werden zwei Durchgänge stattfinden. Die Durchgänge bauen nicht aufeinander auf.
20. Juni – 01. Juli 2026
29. August – 09. September 2026
Bewerbung geschlossen!
Um sich für einen der 30 Seminarplätze zu bewerben bitten wir Sie folgende Unterlagen in englischer Sprache an SicherheitspolitikSeminare@Bundeswehr.org zu senden:
Wir bitten Sie uns Ihre Dokumente als einzelne PDF-Anlagen zu übersenden, gespeichert unter „Dokumentenname_Nachname, Vorname“ (z.B. Motivationsschreiben_Mustermann, Hans). Bitte geben Sie im Betreff Ihrer Email an, für welchen Seminarzeitraum Sie sich bewerben.
Das Zentrum Informationsarbeit Bundeswehr wird nach Bewerbungsschluss aus allen vollständig eingegangenen Bewerbungen die Seminargruppe von 30 Personen zusammenstellen. Die Auswahlergebnisse werden spätestens drei Monate nach Einsendeschluss bekanntgegeben. Die Auswahl der Teilnehmer für den ersten Seminardurchgang erhält dabei zeitlichen Vorrang.
Den Bewerbungsbogen finden Sie im Downloadbereich am Ende der Seite.
Sind alle Programmpunkte des Seminars verpflichtend?
Ja. Die Teilnahme an allen Programmpunkten des Manfred-Wörner-Seminars ist verpflichtend. Eine teilweise Teilnahme ist nicht möglich.
Gibt es finanzielle Unterstützung für das Seminar?
Nein. Für die Teilnahme am Seminar wird keine finanzielle Unterstützung oder Förderung bereitgestellt.
Erhalten Behörden, Think Tanks, Vereine oder ähnliche Institutionen einen Rabatt?
Nein. Der Teilnehmerbeitrag ist für alle Teilnehmenden gleich. Es werden keine Rabatte für Behörden, Think Tanks, Vereine oder andere Organisationen gewährt.
Kann ich auf die Nutzung des Hotels verzichten, um Kosten zu sparen?
Nein. Auch wenn das Hotel nicht genutzt wird, reduziert sich der Teilnehmerbeitrag nicht.
Wie kann der Seminarbeitrag bezahlt werden?
Die Zahlung des Seminarbeitrags ist ausschließlich per Überweisung möglich. Eine Bezahlung mit Kreditkarte ist nicht vorgesehen.
Kann die Zahlungsfrist für den Seminarbeitrag verlängert werden?
Nein. Die Fälligkeit des Seminarbeitrags ist verbindlich und nicht verhandelbar. Geht der Beitrag nicht fristgerecht ein, erfolgt nach einmaliger Erinnerung der Ausschluss vom Seminar.
Was sagen die Teilnehmenden über das #manfredwoernerseminar