Christina Bachmann, Büroleiterin bei der Gesellschaft für Sicherheitspolitik e.V.:
„Ich finde es wichtig, dass man einen Blick hinter die Kulissen gewinnen kann. Zivile Führungskräfte sollten unbedingt erfahren, wie das beim Bund läuft.“
Vom 30. Juni bis 4. Juli 2025 tauschten Führungskräfte aus Wirtschaft und Gesundheitswesen den Klinikkittel gegen die Uniform. Die Gelegenheit dazu bot die Dienstlichen Veranstaltung zur Information (InfoDVag) in Feldkirchen. Warum? Um das Wissen über die Abläufe im Sanitätsdienst und über den Bedarf des Sanitätsdienstes an ziviler Unterstützung im Kriegsfall zu stärken.
Generalarzt Dr. Bruno Most (links) mit den Teilnehmenden und Ausbildern der InfoDVag 2025 in Feldkirchen
Bundeswehr/Mathias Erdmann
Beim Sanitätslehrregiment „Niederbayern“ in Feldkirchen sollte also Vertrauen aufgebaut und Knowhow weitergegeben werden. Eine Botschaft: Dienst bei der Bundeswehr ist Dienst an der gesamten Bevölkerung und im Ernstfall – in Krise oder Krieg – müssen Akteure der zivilen und militärischen Gesundheitsversorgung Hand in Hand arbeiten. Mit ausgewählten Teilnehmerinnen und Teilnehmern haben wir darüber gesprochen, was sie in ihre Jobs mitnehmen.
„Ich finde es wichtig, dass man einen Blick hinter die Kulissen gewinnen kann. Zivile Führungskräfte sollten unbedingt erfahren, wie das beim Bund läuft.“
„Ich nehme ein besseres Verständnis für die Bedarfe der Streitkräfte mit. Ich kann die Zivil-Militärische Zusammenarbeit im Gesundheitswesen jetzt besser einordnen und verstehen.“
"Ich wollte einmal live erleben, wie Dienst funktioniert, was die Aufgaben sind. Das sind interessante Einsichten, die man hier gewinnt, um sich gegenseitig zu verstehen.“
Generalarzt Dr. Bruno Most, Kommandeur des Kommandos Sanitätsdienstliche Einsatzunterstützung in Weißenfels, bringt die Bedeutung der Veranstaltung auf den Punkt: „Die InfoDVag ist ein bewährtes Mittel, um unsere Botschaften in die Zivilgesellschaft hineinzubringen. In diesem Jahr liegt der Schwerpunkt bei unseren Partnern im zivilen Gesundheitssystem. Wir brauchen genau diese, um im Kriegsfall unsere Soldatinnen und Soldaten bestens versorgen zu können. Darum ist es so wichtig, dass unsere Partner verstehen, was der Sanitätsdienst tut, wie er aufgebaut und strukturiert ist. Aber auch, wie unsere Soldatinnen und Soldaten ticken.“
von Michael Tomelzik E-Mail schreiben